Ludwig-Maximilians-Universität München
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Einen Anfang setzen

Vorlesungsreihe beschäftigt sich mit „Urworten“

München, 16.04.2010

Die interdisziplinäre Vorlesungsreihe „Urworte. Zur Archäologie erstbegründender Begriffe“ der DFG-Forschergruppe „Anfänge (in) der Moderne“ beschäftigt sich ab dem 21. April 2010 mit Begriffen, die dem Wunsch entsprechen, einen Anfang zu setzen. Die Vorlesungen finden jeden Mittwoch ab 18:15 Uhr im LMU Hauptgebäude, Hörsaal A 021, statt.

Was als Anfang gelten soll, muss durch besondere Verfahren des Denkens, Vorstellens und Erzählens allererst hergestellt und kulturell behauptet werden. Im Deutschen bietet sich hierzu ein Wortbildungsverfahren an, das anderen Sprachen in dieser Form nicht kennen: Das Präfix Ur- bezeichnet eine Vorstellung vom Ursprünglichen und Ersten, und es signalisiert zugleich die Hoffnung, damit dem Eigentlichen einer jeden Sache auf die Spur zu kommen.

Forscher unterschiedlichster Fachbereiche fragen in den Vorlesungen nach der Macht solcher Diskurs-begründender Begriffe. Sie versuchen zu klären, wozu sie geprägt wurden und wie sie seither gerade auch in wissenschaftlichen Bereichen zum Einsatz kommen. Das Spektrum der Vorträge reicht dabei von den Naturwissenschaften („Urknall“, „Urwald“) über Theologie und Philosophie, Sprach- und Literaturwissenschaft bis zur Ethnologie („Ureinwohner“) und Theaterwissenschaft („Uraufführung“).

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