Ludwig-Maximilians-Universität München
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Chronische Darmentzündung Morbus Crohn

Patienten profitieren von neuartiger Kombinationstherapie

München, 18.03.2008

Morbus Crohn ist eine chronische Entzündung des Darms, die zu schwerwiegenden Veränderungen am Organ – und massiven Beschwerden der Betroffenen – führen kann. Die meisten Patienten werden bei akuten Symptomen mit Cortison oder verwandten Präparaten behandelt. Damit können die Beschwerden in der Regel gut kontrolliert werden, allerdings entwickeln manche Patienten eine Resistenz gegen die Wirkstoffe – oder sie werden davon abhängig. Zudem ist eine Langzeittherapie mit diesen Präparaten mit einer erhöhten Sterblichkeit verbunden. Bei Komplikationen wird deshalb meist mit immunhemmenden Medikamenten therapiert, die allerdings nur eingeschränkt wirksam sind und deshalb eher spät in die Behandlung eingeführt werden. In einer großen internationalen Studie hat ein Forscherteam, dem auch Privatdozent Dr. Thomas Ochsenkühn vom Klinikum der Universität München als einzigem deutschen Zentrum, angehört, nun die Effizienz einer früh verabreichten Kombination aus Immunsuppressiva mit der Wirksamkeit der konventionellen Cortison-basierten Therapie verglichen. Wie in der Fachzeitschrift „The Lancet“ berichtet, zeigte sich dabei die Kombinationstherapie auch langfristig überlegen – was bei künftigen Therapieentscheidungen berücksichtig werden sollte.

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