Ludwig-Maximilians-Universität München
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Forschungsprojekt zum Flussgebietsmanagement

München, 04.06.2009

Ein neues gemeinschaftliches Forschungsprojekt des Freistaates Bayern und der kanadischen Provinz Quebec befasst sich mit Veränderungen des Wasserhaushalts durch den Klimawandel. Forscher vom Department für Geographie der LMU sowie Experten des Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz und ihre kanadischen Kollegen wollen Konzepte entwickeln, um das Flussgebietsmanagement an den Klimawandel anzupassen und so Möglichkeiten für eine nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser zu finden. Im Fokus der Wissenschaftler stehen vier Flussgebiete – in Bayern die von Isar und Regnitz, in Quebec die Gebiete von Gatineau und Saint Francois. Zentrale Themen sind vor allem die Anpassung des Hoch- und Niedrigwasserschutzes sowie eine vorausschauende Ressourcennutzung.

Das Forscherteam der LMU um den Leiter des Projekts, Professor Ralf Ludwig, sowie seinen Kollegen Professor Wolfram Mauser, wird mit Hilfe komplexer Computersimulationen Szenarios entwerfen, die zeigen sollen, wie sich zukünftig die Klimaveränderung auf den Wasserhaushalt in den beiden Regionen auswirkt. Mit den Daten können die Entwicklungen einzelner Flussgebiete im Detail modelliert und Auswirkungen von Anpassungsmaßnahmen abgeschätzt werden.

Bereits im Jahr 2007 wurde von den Umweltministern Quebecs und Bayerns eine Zusammenarbeit in der Klimaforschung vereinbart, die durch das neue, vom Freistaat mit rund 550.000 Euro geförderte Projekt noch erweitert wird. Ein Grund für die Zusammenarbeit ist unter anderem, dass beide Regionen weltweit zu den wasserreichsten Gebieten gehören. 

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