Ludwig-Maximilians-Universität München
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Symposium zum „Schrecken des Anfangs“

München, 19.12.2008

Am Anfang steht ein Mord: Romulus erstach seinen Bruder Remus im Streit über die Gründung der neuen Stadt – so erzählt es der Mythos. Dem Anfang von Gesellschaft, Staat, Religion oder Kultur wohnt oft ein Schrecken inne, der meist in mythischen Erzählungen überliefert wurde. Mit dem Beginn der Moderne schienen diese Gründungsmythen in den Hintergrund zu treten und rationalen Deutungsmustern Platz zu machen. Doch die historische Erfahrung lehrt, dass auch die Anfänge der Moderne von Gewalt gezeichnet sind. Diesen „Schrecken des Anfangs“ nimmt ein Symposium der DFG-Forschergruppe „Anfänge (in) der Moderne“ an der LMU in den Blick. Es findet vom 8. bis 10. Januar 2009 im Literaturhaus München statt.

Neuanfänge sind oft mit Traumata voraus liegender Zerstörungen und Kriege belastet, und Gründungsakte sind häufig und bis in die Gegenwart mit Akten der Gewalt verschränkt, wie immer diese dargestellt, motiviert oder legitimiert werden mag. Das Symposium fragt nach den verborgenen oder offensichtlichen, abgestrittenen oder eingestandenen Verbindungen von Gründung und Gewalt. Diskutiert werden Formulierungen und Reflexionen dieses Zusammenspiels in Kunst, Literatur und Philosophie. Vorträge widmen sich beispielsweise dem Thema „Attentat als Gründungsakt“, der „Genealogie des okzidentalen Terrordiskurses“, interpretieren antike Ursprungserzählungen neu oder fragen nach dem Umgang mit Elementen der Gewalt und des Grauens in der Literatur um 1900.

Interessierte werden gebeten, sich per E-Mail unter michael.ott@germanistik.uni-muenchen.de anzumelden.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen finden Sie unter www.forschergruppe-anfaenge.lmu.de/veranstaltungen.htm.

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