Ludwig-Maximilians-Universität München
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Vortragsreihe zur Kulturhauptstadt Istanbul

Istanbul – imperialer Herrschersitz, Megapolis, Kulturhauptstadt 2010

München, 21.04.2010

Das Münchner Zentrum für Islamstudien (MZIS) veranstaltet im Rahmen seiner Reihe „Mosaiksteine – Kulturen des Islam“ im Sommersemester 2010 eine Vortragsreihe über Istanbul. Eine einzigartige Lage und eine außergewöhnliche kulturelle Vielfalt machen Istanbul, das frühere Konstantinopel, zu einer der faszinierendsten Städte der Welt. Prädestiniert als Herrschersitz, wirkten hier byzantinische Kaiser und osmanische Sultane. Auch heute wahrt Istanbul eine Führungsrolle, nicht mehr als Reichshauptstadt, aber doch als heimliche Hauptstadt der Türkei: als Innovationszentrum, als begehrter Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, als Hauptort von Kultur und kulturellem Schaffen, und als Magnet für erlebnishungrige und kulturdürstende Touristen. Auf Istanbul richten sich aber auch Hoffnungen und Träume hunderttausender Migranten, sowohl aus Anatolien als auch zunehmend aus der gesamten Welt. Diese Stadt ist daher heute eine schnell wachsende Metropole und mit über zwölf Millionen Einwohnern auch eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt – mit all den dazugehörigen Licht- und Schattenseiten.

„Istanbul. Imperialer Herrschersitz, Megapolis, Kulturhauptstadt 2010“ unter diesem Motto stehen Vorträge von türkischen und deutschen Kennern der Stadt, in denen vielfältige Aspekte Istanbuls behandelt werden: historische, kulturelle, aktuelle. Veranstaltet wird die Vorlesungsreihe vom Münchner Zentrum für Islamstudien (MZIS) in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Türkischen Gesellschaft Bayern e.V., der Robert Bosch Stiftung, der Gesellschaft der Freunde islamischer Kunst und Kultur e.V., der Südosteuropa-Gesellschaft und dem Türkisch-Deutschen Studentenbund e.V. sowie den Instituten für Kunstgeschichte und für Byzantinistik, Byzantinische Kunstgeschichte & Neogräzistik der LMU.

Zum Auftakt der Reihe – unter der Schirmherrschaft von Isabell Zacharias (MdL) – und als Einstimmung spricht der griechische Schriftsteller Petros Markaris in einer nicht-öffentlichen Veranstaltung über die Düfte seiner Geburtsstadt. In drei Vorträgen werden Leben, Gesicht und Wandel der Stadt unter Byzantinern und Osmanen beleuchtet. Berichte über Besucher, wie den Prinzen Luitpold von Bayern sowie Architekten und Bildhauer werden auch historisch-kulturelle Verbindungen zwischen München und Istanbul aufleben lassen. Einen belletristischen Blick auf Istanbul bringt die Lesung aus einem Werk des türkischen Schriftstellers Ahmet Hamdi Tanpınar. Zwei weitere Vorträge informieren über verschiedene Aspekte der aktuellen urbanen Entwicklungen der Stadt. Die Reihe wird mit einer Lesung enden: den persönlichen Eindrücken eines Istanbul-Korrespondenten, verdichtet in einer Gebrauchsanleitung für Istanbul.

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse