Ludwig-Maximilians-Universität München
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SFB zur Erforschung eukaryotischer Organismen wird verlängert

München, 25.05.2009

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Sonderforschungsbereich Transregio1 (SFB TR1) „Endosymbiosis: From Prokaryotes to Eukaryotic Organelles“ bis 2012 verlängert. In dem ersten je von der DFG eingerichteten Transregio untersuchen Forscher seit 2000 die Entstehung eukaryotischer Organismen. Neben der Sprecherhochschule LMU sind auch die Universitäten Düsseldorf und Marburg an der Forschung beteiligt.

Als eukaryotische Organismen bezeichnet man diejenigen Organismen, die einen Zellkern haben wie Pflanzen, Tiere, Pilze und Protisten. Sie stellen sogenannte Chimäre dar, die aus den Fusionen von einst frei lebenden unabhängigen Organismen hervorgingen. Diesen Prozess bezeichnet man als Endosymbiose.

Der SFB TR1 beschäftigt sich vor allem mit der Umwandlung der Endosymbioten in die Zellorganellen Mitochondrien und Chloroplasten zur Freisetzung potentieller Synergien. Diese Umwandlung bedingte einen massiven Anpassungsprozess auf genetischer, physiologischer und zellulärer Ebene. Ein entscheidender Schritt in diesem Prozess ist der weitgehende Transfer der Erbinformation von den Symbionten in den Zellkern und die damit verbundene Einbindung in ein übergreifendes Kontrollsystem. Neben der Entwicklung (Differenzierung) der Mitochondrien und Chloroplasten, die die klassischen biochemischen Funktionen NAD(P) H und ATP-Synthese über Citronensäurezyklus, Atmungskette und Photosynthese erfüllen, sind spezielle bzw. spezialisierte Formen dieser beiden Zellkompartimente entstanden, wie Hydrogenosomen, Mitosomen, Apikoplasten oder nicht photosynthetische Plastiden.

 

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Jürgen Soll
Sprecher des SFB TR1
Department Biologie I, Botanik
Tel.: 089/ 2180 - 74753
E-Mail: sfb-tr1@lrz.uni-muenchen.de

 

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