Ludwig-Maximilians-Universität München
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Professor Götz und Professor Grothe mit Verdienstorden ausgezeichnet

München, 07.07.2010

Professor Magdalena Götz, Lehrstuhlinhaberin am Physiologischen Institut der LMU und Direktorin am Helmholtz Zentrum München, sowie Professor Benedikt Grothe, Inhaber des Lehrstuhls für Neurobiologie am Department Biologie II, und Dekan der Fakultät für Biologie, wurden bereits am 25. Juni vom Bayerischen Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Professor Götz hat sich insbesondere um die Erforschung der molekularen Grundlagen der Gehirnentwicklung verdient gemacht. Sie wies bei Untersuchungen nach, dass Gliazellen des Gehirns als Stammzellen fungieren und Nervenzellen aus Gliazellen hervorgehen können. Sie zeigte auch, welche Faktoren beim Übergang von glialen zu neuronalen Zellen eine Rolle spielen. Diese Prozesse könnten therapeutisch nutzbar gemacht werden, etwa bei Verletzungen des Gehirns oder bei Demenzerkrankungen. Ihre Forschung habe „nicht nur das Wissen über Stammzellen im Nervensystem grundlegend gewandelt, sondern darüber hinaus auch völlig neue Anstöße im Bereich der regenerativen Medizin gegeben“, heißt es in der Laudatio. Für ihre Forschung wurde Magdalena Götz bereits mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.

Professor Benedikt Grothe wurde vor allem Leistungen in der Neurowissenschaft geehrt. Er hat sie zu einem neuen und äußerst erfolgreichen Forschungs- und Lehrschwerpunkt ausgebaut hat. Im Zentrum steht dabei vor allem die Gründung des Bernstein-Zentrums für Neurowissenschaften in München, das Teil des Nationalen Netzwerks für Computational Neuroscience ist, die Einrichtung eines Elitestudiengangs Neuroscience sowie vor allem seine Konzeption der Graduate School of Systemic Neurosciences im Rahmen der Exzellenzinitiative. Der Wissenschaftsminister betonte in seiner Laudatio, dass diese in vielen Fällen inter- und transdisziplinären Initiativen nur aufgrund Professor Grothes wissenschaftlichem Innovationspotenzials sowie seiner Fähigkeit möglich gewesen seien, unterschiedliche Disziplinen, wie Medizin, Physik, Psychologie oder die Geisteswissenschaften zu einem gemeinsamen Ziel zusammenzuführen. „ Sie haben wesentlich dazu beigetragen, dass die LMU im Jahr 2006 als eine der drei ersten Universitäten in Deutschland mit dem Titel „Exzellenzuniversität“ ausgezeichnet wurde“, sagte Minister Heubisch.

 

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