Ludwig-Maximilians-Universität München
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Neuartige Therapie für Infarkt-Patienten in klinischer Studie

Regeneration von geschädigtem Gewebe durch Stammzellen

München, 03.04.2009

Der akute Herzinfarkt und seine Folgeschäden sind noch immer die häufigste Todesursache in Deutschland. Etwa jeder Fünfte der jährlich knapp 300.000 Betroffenen überlebt langfristig die gefährliche Durchblutungsstörung nicht, bei der Herzmuskelgewebe zerstört wird. Weltweit wird deshalb fieberhaft nach neuen Therapien gesucht, um das geschädigte Gewebe auch mit Unterstützung von Stammzellen zu regenerieren. So ist es einem Team von LMU-Forschern unter der Leitung von Professor Wolfgang-Michael Franz erstmals im Mausmodell gelungen, körpereigene Stammzellen mit Hilfe einer zweigleisigen molekularen Strategie vermehrt ins geschädigte Herz zu locken. „Dadurch hat sich die Heilung des Herzmuskels deutlich verbessert“, berichtet Franz. „Es kam zu einer verbesserten Blutversorgung des Herzmuskels, einer gesteigerten Herzfunktion – und einer deutlich erhöhten Überlebensrate bei den Tieren. Basierend auf diesen vielversprechenden Ergebnissen testen wir die neu entwickelte Strategie im Klinikum am Campus Großhadern jetzt sogar in der weltweit ersten Studie dieser Art an Herzinfarktpatienten.“ (Cell Stem Cell, 3. April 2009)

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