Ludwig-Maximilians-Universität München
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LMU-Spin-offs beim Münchener Business Plan Wettbewerb erfolgreich

München, 30.07.2009

Die dritte und letzte Stufe des Münchener Business Plan Wettbewerbs 2009 („Excellence Stage“) ist am 30. Juli mit einer feierlichen Prämierung in Unterschleißheim bei München abgeschlossen worden. Dabei wurden von den insgesamt sechs Preisen gleich zwei an Spin-off Unternehmen aus der LMU vergeben: Das Team Chromotek errang den 1. Platz in der Kategorie „Marathon“ (größerer Kapitalbedarf), in der Kategorie „Sprinter“ (Markteintritt innerhalb 18 Monaten) wurde das Team Nanotemper Technologies mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Die Preise sind mit 15.000 (1. Platz) bzw. 10.000 Euro (2. Platz) dotiert. Insgesamt waren 73 Beiträge eingereicht worden, von denen 13 Einreichungen aus der LMU stammen. Damit konnte die höchste Beteiligungsrate von allen Hochschulen erzielt werden. Mit zwei prämierten und zwei nominierten LMU-Teams von insgesamt 14 Nominierungen, erzielte die LMU auch in diesem Bereich das beste Ergebnis.

Chromotek entwickelt und vertreibt auf der Basis der Chromobody-Technologie vielseitig einsetzbare und zuverlässige Forschungsreagenzien: Nanotraps und Chromobodies. Nanotraps werden bereits erfolgreich und effizient zur Isolierung und zum Nachweis zellulärer Bestandteile in der Proteomforschung eingesetzt. Mit Chromobodies können zum ersten Mal zelluläre Zielstrukturen in Echtzeit in lebenden Zellen nachgewiesen werden. Ziel ist es, mit der Chromobody-Technologie neue Maßstäbe in der biomedizinischen Forschung und pharmazeutischen Wirkstoffentwicklung zu setzen. Das Team Chromotek hat seinen Ursprung im Department Biologie II und Biozentrum der LMU. Den ersten Preis nahmen Dr. Ulrich Rothbauer, Katrin Schmidthals, Jonas Helma, Dr. Octavian Schatz, und Kourosh Zolghadr bei der Prämierung entgegen.

Basierend auf dem vom Team Nanotemper neu entwickelten Verfahren „Microscale Thermophoresis“ können Biomolekülwechselwirkungen präzise untersucht werden. Die Analyse von kleinsten Molekülen und Messungen direkt im Blutserum ermöglichen eine sehr viel effizientere Medikamentenentwicklung als dies bisher möglich ist. Wenig wirksame Substanzen können so deutlich früher erkannt werden, ohne dass sie in teuren Klinischen Phasen getestet werden müssen. Das Unternehmen, das seine Wurzeln in der Fakultät für Physik der LMU und am Center for NanoScience (CeNS) hat, bietet Dienstleistungen an und vertreibt ab Ende 2009 ein Messgerät. Mit dem zweiten Platz wurden Philipp Baaske, Dr. Stefan Duhr und Christoph Wienken ausgezeichnet.

Der Münchener Business Plan Wettbewerb (MBPW) ist eine Initiative von Wirtschaft, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Er fördert die Gründungsbereitschaft auf breiter Basis und unterstützt die Gründung innovativer Unternehmen – mit einem Schwerpunkt im Technologiebereich.

Weitere Informationen:
www.mbpw.de und www.uni-muenchen.de/forschung/wiss_transfer/gruenderbuero/wettbewerbe/mbpw/index.html

 

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