Ludwig-Maximilians-Universität München
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Beruhigende Wirkung ohne Abhängigkeit

Neuer Mechanismus für Medikamente bei Angsterkrankungen

München, 19.06.2009

Jeder siebte Bundesbürger entwickelt im Laufe seines Lebens eine Angsterkrankung, die therapiert werden muss. Gängige angstlösende Medikamente (Anxiolytika) basieren auf der Wirkstoffklasse der Benzodiazepine. Diese beruhigen die Patienten und verringern rasch die Angstgefühle. Unerwünschte Nebenwirkungen, wie Müdigkeit, Medikamententoleranz und Entzugsprobleme machen eine langfristige Einnahme jedoch problematisch. Wissenschaftler um Professor Rainer Rupprecht von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und Max-Planck-Fellow am Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie, konnten nun erstmals den Nachweis erbringen, dass über einen neuartigen Mechanismus auf der Grundlage von Neurosteroiden, welche sich vom Hormon Progesteron ableiten, neue Anxiolytika entwickelt werden können. Ein solches Medikament zeigte im Tierexperiment sowie in einer klinischen Studie deutlich weniger Nebenwirkungen. (Science Express, 18. Juni 2009)

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