Ludwig-Maximilians-Universität München
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LMU-Theaterwissenschaftler untersuchen die „Netzkultur“

München, 01.10.2009

Das Bild des Netzes wurde in den letzten Jahrzehnten zum Inbegriff einer postindustriellen und globalisierten Gesellschaft und ihrer kollektiven Arbeits- und Schaffensstrukturen in Wirtschaft, Freizeit und Kunst. Das Symposium „Netzkulturen“ der Theaterwissenschaft München untersucht vom 9. bis 11. Oktober 2009 Rückkoppelungseffekte zwischen ästhetischer Alltagskultur und Wirtschaftsprozessen am Beispiel von Netzwerken.

Netzwerke zeichnen sich dabei durch zwei entgegengesetzte Bewegungen aus: Zum einen sind sie dadurch charakterisiert, dass Aufgaben und Kompetenzen in ihnen verteilt sind, sie also einen Hang zu Spezialisierung und Differenzierung aufweisen. Auf der anderen Seite werden Grenzen vormals getrennter Bereiche durchlässig. Die damit in Gang gesetzten Austausch- und Durchdringungsprozesse zwischen technischen, ökonomischen und kulturellen Faktoren bedürfen einer neuen Beschreibungsperspektive.

Ziel des Symposiums ist es nun, ästhetische Prozesse als vernetzt zu beschreiben und umgekehrt nach dem Ästhetischen in sozio-technischen Netzen zu fragen. Es gilt, den ästhetischen Gegenstand, das ästhetisch handelnde Subjekt und die Ästhetik selbst neu zu verhandeln. Das Symposium wird am 9. Oktober mit einem Vortrag des Soziologen und Systemtheoretikers Dirk Baecker (Zeppelin Universität Friedrichshafen) im Werkraum der Münchner Kammerspiele, Hildegardstraße 1, eröffnet. Am 10. und 11. Oktober finden anschließend in den Räumen der Theaterwissenschaft München, Georgenstraße 11, Vorträge und Diskussionen statt.

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