Ludwig-Maximilians-Universität München
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International Summer School im Promotionsstudiengang „Literatur“

München, 04.08.2008

Welcher ästhetischen Strategien bedient sich die Literatur im Zeichen des Widerstandes? Was heißt es, wenn ein Text explizit „Position bezieht“, und inwiefern stellt er sich für die Interpretation somit immer schon als kontextgebunden aus? Inwieweit hat ein Text die Macht, tatsächlich in das Weltgeschehen einzugreifen?

Das sind nur einige der Fragen, denen sich die Summer School des Promotionsstudiengangs Literaturwissenschaft zum Thema “Resisting Texts 1900-2008” – „Die Widerständigkeit der Texte 1900-2008“ widmet. Zwei Wochen lang werden insgesamt sechzehn Doktoranden und Post-Docs von der LMU und aus aller Welt gemeinsam das Widerstandspotential von künstlerischen Texten untersuchen. Die thematischen Schwerpunkte reichen von der Frage, wie sich die Widerständigkeit von Texten in der Fiktionalisierung von Geschichte manifestiert und auf welche Weise Kunstwerke die Realität fiktional aufladen, indem sie sich Zeichen aus kommerziellen Kontexten – wie etwa Markenbotschaften – aneignen bzw. diese unterlaufen,  über die Untersuchung von Texten, denen eine Widerständigkeit gegenüber der Zeit inhärent ist, bis hin zur Beschäftigung mit lebensweltlichen Reaktionen auf (wider-)ständige Texte, wie etwa in juristischen Diskursen und richterlichen Urteilen oder im Rahmen von Zensur.

Eingeleitet werden die einzelnen Themenblöcke durch Impulsreferate von renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an der LMU und von verschiedenen Partneruniversitäten. Das Konzept der Summer School sieht aber vor, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglichst viel Raum für Diskussion und Reflexion zu lassen.

Die Summer School wird in den nächsten beiden Jahren fortgesetzt. Übergeordnetes Thema dieser drei Summer Schools ist dabei „Fiction and Reality. Exploring Positions in a Complex Relationship“.

 

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse