Ludwig-Maximilians-Universität München
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Münchener Biotech-Cluster im Spitzencluster-Wettbewerb erfolgreich

München, 27.01.2010

Der Münchener Biotech-Cluster „m4 – eine neue Dimension in der Medikamentenentwicklung“ wurde in der zweiten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ausgewählt: Er gehört damit zu fünf Spitzenclustern in Deutschland, die in dieser Runde vom BMBF gefördert werden.

Ziel von m4 ist die Erforschung, die klinische Entwicklung und industrielle Umsetzung individual-spezifischer Therapien. Diese „personalisierte Medizin“ hat das Potenzial, Probleme und Herausforderungen bei der Medikamentenentwicklung zu überwinden. Durch individuelle Besonderheiten im Genom, also im Erbgut, variieren die Behandlungserfolge mit Arzneien von Mensch zu Mensch ganz erheblich. Was den einen gesund macht, hat bei dem anderen keine Wirkung oder führt sogar zu gravierenden Nebenwirkungen. Diesen Mangel an Wirksamkeit und Sicherheit vieler heute am Markt befindlicher Medikamente will die personalisierte Medizin beheben, indem für bestimmte Patientengruppen „maßgeschneiderte Therapien“ entwickelt werden sollen. Auf der anderen Seite verspricht die personalisierte Medizin, den Prozess der Medikamentenentwicklung, der heute extrem hohe Kosten verursacht, sehr viel Zeit beansprucht und nur selten erfolgreich ist, effizienter und günstiger zu gestalten.

Das Biotech-Cluster, das von der BioM Biotech Cluster Development GmbH in Martinsried koordiniert wird, wird wesentlich von der Leistungsfähigkeit der universitären Forschung an der LMU und der TUM getragen, die in diesem Verbund eng zusammenarbeiten. Im Rahmen des Münchner Biotech-Clusters wird unter anderem ein zentrales klinisches Studienzentrum errichtet, eine eigene Academy gegründet, die das spezifisch benötigte Fachpersonal ausbilden wird, eine umfassende IT-Struktur geschaffen, das hilft die großen anfallenden Datenmengen zu überschauen und ein Konsortium der Gewebebanken gebildet, mit dem Ziel Krankheitsmarker auf individualiserter Basis zu identifizieren.

Insgesamt bündelt das Spitzencluster das Know-how beider Münchner Universitäten, des Helmholtz-Zentrums, der Max-Planck-Institute sowie Unternehmen der Biotechnologie- und Pharmabranche am Standort München.

Der Biotech-Cluster wird jetzt für die nächsten fünf Jahre seitens des BMBF mit rund 40 Millionen Euro gefördert. Hinzu kommt ein etwa gleichhoher Anteil der am Cluster beteiligten industriellen Partner sowie 14 Millionen Euro, die das Land Bayern für den Erfolg im Wettbewerb zugesagt hat. Damit beläuft sich die Gesamtfördersumme auf nahezu 100 Millionen Euro.

In dem 2007 vom BMBF ausgelobten Spitzencluster-Wettbewerb sind insgesamt drei Bewerbungsrunden vorgesehen, bei denen jeweils bis zu 200 Millionen Euro für jeweils bis zu fünf Spitzencluster zur Verfügung gestellt werden. Und das über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren. Die Umsetzung sieht eine mindestens ebenso hohe finanzielle Beteiligung der Wirtschaft und privater Investoren vor.

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse