Ludwig-Maximilians-Universität München
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Neuberufen

München, 30.04.2008

Prof. Dr. Heidrun Gehlen
Tierärztliche Fakultät
Heidrun Gehlen ist im März 2008 zur Professorin für das Fachgebiet Innere Medizin beim Pferd an der LMU berufen worden. Heidrun Gehlen, Jahrgang 1969, studierte von 1990 bis 1995 Veterinärmedizin an der LMU und der Tierärztlichen Hochschule Hannover. 1996 folgte die Approbation an der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo). 1997 schloss Heidrun Gehlen ihre Dissertation zum Thema „Beurteilung von Herzklappeninsuffizienzen mit Hilfe der farbcodierten Vena contracta“ ab und wurde an der TiHo promoviert. 2001 erwarb sie die Berufsbezeichnung „Fachtierarzt für Pferde“ bei der Niedersächsischen Landestierärztekammer Hannover. 2001 arbeitete sie als wissenschaftliche Angestellte an der Klinik für Pferde der TiHo; anschließend bildete sie sich weiter zum Fachtierarzt für Innere Medizin beim Pferd, beteiligte sich an Lehre, Forschung und Doktorandenbetreuung. 2002 wurde Gehlen Oberassistentin in der Pferdeklinik der Universität Bern, wo sie sich an Lehre und Forschung sowie am chirurgischen und internistischen Rufbereitschaftsdienst beteiligte. Von 2003 bis 2007 war sie wissenschaftliche Angestellte an der Klinik für Pferde der Tierärztlichen Hochschule Hannover. 2003 erhielt sie den Diplomatenstatus des European College of Equine Internal Medicine, 2005 die Zusatzbezeichnung „Innere Medizin beim Pferd“ bei der Niedersächsischen Landestierärztekammer Hannover. Seit 2006 ist Heidrun Gehlen Mitglied der European Society of Veterinary Cardiology, im gleichen Jahr habilitierte sie sich und erwarb die Venia legendi für das Fachgebiet Pferdekrankheiten mit der Habilitationsschrift „Kardiale Funktionsdiagnostik beim Pferd unter Belastung“.
Gehlens Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Gebiet der Internistik des Pferdes, insbesondere im Bereich der Kardiologie und der Muskelerkrankungen. Ein weiterer Fokus gilt der Evaluierung der kardialen Physiologie, einschließlich der Untersuchung des Trainingseinflusses auf kardiale und muskuläre Funktionsparameter. Neben Ihrer Forschungstätigkeit ist Heidrun Gehlen seit über zehn Jahren in der Hochschullehre, insbesondere auf dem Gebiet der Inneren Medizin des Pferdes, tätig. Ihre Qualifikation in der Lehre hat sie durch die Teilnahme an zahlreichen hochschuldidaktischen Seminaren sowie durch die erfolgreiche Teilnahme an einem zweijährigen hochschuldidaktischen Lehrgang erworben.

Prof. Dr. Karl Sotlar
Medizinische Fakultät
Karl Sotlar ist seit Dezember 2007 Professor für Hämatopathologie und Leitender Oberarzt am Pathologischen Institut der LMU. Sotlar, Jahrgang 1965, studierte von 1986 bis 1993 Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Von 1993 bis 1994 war er Arzt im Praktikum am Institut für Pathologie der Eberhard Karls Universität Tübingen, im selben Jahr folgte die Approbation als Arzt. Ab 1995 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pathologie der Universität Tübingen, 1996 wurde er mit dem Thema „Das differenzierte Schilddrüsenkarzinom: Eingeschränkte Operationsradikalität und deren klinische Relevanz am Beispiel des papillären und follikulären Schilddrüsenkarzinoms“ promoviert.
1997 absolvierte er ein Klinisches Jahr an der Universitäts-Frauenklinik Tübingen, seit 2001 ist Karl Sotlar Facharzt für Pathologie. 2002 schloss er die fakultative Weiterbildung „Molekularpathologie“ ab, seit 2004 war er Geschäftsführender Oberarzt am Institut für Pathologie der Universität Tübingen. 2005 habilitierte er sich mit einer Schrift im Fachgebiet Allgemeine Pathologie, pathologische Anatomie und molekulare Pathologie mit dem Titel „Molekularpathologische Analyse neoplastischer Mastzellen unter besonderer Berücksichtigung der neuen WHO Klassifikation mastzellartiger Neoplasien“. Seine weiteren wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Gynäkopathologie. Sotlar ist unter anderem Träger des Rudolf-Virchow-Preises der Deutschen Gesellschaft für Pathologie. Als Standortbeauftragter für das Tumorbanking ist er maßgeblich an der Planung der jetzt von der Deutschen Krebshilfe geförderten Tumorbank des Südwestdeutschen Tumorzentrums CCC in Tübingen beteiligt.

Prof. Dr. Olav Hackstein
Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaft
Professor Olav Hackstein ist seit Anfang 2008 Inhaber des Lehrstuhls für Historische und Indogermanische Sprachwissenschaft an der LMU. Hackstein, geboren 1962, studierte von 1983 bis 1987 Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft, Klassische Philologie und Indologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Von 1985 bis 1990 war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, von 1987 bis 1988 DAAD-Stipendiat an der University of Pennsylvania in Philadelphia. 1989 unterrichtete Hackstein ebendort als Visiting lecturer am Department of Linguistics. In den Jahren 1989 und 1990 legte er das Erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Latein und Altgriechisch ab, 1993 folgte die Promotion an der Universität Freiburg. Von 1993 bis 2004 war er wissenschaftlicher Assistent und Oberassistent am Institut für Sprachwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle.
1999 habilitierte Hackstein sich mit der Arbeit „Die Sprachform der homerischen Epen“ und erhielt die Venia Legendi in Historisch-Vergleichender Sprachwissenschaft und Indogermanistik an der Martin-Luther-Universität Halle. 2006 wurde seine Venia Legendi erweitert um das Fachgebiet Allgemeine Sprachwissenschaft. 2006 und 2007 übernahm er Vertretungen der vakanten Professur für Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft an der LMU.
Hacksteins Lehr- und Forschungsgebiete reichen von der historischen und allgemeinen Sprachwissenschaft über die lateinische und griechische Sprachgeschichte bis zur Indologie und Zentralasienkunde. In mehreren Publikationen zur historischen Syntax hat er eine Verbindung der Historisch-Vergleichenden Sprachwissenschaft mit der Sprachtypologie und allgemeinen Sprachwissenschaft erprobt, eine Synthese, die zur Verfeinerung der Methoden der syntaktischen Rekonstruktion beigetragen hat. Neben den Forschungen zur Rekonstruktion der indogermanischen Sprachgeschichte stand für ihn stets auch Grundlagenarbeit im Vordergrund, etwa die Entschlüsselung des Verbalsystems des Tocharischen, einer Anfang des vergangenen Jahrhunderts neu entdeckten indogermanischen Sprache Zentralasiens.
An der  LMU ist Olav Hackstein Koordinator des Zentrums Historische Sprachwissenschaften (ZHS), einer fakultätsübergreifenden Arbeitsgemeinschaft von derzeit 13 Instituten beziehungsweise Fächern mit historisch-linguistischem und historisch-philologischem Schwerpunkt. Er freut sich darauf, über das ZHS die Vernetzung von historischer und allgemeiner Sprachwissenschaft, Sprachtypologie und Philologie in Forschung und Lehre weiterzuentwickeln.

Prof. Dr. Andreas Georgi (Honorarprofessur)
Fakultät für Betriebswirtschaft
Prof. Dr. Andreas Georgi ist seit dem 22. Februar Honorarprofessor für Führungs- und Steuerungsprobleme von Unternehmungen an der Fakultät für Betriebswirtschaft.
Georgi, geboren 1957, studierte nach einer Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Dresdner Bank von 1979 bis 1983 Wirtschaftsingenieurwesen an der Technischen Hochschule Darmstadt. Anschließend war er zwei Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Finanz- und Steuerrecht an der TU Darmstadt. Gleichzeitig erarbeitete er eine Dissertation zur Berücksichtigung von Steuern in der Investitionsplanung.
Anschließend kehrte Georgi wieder in das Bankwesen zurück, wo er bis heute sehr erfolgreich arbeitet; seit dem Jahr 2000 ist er ordentliches Vorstandsmitglied der Dresdner Bank AG. Seit 1995 ist Georgi zudem Lehrbeauftragter im Fachgebiet Controlling an der LMU. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Fähigkeiten und seiner genauen Kenntnis der Wirtschaftspraxis aus seiner Vorstandstätigkeit sowie mehreren Aufsichtsratspositionen kann er den Studierenden ein hervorragendes aktuelles Wissen und Einblicke insbesondere in strategische Zusammenhänge und Entscheidungen vermitteln.
Neben der langjährigen Lehrtätigkeit an der LMU war Dr. Georgi auch durch eine Reihe weiterer Aufsätze und eine Vielzahl von Zeitungsbeiträgen wissenschaftlich tätig.

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse