Ludwig-Maximilians-Universität München
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Interdisziplinäres Graduiertenkolleg untersucht Naumburger Dom

München, 10.07.2009

Anfang Juli startete das „Naumburg Kolleg“, ein Graduiertenkolleg, das von der Volkswagenstiftung mit 1,5 Millionen Euro unterstützt wird. Forschungsschwerpunkt des Kollegs ist die Erforschung des Westchors des Naumburger Doms. Professor Jürgen Schmude vom Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie und Tourismusforschung der LMU gehört dem Projektteam an.

Der Naumburger Dom in Sachsen-Anhalt zählt zu den bedeutendsten Sakralbauwerken Deutschlands. Obwohl der Westchor aus dem 13. Jahrhundert immer wieder im Blickfeld wissenschaftlichen Interesses stand, blieben zentrale Fragen unbeantwortet. Das „Naumburg Kolleg“ will diese Lücken schließen durch die systematische Erfassung, Erforschung und Aufarbeitung der Baugeschichte des Westchors. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Ausstattung des Chors: Gerade die zwölf Stifterfiguren, unter ihnen das zur „deutschen Ikone“ gewordene Bildnis der Markgräfin Uta, sind Hauptanziehungspunkte für viele Besucher Naumburgs – Touristen wie Kunsthistoriker. Ziel des Kollegs ist es, auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse ein Konzept für eine vorbeugende Konservierung der Kunstwerke zu erarbeiten und zugleich Strategien für ein Erfolg versprechendes Kulturmarketing zu entwickeln. Durch die praktische Arbeit erhalten elf beteiligte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler die Chance eines umfassenden interdisziplinären Wissenserwerbs und Erfahrungsaustausches mit Experten aus der Kulturguterschließung und -erhaltung.

Das „Naumburg Kolleg“ ist ein Kooperationsprojekt mit Beteiligung unter anderem der Hochschule für Bildende Künste Dresden, der LMU, der Universität Leipzig, Universität Münster sowie der Technischen Universität München.

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