Ludwig-Maximilians-Universität München
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Modellprojekt an der LMU für mehr Abschlüsse in MINT-Fächern

München, 06.09.2010

Das Modellprojekt „Wege zu mehr MINT-Absolventen“ an der LMU soll die Abbrecherzahlen in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) senken. Es umfasst ein Vorpraktikum, das zukünftige Studierende vor der eigentlichen Immatrikulation auf das Studium vorbereiten und ihnen ermöglichen soll, ihre persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten bereits vor dem Studium festzustellen sowie ein spezielles Laborpraktikum – das Liebig-Lab –, das sie nach Studienbeginn frühzeitig an wissenschaftliche Arbeitsweisen heranführt.

„Unter den Studierenden, die im ersten Semester ihr Studium abbrachen, waren auffallend viele ohne jede Erfahrung im Experimentieren. Das Vorpraktikum für den Bachelor-Studiengang Chemie und Biochemie gibt nun allen zugelassenen Bewerberinnen und Bewerbern die Möglichkeit, vor der Immatrikulation herauszufinden, ob das Wechselspiel aus Theorie und Praxis ihren Interessen und Fähigkeiten entspricht“, so Professor Peter Klüfers vom Lehrstuhl für Bioanorganische Chemie und Koordinationschemie und einer der Projektkoordinatoren. „Für diejenigen, die sich auf das Studium einlassen, haben wir das Chemische Grundpraktikum gründlich umgestaltet: Moderne Methoden, ein fächerübergreifender Inhalt, die Präsentation eigener Ergebnisse im Team und die Schulung von Tutoren und Assistenten durch die LMU-Lernpsychologen halten die Motivation unter den Studierenden hoch.“

Die zehn VBW-Modellprojekte gingen bereits zum Wintersemester 2008/2009 an den Start und werden insgesamt mit 2,1 Millionen Euro durch die bayerischen Wirtschaftsverbände gefördert. Am 9. September besuchen der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) sowie der bayerischen Metallarbeiter- und Elektroarbeitgeberverbände BayME und VBM, Bertram Brossardt, und Mitglieder des Hochschulausschusses des Bayerischen Landtages die Fakultät für Chemie und Pharmazie der LMU, um sich über erste Erfolge des Programms persönlich zu informieren. „Es ist notwendig, die Abbrecherquote in den MINT-Studiengängen zu senken – um mindestens die Hälfte. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften. Das Modellprojekt innerhalb des Bachelor-Studiengangs Chemie und Biochemie an der LMU ist eines der Beispiele, das zeigt, wie wir die Studierenden besser auf ihr Studium vorbereiten und die Abbrecherquote senken können“, so Bertram Brossardt.

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