Ludwig-Maximilians-Universität München
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Das Projekt UNI-Klasse:

Eine neue Form der Unterrichtsbeobachtung

München, 13.10.2010

Vor einer Schulklasse zu stehen, ist für angehende Lehrerinnen und Lehrer nicht immer leicht. Was in der Theorie einfach klingt, lässt sich in der Praxis oft schwer umsetzen. Das neue Projekt UNI-Klasse, das heute im Beisein von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle vorgestellt wird, arbeitet dem entgegen: In den speziell ausgestatteten Klassenräumen an bisher zwei Münchener Schulen — eine Grundschule sowie eine Grund- und Hauptschule — kann Unterricht aufgezeichnet und analysiert werden. UNI-Klassen eröffnen daher Studierenden, Lehrenden und Wissenschaftlern die Möglichkeit, Unterrichtssituationen zu beobachten und für die Erforschung und Weiterentwicklung von Lehre gewinnbringend nutzbar zu machen, ohne die Unterrichtssituation durch die Anwesenheit von Beobachtern zu stören. Sie sind mit einem ferngesteuerten Kamerasystem und modernster Aufnahmetechnik ausgestattet, das Unterrichtsgeschehen wird so in einen Nebenraum übertragen. Andere Studierende, aber auch Lehrkräfte und Unterrichtsforscher, können somit als Beobachter live am Unterricht in der Klasse teilhaben. Die Räume sind mit flexiblem Mobiliar ausgestattet, die Anordnung von Tafeln, Stühlen und Tischen lässt sich ohne großen Aufwand variieren. Damit kann die Lernumgebung rasch an unterschiedliche Unterrichtsformen wie Frontalunterricht, Gruppenarbeit oder Kreisgespräche angepasst werden. Das Filmmaterial ermöglicht es den Studierenden im Anschluss, den eigenen Unterricht zu beobachten, ihr Auftreten zu reflektieren und mit dem Unterrichtshandeln anderer Lehrender kriteriengeleitet zu vergleichen. Der Unterricht lässt sich so unter verschiedenen Fragestellungen und Gesichtspunkten beobachten und analysieren.

Die UNI-Klassen wurden entwickelt vom Institut für Grundschulpädagogik und -didaktik der LMU und zusammen mit dem Schulreferat der Landeshauptstadt München an zwei Grundschulen umgesetzt. Konzept und Realisierung sind bislang deutschlandweit einmalig.

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