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Neue Humboldt-Stipendiaten an der LMU

München, 22.10.2008

Erneut haben sich Humboldt-Stipendiaten für einen Forschungsaufenthalt an der LMU entschieden. Professor Moon-Hyuck Ho, Professor Jung Hoo Oh, Professor Robert Coe, Professor Bruce Wells, Dr. Dominik Markl, Dr. Jimena Ruiz sowie Dr. Cordula Grewe forschen für einige Monate finanziert von der Alexander von Humboldt-Stiftung als Stipendiaten an der LMU. Mit einem Bundeskanzler-Stipendium versehen kommt Ye Lu als Gast nach München. Die Alexander von Humboldt-Stiftung ermöglicht hoch qualifizierten promovierten ausländischen Nachwuchswissenschaftlern, ein Forschungsvorhaben eigener Wahl in Deutschland durchzuführen und den jeweiligen deutschen Gastgeber selbst auszuwählen. Daher ist die Anzahl der Humboldt-Stipendiaten ein wichtiger Indikator für internationale Kontakte und Reputation.

Über die Forschungsstipendiaten:

Professor Moon-Hyuck Ho ist der Gründungsdekan der Seoul National University Law School, die im Jahre 2007 errichtet wurde. Er hat den Bachelor of Law (LL.B.) und den Master of Law (LL.M.) an der Seoul National University erworben und ist an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg promoviert worden. Als Humboldt-Forschungsstipendiat hat er bisher die überwiegende Zeit an seiner Alma Mater in Freiburg verbracht. Auf erneute Einladung der Humboldt-Stiftung war er in diesem Sommer für drei Monate erstmalig am Institut für Internationales Recht der LMU. Forschungsschwerpunkte der Arbeiten von Professor Ho liegen im Bereich des Zivilprozessrechts und der Prozessrechtsvergleichung.

Professor Jung-Hoo Oh hat ebenfalls den LL.B. und den LL.M. an der Seoul National University erworben und ist an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg promoviert worden. Der Schwerpunkt ihrer Studien liegt im rechtsvergleichenden und internationalen Zivilverfahrensrecht. Aufgrund eines einjährigen Forschungsstipendiums der Humboldt-Stiftung arbeitet Professor Oh seit September 2008 am Institut für Internationales Recht der LMU. Zu ihrem Forschungsplan gehört unter anderem eine umfangreiche rechtsvergleichende Studie zur Bedeutung von Gegenansprüchen und Zurückbehaltungsrecht im Zivilprozessrecht und in der Vollstreckung.

Professor Robert Coe wurde 1966 an der University of California, Berkley, in Geophysik promoviert. Seit 1968 forscht und lehrt er am Department of Earth and Planetary der University of California, Santa Cruz. Er kommt auf Einladung der Sektion Geophysik des Departments für Geo- und Umweltwissenschaften an die LMU. Während seines Aufenthalts in München wird sich Professor Coe mit der Erforschung des geomagnetischen Feldes der Erde beschäftigen. Ein besonderes, heute noch nicht völlig verstandenes geophysikalisches Phänomen ist die Umpolung des Erdmagnetfeldes, die im Laufe der Erdgeschichte häufig und in unregelmäßigen Abständen stattgefunden hat – zum letzten Mal vor etwa 780.000 Jahren. Robert Coe will mit seiner Forschung zum besseren Verständnis der Umpolung beitragen.

Professor Bruce Wells vom Department Theologie an der Saint Joseph’s University in Philadelphia, Pennsylvania forscht als Gast des Lehrstuhls für Alttestamentliche Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät (Professor Eckart Otto). Bruce Wells wurde 2003 an der Abteilung Near Eastern Studies der John Hopkins University in Baltimore, Maryland, promoviert. Seine Dissertation trägt den Titel: „The Law of Testimony in the Pentateuchal Codes.” Bruce Wells wird an der LMU zu den Rechtssystemen des biblischen Israel und Mesopotamiens forschen.

Dr. Dominik Markl ist ebenfalls zu Gast am Lehrstuhl für Alttestamentliche Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät. promovierte mit Auszeichnung an der Universität Innsbruck. Seine Dissertation wurde mit dem „Kardinal-Innitzer-Förderungspreis“ und dem „Anerkennungspreis der Jury des Preises des Fürstentums Liechtenstein für herausragende wissenschaftliche Forschungen an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck“ ausgezeichnet.

Dr. Jimena Ruiz von der Buenos Aires University, Argentinien, forscht für ein Jahr über Stressregulation bei Bakterien in der Arbeitsgruppe von Professor Kirsten Jung an der Fakultät für Biologie, Bereich Mikrobiologie. In ihren Arbeiten an der LMU widmet sie sich insbesondere der transkriptionellen Regulation von lysP, einem Gen, das für ein Lysin-Transportprotein kodiert. LysP besitzt eine doppelte Funktion und fungiert in dem Darmbakterium Escherichia coli sowohl als Co-Sensor für die Verfügbarkeit von externem Lysin als auch als Transporter für diese Aminosäure. Mit ihren Arbeiten will Jimena Ruiz einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis der Säureadaptionsmechanismen bei Bakterien leisten. Darüber hinaus sind neue Erkenntnisse zur Regulation eines Aminosäuretransportproteins für die biotechnologische Produktion von L-Lysin von großer Bedeutung. Jimena Ruiz hat im Jahr 1999 ihr Biologie-Studium in Buenos Aires abgeschlossen und wurde 2005 promoviert.

Die Kunsthistorikerin Dr. Cordula Grewe, Associate Professor an der Columbia University New York mit Schwerpunkt deutsche Malerei des 19. Jahrhunderts, kommt als Forschungsstipendiatin der Alexander von Humboldt Stiftung an das Institut für Kunstgeschichte. Sie studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Mittellatein an der American University, Washington D.C. und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wo sie 1998 promoviert wurde. Sie erhielt mehrere Stipendien, darunter einen Fulbright Award (1991–1993) und ein Doktorandenstipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung (1994–1997).

Ye Lu vom Institute of Asian Studies der Nanjing Universität, China, hat ein Bundeskanzler-Stipendium erhalten. Sie wird vom 1. Oktober 2008 bis 31. August 2009 am Institut für Sinologie unter der Betreuung von PD Dr. Ralph Kauz und Professor Hans van Ess als Gastwissenschaftlerin tätig sein. Der Titel ihres Forschungsprojekts lautet: „Die deutsche Erforschung des Islams in Chinesisch-Turkestan: Die Dokumentensammlung Martin Hartmanns“ Das Stipendium steht unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin.

 

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