Ludwig-Maximilians-Universität München
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Neuartiges Rasterelektronenmikroskop geht in Betrieb

München, 22.07.2009

Ein einzigartiges hochauflösendes Rasterelektronenmikroskop mit fokussiertem Ionenstrahl (FIB) - das erste dieser Art weltweit – wird am heutigen Mittwoch am Department Biologie I der LMU in Betrieb genommen.

Mit dem Gerät AURIGA(tm) der Firma ZEISS können Gewebe, Zellen und sogar Zellstrukturen dreidimensional rekonstruiert werden. Bildgebende Verfahren wie die Mikroskopie gewinnen in den Lebenswissenschaften an Bedeutung, weil sie - dank rasant fortschreitender Technik - immer tiefere und detailliertere Einblicke in biologische Strukturen erlauben.

Die Elektronenmikroskopie bildet dabei mit sehr viel kleineren Wellenlängen als die Lichtmikroskopie ab und erreicht so eine ungleich höhere Auflösung: Das neue System bildet auch gefrorene Proben mit einer Auflösung bis zu 1,1 Nanometer (1 Nanometer = 1 Millionstel Millimeter) ab und ermöglicht dabei gleichzeitig eine Elementanalyse. Es erreicht zudem eine einmillionenfache Vergrößerung. Zum Vergleich: Die Grenze liegt in der Lichtmikroskopie bei etwa 2000:1. Bei Rasterelektronenmikroskopen tastet ein dünner Elektronenstrahl die Oberfläche des Untersuchungsobjekts ab. Der fokussierte Ionenstrahl des neuen Geräts kann jedoch auch hauchdünne Schichten mit nur fünf Nanometern Dicke von biologischen Proben „abschneiden“; somit ist ein einzigartiger Einblick in die Untersuchungsobjekte möglich. Hohlräume z. B. in den Chromosomen (die die DNA enthalten) und auch die Verteilung von gold markierten Makromolekülen können somit dreidimensional dargestellt werden.

Ansprechpartner:
Prof. Gerhard Wanner
AG Ultrastrukturforschung am Biozentrum der LMU
Tel.: 089 / 2180 – 74400
E-Mail: wanner@lrz.uni-muenchen.de

 

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