Ludwig-Maximilians-Universität München
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Sussan Babaie neue Allianz-Gastprofessorin

Die persischsprachige Welt im 14.-17. Jahrhundert

München, 15.10.2010

In diesem Wintersemester ist Susann Babaie Allianz-Gastprofessorin für islamische und jüdische Studien. Babaie wird als Gast des Instituts für Kunstgeschichte zum Thema “Cross-cultural perspectives on Persianate arts from the 14th to the 17th centuries” lesen. Die Allianz SE hat diese Gastprofessur im Jahr 2003 an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München eingerichtet, um den Dialog zwischen jüdischem und islamischem Kulturkreis zu fördern.

In ihrer Vorlesung stellt Babaie Kunst und Architektur der persisch-sprachigen Welt vor und zeigt die interkulturellen Verbindungen zwischen großen Gebieten Eurasiens auf. Dabei legt sie den Fokus auf historische Momente, in denen die interkulturelle Begegnung und künstlerische Innovation besonders intensiv waren: Von der Ankunft des Islam im Iran und in Zentralasien bis zur persischen Kunst im 17. und frühen 18. Jahrhundert, dem ersten globalen Zeitalter. Die Vorlesung beginnt am 18. Oktober 2010 und findet während des Semesters immer montags von 16 bis 18 Uhr im Hörsaal M 118 im Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1, statt.

Die gebürtige Iranerin Sussan Babaie studierte Grafik-Design an der Universität in Teheran und Kunstgeschichte an der American University, Washington, DC und der New York University. 1994 erlangte Babaie den PhD an der New York University mit einer Arbeit über iranische Kunst. 2001 wurde sie als Assistant Professor an die in der islamischen Kunstgeschichte berühmten University of Michigan in Ann Arbor/MI berufen.  In den Jahren 2009-2010 war Babaie Research Fellow am Getty Research Center in Los Angeles, USA, sowie Fulbright Fellow in Cairo.

Babaie ist Expertin für die Safavid Dynastie (1501–1722), eine der bedeutendsten Herrscherdynastien in Iran. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Stadt Isfahan im 17. Jahrhundert, in der Juden, Muslime und andere Volksgruppen gemeinsam lebten und sich kulturell befruchteten - ein Thema, das gut zum Anliegen der Allianz-Gastprofessur passt.

Die Allianz Gastprofessur

Nach den Anschlägen des 11. September 2001 hat die Allianz SE im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements eine Gastprofessur für islamische und jüdische Studien an der LMU gestiftet. Mit dieser Initiative will das Unternehmen die Kenntnis des islamischen und des jüdischen Kulturkreises fördern und zum Dialog anregen. Ein Motiv für dieses Engagement ist die Überzeugung, dass viele der aktuellen internationalen Konflikte durch mangelndes Verständnis für Kulturunterschiede verschärft werden.

Mit der Gastprofessur fördert die Allianz über ihre bisherigen Bildungsinitiativen im Bereich Finanzdienstleistung hinaus zum ersten Mal auch geisteswissenschaftliche Studien. Die LMU kann mit dieser Professur, die alternierend an Dozenten aus dem islamischen und dem jüdischen Bereich vergeben wird, das interdisziplinäre Netzwerk von Forschung und Lehre in den Islam-, Religions- und Kulturwissenschaften sowie in den philologischen und historischen Disziplinen verbessern.

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