Ludwig-Maximilians-Universität München
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Professor Cremer erhält Schleiden-Medaille

München, 02.10.2009

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften hat Professor Thomas Cremer, Lehrstuhlinhaber für Anthropologie und Humangenetik an der LMU, heute die Schleiden-Medaille verliehen. Professor Cremer erhielt die Auszeichnung, die die Leopoldina für hervorragende Erkenntnisse auf dem Gebiet der Zellbiologie vergibt, im Rahmen der Eröffnung der Leopoldina Jahresversammlung am 2. Oktober 2009 in Halle. Ausgezeichnet wurden vor allem Cremers prägende Arbeiten auf dem Gebiet der Zellkernarchitektur. Sein zentrales Thema war stets die Lage der Chromosomen im Zellkern bei Eukaryonten. Cremer vermutete, dass die Chromosomen im Zellkern – auch in der Interphase – nicht zufällig verteilt sind, sondern eine bestimmte, möglicherweise zelltypspezifische Topographie haben. Diese Vermutung hat er durch eine Fülle von Daten belegt, die heute zum allgemein akzeptierten Wissen gehören. Lage und Struktur der Chromosomenterritorien haben Bedeutung für die Regulierung der Genexpression und für das neue Gebiet der Epigenetik.

Professor Cremer ist seit 2006 Mitglied der Leopoldina-Sektion Humangenetik und Molekulare Medizin.
Die Schleiden-Medaille, benannt nach dem Akademie-Mitglied Matthias Jacob Schleiden (1804-1881), Botaniker und Mitbegründer der Zelltheorie, wird seit 1955 von der Leopoldina für hervorragende Erkenntnisse auf dem Gebiet der Zellbiologie vergeben.

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