Ludwig-Maximilians-Universität München
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Wie das Gehirn der Rede Antwort steht

Neue Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe an der LMU

München, 04.02.2009

Dr. Nicholas Lesica wird am Biozentrum der LMU eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe einrichten. Die Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) läuft über fünf Jahre und soll herausragenden Nachwuchsforschern den Weg in eine frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit eröffnen. Lesica studierte Elektrotechnik und Computerwissenschaft am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und promovierte an der Harvard University. Er arbeitet seit drei Jahren als Postdoktorand am Münchener „Bernstein Center for Computational Neuroscience“ in der Arbeitsgruppe von Professor Benedikt Grothe, Direktor des Departments Biologie II der LMU.

Lesica wird sich als Gruppenleiter – wie auch schon als Postdoc – der Verarbeitung von Geräuschen im Gehirn widmen. In den letzten Jahrzehnten wurde gezeigt, welche neuronale Aktivität im Gehirn durch Geräusche ausgelöst wird. Davon ausgehend wurden Modelle entwickelt, die eben diese Aktivität als Antwort auf einfache Töne zuverlässig reproduzieren können. „Die menschliche Sprache aber und auch andere Geräusche sind für diese Modelle zu komplex“, berichtet Lesica. „Es gibt nun Hinweise, dass die Verarbeitung in diesen Fällen nur verstanden werden kann, wenn die neuronale Aktivität direkt beobachtet wird. Ich werde also mit Hilfe fortschrittlicher experimenteller Technologie die Aktivität in bestimmten Neuronengruppen untersuchen, während natürliche Geräusche präsentiert werden – um dann hoffentlich auch für komplexe Geräusche Modelle entwickeln zu können.“

Ansprechpartner:
Dr. Nicholas Lesica
Tel.: 089 / 2180 – 74354
Fax: 089 / 2180 – 74304
E-Mail: lesica@bio.lmu.de

 

 

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