Ludwig-Maximilians-Universität München
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Das CIH-LMU Center for International Health wird eröffnet

München, 02.11.2009

Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) eröffnet am Donnerstag, 5. November, offiziell das neue interdisziplinäre Center for International Health (CIH-LMU), dass vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) mit fünf Millionen Euro gefördert wird. Vier Fakultäten und zwölf Institute der LMU arbeiten im CIH-LMU gemeinsam mit mehr als 50 beteiligten Universitäten, Ministerien und Organisationen in Entwicklungsländern, indem sie Bildung und Forschung im Gesundheitssektor dieser Länder stärken. Im Fokus stehen dabei die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, insbesondere die Bekämpfung lebensbedrohlicher Krankheiten, die Senkung der Kindersterblichkeit und die Verbesserung der Gesundheit der Mütter. Da in den meisten Entwicklungsländern ein akuter Mangel an Gesundheitspersonal herrscht, konzentriert sich das CIH-LMU auf die Ausbildung von Ärzten, Hochschullehrern und Forschern um die Erreichung dieser Ziele zu unterstützen.

Das CIH-LMU wird im Rahmen des Wettbewerbs „Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit“ vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) gefördert. Dieser wurde vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammmenarbeit und Entwicklung (BMZ) ausgeschrieben, um die Bildungszusammenarbeit mit Entwicklungsländern zu stärken. Danach stehen der LMU und ihren Partneruniversitäten für den Aufbau des CIH-LMU in den nächsten fünf Jahren fünf Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Koordiniert wird das CIH-LMU durch einen Vorstand der vier Hauptprojekte aus der Chirurgischen Klinik Innenstadt, der Kinderkardiologie, dem Institut für Arbeitsmedizin und der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin der LMU, dem Sitz des CIH-LMU.

Das CIH-LMU baut auf einer über 20-jährigen Forschungskooperation der LMU mit Entwicklungsländern auf, wie das Tansania-Projekt, das von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ ausgewählt wurde und zeitgleich mit der Eröffnung des CIH-LMU die Auszeichnung als einer von 365 Orten im Land der Ideen erhält. Das Tansania-Projekt, heute Mbeya Medical Research Programme genannt, ist 1995 aus einem HIV-Interventionsprogramm des Tropeninstituts und des BMZ entstanden und ist eines der größten Forschungszentren Afrikas. Hier führen Forscher Projekte von der Grundlagenforschung über die klinische Erprobung neuer Medikamente und Impfstoffe gegen HIV und Tuberkulose bis hin zu der Einführung neuer Konzepte in den Gesundheitssystemen der Entwicklungsländer durch. Diese Verknüpfung von Grundlagenforschung, deren Nutzen oft erst in Jahrzehnten spürbar ist, und von gleichzeitig sehr praktisch orientierter Verbesserung der Gesundheitsversorung ist weltweit einzigartig und stellt den Grund für die Auszeichnung durch die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ dar.

In der Kombination von exzellenter Forschung und wissenschaftlicher Ausbildung am neu gegründeten CIH-LMU verfügt die LMU nun über das Potential, nicht nur Forschung in Entwicklungsländern durchzuführen, sondern auch die lokalen Forscher weiter auszubilden und so zu nachhaltiger Entwicklung beizutragen. Die LMU folgt hierbei dem Vorbild anderer großer internationaler Universitäten wie Harvard oder John’s Hopkins, die alle internationale Forschung mit international zugänglichen Fortbildungsprogrammen verbinden und so die weltweite Sichtbarkeit erhöhen.

Hinweis für Medienvertreter:
Bei Interesse können Sie gerne am Festakt am 5. November 2009, ab 18.30 Uhr, im Senatssaal des Universitäts-Hauptgebäudes, Geschwister-Scholl-Platz 1, teilnehmen. Anmeldung bitte über PD Dr. Hoelscher.

 

Ansprechpartner:
Dr. Michael Hoelscher
Sprecher des Center for International Health LMU
Abteilung Infektions- und Tropenmedizin
Tel.: 089 / 2180 – 3517
E-Mail: Hoelscher@lrz.uni-muenchen.de
Web: www.cih.lmu.de

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