Ludwig-Maximilians-Universität München
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Neuberufen

München, 29.02.2008

Prof. Dr. Lukas Schmidt-Mende
Fakultät für Physik

Lukas Schmidt-Mende, Jahrgang 1972, hat zum 1. November eine Professur am Lehrstuhl für Photonik und Elektronik der Fakultät für Physik an der LMU angetreten. Hier gründet er eine Arbeitsgruppe im Bereich der Nanowissenschaften im Exzellenzcluster „Nanosystems Initiative Munich (NIM)“. Schmidt-Mende studierte an der RWTH Aachen und an der Universität Heidelberg Physik, bevor er 1999 für seine Doktorarbeit an die Universität Cambridge in die Arbeitsgruppe von Sir Richard Friend im Department für Physik wechselte. Das Thema seiner Arbeit: organische Solarzellen. Anschließend arbeitete er an der Technischen Hochschule Lausanne in der Gruppe von Professor Michael Grätzel, dem Pionier auf dem Gebiet der farbstoffsensibilisierten Solarzellen. Von 2003 bis 2005 war er Emmy-Noether-Stipendiat. 2005 ging er als Postdoktorand des Marie Curie-Programms nach Cambridge, wo er am Materials Science Department Nanostrukturen für Solarzellenanwendungen erforschte. Zuletzt leitete er in Cambridge als Royal Society University Research Fellow eine Gruppe am Department für Materials Science.
Schmidt-Mende ist Experte für nanostrukturierte Solarzellen. Bei diesen werden Polymere oder Moleküle mit halbleitenden Eigenschaften anstelle der in herkömmlichen Solarzellen verwendeten Halbleiter eingesetzt. Dieses junge Forschungsgebiet ist besonders vielversprechend, da es einige bisher unerklärte Prozesse betrachtet. Deren Verständnis soll zu kostengünstigen Solarzellen führen, die als bezahlbare erneuerbare Energiequellen dienen können. Mit Schmidt-Mendes Rückkehr nach München werden die schon vorhandenen exzellenten Kapazitäten der „Nanosystems Initiative Munich“ weiter gestärkt, insbesondere im Bereich der alternativen Energieformen. An der LMU freut sich Mende „auf eine spannende und herausfordernde Tätigkeit in einer in jeder Hinsicht exzellenten Umgebung“.

 

Prof. Dr. Günther Eissner
Medizinische Fakultät

Günther Eißner, geboren 1964, ist seit Januar 2008 Professor für Interdisziplinäre Stammzellforschung am Klinikum der LMU, Standort Großhadern. Die Professur wird von der Else-Kröner Fresenius-Stiftung gefördert. Eißner studierte von 1984 bis 1988 Humanbiologie (theoretische Medizin) an der Philipps-Universität Marburg. Von 1990 bis 1992 führte er die Experimente zu seiner Promotion („HIV und zelluläre Immunantwort“) am Institut für Immunologie der LMU durch und wurde 1992 an der Philipps-Universität Marburg promoviert. Anschließend arbeitete Eißner bis 1997 als Nachwuchswissenschaftler am Institut für Klinische Molekularbiologie des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit (jetzt HelmholtzZentrum) in München. Von 1997 bis 1998 war er wissenschaftlicher Angestellter der Medizinischen Klinik III des Klinikums Großhadern. Anschließend, von 1998 bis 2004, war er als wissenschaftlicher Assistent in der Abteilung Hämatologie und Internistische Onkologie am Klinikum der Universität Regensburg tätig und leitete das Labor für Experimentelle Allogene Stammzelltransplantation. 1999 erhielt er die Lehrbefugnis für das Fach Experimentelle Hämatologie an der Medizinischen Fakultät der LMU, im selben Jahr die Lehrbefugnis für das Fach Experimentelle Hämatologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Regensburg. Seit 2005 ist er außerplanmäßiger Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität Regensburg. Bevor er an die LMU kam, war Eißner von 2004 bis 2007 Head of Biological Research bei der italienischen Healthcare Research Firma Gentium. Er war von 2000 bis 2002 Empfänger eines Heisenberg-Stipendiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft und erhielt 2002 den UICC Yamagiwa-Yoshida Memorial International Cancer Study Grant. Eißner ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI), der European Macrophage & Dendritic Cell Society (EMDS) sowie der American Society of Hematology (ASH).

 

Prof. Dr. Ludger Klein
Medizinische Fakultät

Ludger Klein, Jahrgang 1965, ist seit Dezember 2007 Professor für Zelluläre Immunologie an der LMU. Er studierte Biologie an der Universität zu Köln und schrieb seine Diplomarbeit am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln. Klein erlangte den Titel des Dr. rer. nat. mit praktischen Arbeiten am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und wurde 1997 an der Universität zu Köln promoviert. Von 1997 bis 1999 arbeitete er als Postdoktorand am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg in der Arbeitsgruppe von Bruno Kyewski und von 1999 bis 2002 am Dana-Farber-Cancer-Institute in Boston in der Arbeitsgruppe Harald von Boehmers. Anschließend war er Arbeitsgruppenleiter „T Zell Toleranz“ am Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie in Wien. Ludger Kleins Forschungsschwerpunkt liegt auf dem adaptiven Immunsystem höherer Organismen. Dieses schützt den Körper gegen Infektionen mit zahllosen Krankheitserregern und ist gleichzeitig „selbst-tolerant“ gegenüber körpereigenen Strukturen. Störungen in dieser feinen Balance können sich einerseits als Immundefizienz (Hyporeaktivität) und andererseits als Autoimmunität beziehungsweise Allergie (Hyperreaktivität) manifestieren. Kleins Arbeitsgruppe untersucht, wie immunologische Toleranz innerhalb des CD4 (Helfer) T Zell Repertoire induziert und aufrechterhalten wird. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Rolle des Thymus gelegt. In der Lehre liegt sein Schwerpunkt auf Lymphozytenentwicklung, Immuntoleranz und Tumorimmunologie.

 

Prof. Dr. Torsten Hothorn
Fakultät für Mahtematik, Informatik und Statistik

Torsten Hothorn, Jahrgang 1975, ist seit Dezember 2007 Professor für Biostatistik am Institut für Statistik der LMU. Er beendete im Jahr 2000 sein Studium der Statistik an der Universität Dortmund. Von 2000 bis 2004 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizininformatik, Biometrie und Epidemologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. An der Universität Dortmund wurde er 2003 mit einer Arbeit zum Thema „Gebündelte Klassifikatoren mit einer Anwendung zur Glaukomdiagnose“ promoviert. 2006 habilitierte sich Hothorn an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und erhielt die Lehrbefugnis für Biostatistik.
Seit Oktober 2004 leitet Torsten Hothorn das DFG-Projekt „Ensemble-Methoden zur Verbesserung von Modellen für Regressionsprobleme mit stetigen und zensierten Zielgrößen“. Von Dezember 2004 an war er wissenschaftlicher Assistent am Institut für Medizininformatik, Biometrie und Epidemologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Torsten Hothorns Forschungsschwerpunkte sind die Entwicklung und Anwendung statistischer Verfahren für die Datenanalyse in den Lebenswissenschaften, insbesondere der Medizin und Ökologie. Insbesondere befasst er sich dabei mit der Variablenselektion in hoch-dimensionalen Problemen und mit nicht-parametrischen Verfahren. Im Sommersemester 2007 übernahm er – zunächst vertretungsweise – die Professur für Biostatistik am Institut für Statistik der Fakultät für Mathematik, Informatik und Statistik der LMU.

 

Prof. Dr. Fabienne Liptay
Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften

Fabienne Liptay, geboren 1974, hat seit Oktober 2007 eine Juniorprofessur für Filmgeschichte am Institut für Kunstgeschichte der LMU inne. Die Professur wurde anlässlich der Einrichtung des interdisziplinären Masterstudiengangs „Historische Kunst- und Bilddiskurse“ im Elitenetzwerk Bayern neu geschaffen und erstmals besetzt. Fabienne Liptay studierte Filmwissenschaft, Theaterwissenschaft und Anglistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Von 1999 bis 2001 war sie zudem als freie Mitarbeiterin bei 3sat für die Sendung „Kulturzeit“ tätig. 2002 wurde sie mit der Studie „WunderWelten. Märchen im Film“ promoviert. Am Seminar für Filmwissenschaft der Universität Mainz war Liptay seitdem als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Sie forscht und lehrt zur Geschichte, Theorie und Ästhetik des Films und hat diverse Schriften mit interdisziplinärer Ausrichtung publiziert beziehungsweise mitherausgegeben, darunter „Was stimmt denn jetzt? Unzuverlässiges Erzählen in Literatur und Film“, „Mit allen Sinnen. Gefühl und Empfindung im Kino“ sowie „Bildtheorie und Film“. Darin beleuchtet werden die Beziehungen zwischen Film, Literatur und Bildender Kunst – zuweilen auch im Kontext bildwissenschaftlicher Forschung. In Vorbereitung ist der Sammelband „Kunst und Kognition“, der Sinnbilder aus kunst- und neurowissenschaftlicher Perspektive untersucht. Gemeinsam mit Thomas Koebner gibt sie zudem die Vierteljahresschrift „FilmKonzepte“ im Münchener Verlag edition text + kritik heraus. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Kulturgeschichte und Ästhetik filmischer Räume, die Stilgeschichte des amerikanischen, europäischen und asiatischen Films, dramaturgische Bauformen und Spielarten des Erzählens sowie das Verhältnis von Film, Kunst und Literatur. Fabienne Liptay freut sich auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kollegen und nicht zuletzt auf die Herausforderung, den Bereich filmwissenschaftlicher Forschung an der LMU auf- und auszubauen.

 

Prof. Dr. Andreas Herz
Fakultät für Biologie

Professor Andreas Herz, geboren 1961, ist seit Dezember 2007 Professor für Computational Neuroscience an der Fakultät für Biologie der LMU. Herz studierte Physik am Georgia Institute of Technology und der LMU, wo er 1987 mit dem Diplom abschloss. Zur Doktorarbeit ging er an die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und wurde 1990 mit einer Arbeit zum Thema „Untersuchungen zum Hebbschen Postulat: Dynamik und statistische Physik raumzeitlicher Assoziation“ promoviert. Von 1990 an hatte Herz drei Positionen als Research Fellow inne: Bis 1993 am California Institute of Technology, dann für ein Jahr an der University of Illinois und schließlich bis 1996 an der University of Oxford. 1996 wurde Herz auf eine Professur für Theoretische Biophysik an die Universität Bremen berufen. Von 1997 bis 2007 war er als Professor für die Theorie Neuronaler Systeme am Institut für Theoretische Biologie der HumboldtUniversität zu Berlin tätig und leitete ab 2004 das Berliner Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience. In seinen neurobiologischen Arbeiten kombiniert Herz biophysikalische Modellierungen, numerische Simulationen, physiologische Experimente und theoretische Untersuchungen. Dabei entwickelt er auch neuartige Methoden, die moderne Verfahren der Datenanalyse direkt in das experimentelle Design integrieren. Seine Lehrtätigkeit reicht von mathematischen Grundvorlesungen für Biologen bis zu Spezialveranstaltungen im Bereich „Neuronale Kodierung und Informationstheorie“.

 

Prof. Dr. Elena Conti (Honorarprofessur)
Fakultät für Chemie und Pharmazie

Elena Conti, Jahrgang 1967, hat zum 24. August 2007 eine Honorarprofessur an der Fakultät für Chemie und Pharmazie der LMU angetreten. Elena Conti ist eine weltweit bekannte Kapazität auf dem Gebiet der strukturellen Biochemie. Sie studierte von 1986 bis 1991 Chemie an der Universität Pavia in Italien. Anschließend, von 1992 bis 1996, promovierte sie am Imperial College London bei Professor Peter Brick, einem weithin bekannten Röntgenkristallographen. Als Postdoktorandin ging sie an die Rockefeller University New York. In Fachkreisen berühmt wurde sie mit einer Arbeit, die erklärt, wie Kernlokalisationsadressen an Proteinen erkannt werden, was den ersten Schritt der Sortierung von Proteinen in den Zellkern darstellt. Von 1999 bis August 2007 war Conti Gruppenleiterin am European Molecular Biology Laboratory in Heidelberg. Seit 2006 ist sie Direktorin des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried. In der Vergangenheit hat sie bereits zahlreiche Preise erhalten, darunter 2005 den ELSO Early Career Award. Im Jahr 2007 wurde Elena Conti mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet.

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