Ludwig-Maximilians-Universität München
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München, 10.01.2008

Prof. Dr. Anja Tuschke
Fakultät für Betriebswirtschaft

Anja Tuschke, geboren 1967, ist seit August 2007 Professorin für Strategische Unternehmensführung an der LMU. Sie studierte von 1987 bis 1993 Betriebswirtschaftslehre und Chinesisch an der Universität Passau und an der Zhong Shan University in Guangzhou, China. Von 1994 bis 1999 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Organisation und Personalwesen der Universität Passau. 1999 wurde sie hier mit einer Arbeit zum Thema „Steuerungs- und Anreizfunktion von Aktienplänen – eine vertragstheoretische Betrachtung“ promoviert. Anschließend war sie bis 2004 wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Organisation und Personalwesen an der Universität Passau. Dazwischen arbeitete sie jeweils einige Monate als Gastdozentin an der Staatsakademie für Management in Moskau und als Visiting Lecturer an der Brigham Young University, USA. 2004 habilitierte sich Anja Tuschke an der Universität Passau mit der Schrift „Legitimität und Effizienz administrativer Innovationen“ – einer Arbeit, die sowohl mit dem Förderpreis der BayernLB als auch dem Karl-Heinz-Pollok-Gedächtnispreis der Universität Passau bedacht wurde.

Anschließend übernahm Anja Tuschke die Vertretung des Lehrstuhls für Marketing an der Universität Passau, um ab 2005 als Privatdozentin am Lehrstuhl für Organisation und  Personalwesen der Universität Passau zu arbeiten. Von September 2006 bis Juli 2007 war sie Professorin für Betriebswirtschaft und Direktorin der Abteilung Organisation am Institut für Organisation und Personal der Universität Bern.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte von Anja Tuschke liegen in der Diffusion von Managementpraktiken sowie auf dem Gebiet der Top Management Teams. Daneben beschäftigt sie sich mit dem Wachstum von Unternehmen, speziell mit internationalen Markteintritten sowie mit Fragen der Integration von Unternehmensteilen und den Anforderungen an die Führung. Für die Studierenden der LMU will Anja Tuschke ein wissenschaftlich fundiertes und praxisorientiertes Lehrprogramm im Bereich der Strategischen Unternehmensführung anbieten. Daneben wird sie im Rahmen des LMUMentoring die Karriere von Nachwuchswissenschaftlerinnen unterstützen.

Prof. Dr. Ralf Ludwig
Fakultät für Geowissenschaften

Ralf Ludwig, Jahrgang 1967, ist seit 1. Oktober Professor für Angewandte Physische Geographie und Umweltmodellierung am Department für Geographie der LMU. Er studierte von 1988 bis 1994 Geographie an der LMU. Anschließend, von 1994 bis 2000, war er hier wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geographie und Geographische Fernerkundung. 1999 folgte die Promotion an der LMU mit dem Dissertationsthema „Die flächenverteilte Modellierung von Wasserhaushalt und Abflussbildung im Einzugsgebiet der Ammer“. In den Jahren 2000 bis 2005 arbeitete Ludwig als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Geographie der LMU und bereitete seine Habilitation vor. Anschließend war er bis September 2007 Professor für Physische Geographie und Fernerkundung am Geographischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, wo er die Arbeitsgruppe Fernerkundung und Umweltmodellierung leitete. Hauptthema seiner Forschung ist die Entwicklung von integrativen Methoden zur räumlich verteilten und wechselwirkenden Analyse von Prozessen an der Erdoberfläche. Eine Verbesserung des Verständnisses räumlicher Interaktion durch prozessorientierte Modelle wird dabei durch die Nutzung von modernen Monitoringtechniken (zum Beispiel Fernerkundung) und Methoden zur Erfassung und Verarbeitung von Umweltinformationen mit geographischen Informationssystemen ermöglicht. Regionale Schwerpunkte seiner Forschung liegen im Alpenraum und in Nordamerika. In der Lehre setzt Ralf Ludwig – neben einer intensiven Ausbildung im methodischen Bereich – vor allem auf die praxisnahe Anwendung von Modellen, Fernerkundung und dem Geographischen Informationssystem (GIS). Außerdem fördert er eine synergetische Verknüpfung zu den klassischen Teildisziplinen der Geographie und dem Umweltmanagement. Ein wesentlicher Teil der von ihm angestrebten geographischen Ausbildung sind zudem Exkursionen, auf denen räumliche Zusammenhänge veranschaulicht und theoretisches Wissen vertieft werden können.

Prof. Dr. Bernhard Zwissler
Fakultät für Medizin

Bernhard Zwißler, Jahrgang 1960, ist seit September 2007 Professor für Anästhesiologie an der Klinik für Anästhesiologie des Klinikums der LMU. Er studierte von 1978 bis 1984 Medizin an der LMU. 1985 folgte die Promotion an der Medizinischen Klinik I der LMU bei Professor Gerhard Riecker. Nach dem Grundwehrdienst an der Akademie des Sanitäts- und Gesundheitswesens der Bundeswehr und als Truppenarzt war Zwißler von 1986 bis 1997 wissenschaftlicher Assistent an der Klinik für Anästhesiologie der LMU. Während dieser Zeit verbrachte er Forschungsaufenthalte in der Abteilung für Experimentelle Chirurgie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und am Institut für Chirurgische Forschung der LMU. 1992 habilitierte sich Zwißler für ‚Experimentelle Anästhesiologie‘ an der LMU, im Jahr darauf erhielt er die Lehrbefugnis und wurde zum Privatdozenten ernannt. 1994 wurde Bernhard Zwißler Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie der LMU und erhielt 1997 eine Universitätsprofessur (C3) auf Lebenszeit. Von 2000 bis 2003 war er Leitender Oberarzt und Stellvertreter des Klinikdirektors an der Klinik für Anästhesiologie der LMU. Im April 2003 folgte er einem Ruf auf eine Universitätsprofessur (C4) für Anästhesiologie und Intensivmedizin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, wo er bis vor kurzem auch als Direktor der dortigen Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie tätig war. Zurück an der LMU wirkt Zwißler nun seit September 2007 als Universitätsprofessor (W3) für Anästhesiologie und als Direktor der Klinik für Anästhesiologie. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die Erforschung neuer Therapiemöglichkeiten bei akuten Lungenerkrankungen kritisch kranker Patienten sowie bei Patienten mit Vorerkrankungen von Herz- und Kreislauf. Aktuell liegt Zwißlers besonderes Interesse im Bereich der Therapie des akuten Lungenversagens und der pulmonalen Hypertension sowie der Therapie mit inhalierten Pharmaka. Zwißler erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise und wurde 2005 in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen.

Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick
Fakultät für Kulturwissenschaften

Carola Metzner-Nebelsick, geboren 1962, hat im August 2007 den Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichte am Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Provinzialrömische Archäologie der LMU übernommen.

Zwischen 1981 und 1993 studierte sie Ur- und Frühgeschichte, Kunstgeschichte, Alte Geschichte und Mittelhochdeutsche Sprache an der Freien Universität Berlin, der LMU und der University of Oxford – an letzterer als DAAD-Stipendiatin. 1993 wurde sie im Fach Ur- und Frühgeschichte an der FU Berlin promoviert, unterstützt durch ein Nachwuchsförderungsstipendium des Landes Berlin. Für die Dissertation mit dem Titel „Der ‚thrakokimmerische Formenkreis’ aus der Sicht der Urnenfelder- und Hallstattzeit Südostpannoniens“ erhielt sie den Förderpreis der Südosteuropa-Gesellschaft München. Nach dem Studium war Metzner-Nebelsick Forschungsstipendiatin des Deutschen Archäologischen Instituts und von 1995 bis 2003 wissenschaftliche Assistentin am Institut für Prähistorische Archäologie der FU Berlin. Seit 2003 erfüllte sie Lehraufträge an den Universitäten in Halle, Leipzig, Würzburg und Innsbruck, begleitet von diversen Forschungsaufenthalten und Ausgrabungen in Südost- und Osteuropa. Im Jahr 2005 habilitierte sich Metzner-Nebelsick an der FU Berlin. Danach trat sie eine einjährige Vertretungsprofessur an der Universität Bamberg an und übernahm den Lehrstuhl für die Archäologie des europäischen Barbarikums an der Uniwersytet Kardynała Stefana Wyszyn`skiego in Warschau. Metzner-Nebelsicks Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Bronze- und älteren Eisenzeit in Mittel-, Südost- und Osteuropa. Die Erforschung religiöser wie ritueller Ausdrucksformen, sozialer und kultureller Identität sowie früher Reiternomaden gehört zu den thematischen Schwerpunkten ihrer Arbeit.

Prof. Dr. Kai Carstensen
Institut für Wirtschaftsforschung

Kai Carstensen, geboren 1971, wurde am 1. Oktober zum Professur am Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) ernannt. Das ifo Institut ist durch einen Kooperationsvertrag eng mit der LMU verbunden und hat den Status eines Instituts „an der Universität München“. Carstensen studierte von 1992 bis 1998 Volkswirtschaft an der Christian-Albrechts-Universität Kiel und schloss mit dem Diplom ab. Von 1992 bis 1997 war er dabei Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Im Anschluss war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Statistik und Ökonometrie der Christian-Albrechts-Universität Kiel, wo er sich im Jahr 2002 promovierte. Das Thema seiner Dissertation: „Analysis of the German term structure with robust cointegration methods“. Wie schon für seine Diplomarbeit erhielt Carstensen auch für seine Dissertation den Erich-Schneider-Preis der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Bis zu seinem Ruf nach München arbeitete er am Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel als Leiter des Forschungsbereichs Geldpolitik sowie als Koordinator des Forschungsprogramms Konjunktur, Wachstum und makroökonomische Politik.

Carstensens Schwerpunkte sind Geldpolitik und empirische Makroökonomie. An der Christian-Albrechts-Universität Kiel lehrte er das Thema „Makroökonometrische Modelle“, am Institut für Weltwirtschaft Kiel „Applied Econometrics II“. Am ifo Institut leitet Kai Carstensen nun den Bereich „Konjunktur und Befragungen“.

Prof. Dr. Andreas Rosenschon
Fakultät für Mathematik, Informatik und Statistik

Andreas Rosenschon, Jahrgang 1965, ist seit August 2007 Professor für Mathematik am Lehrstuhl für Algebraische Geometrie der LMU. Er studierte von 1989 bis 1992 Mathematik an der Freien Universität (FU) Berlin und promovierte 1998 an der University of Maryland. Von 1998 bis 2000 forschte er, gefördert mit einem EU-Stipendium, in Italien. Ab 2000 war Andreas Rosenschon für drei Jahre als Postdoktorand an der Duke University. Es folgten Tätigkeiten als Assistant Professor an der State University of New York von 2003 bis 2006 und an der University of Alberta von 2006 bis 2007. Seit 1998 führten internationale Kollaborationen Andreas Rosenschon zu zahlreichen Forschungsaufenthalten, etwa an das Fields Institute for Research in Mathematical Sciences in Toronto und die University of Tokyo.

In der Forschung beschäftigt sich Andreas Rosenschon mit algebraischer Geometrie und algebraischer Topologie, insbesondere mit dem Studium von Unterstrukturen von geometrischen Objekten, wie zum Beispiel Kurven auf Flächen.

Prof. Dr. Peter Kummer
Medizinische Fakultät

Peter Kummer, Jahrgang 1967, hat im Juli 2007 eine Professur für experimentelle und klinische Audiologie und Pädaudiologie an der Hals-, Nasen-, Ohrenklinik des Klinikums der LMU angetreten. Kummer studierte von 1987 bis 1995 Medizin an der Universität Regensburg und der Technischen Universität München (TUM). 1997 wurde er an der TUM promoviert. Das Thema seiner Dissertation: „Objektive Bestimmung der Trennschärfe des menschlichen Gehörs mittels Suppressionstuningkurven von Distorsionsprodukten otoakustischer Emissionen“. Es folgten Weiterbildungen zum Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Klinikum Rechts der Isar der TUM und am Universitätsspital Bern sowie zum Facharzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen in der Abteilung Phoniatrie und Pädaudiologie des Universitätsklinikums Erlangen. 2005 habilitierte er sich an der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit einer Arbeit über „Eigenschaften und klinische Anwendung der Distorsionsprodukte otoakustischer Emissionen“.

Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit Kummers sind die Entwicklung audiometrischer Verfahren zur Hördiagnostik. Aktuell beschäftigt er sich mit Schallaussendungen des Innenohres, so genannten otoakustischen Emissionen. Damit können Kinder bereits im Säuglingsalter untersucht werden, wenn sie zu einer eigenen Mitarbeit bei Hörtests noch nicht in der Lage sind. Schwerhörigkeiten können so bereits zu einem frühen Zeitpunkt erfasst werden, bevor sie die Sprachentwicklung eines Kindes behindern können. Anwendung findet seine Forschung insbesondere im Hörscreening bei Neugeborenen und Kleinkindern. Zu seinen Schwerpunkten in Lehre und Klinik zählen Diagnostik und Therapie von Schwerhörigkeiten bei Kindern und Erwachsenen sowie die Versorgung mit Hörgeräten und Cochlea-Implantaten.

Peter Kummer ist Träger des Preises der Schweizerischen Gesellschaft für Oto-Rhino-Laryngologie, Kopf- und Halschirurgie sowie des Innovationspreises der Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen und Neurootologen. An der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde der LMU leitet er die Bereiche Audiologie und Pädaudiologie.

Prof. Dr. Manfred Lorenz Gahr (Honorarprofessur)
Fakultät für Biologie

Manfred Lorenz Gahr, Jahrgang 1959, ist seit Juli 2007 Honorarprofessor an der Fakultät für Biologie der LMU. Von 1978 bis 1984 studierte er Biologie an der Universität Kaiserslautern. Seine Dissertation mit dem Titel „Estrogen-dependent differentiation of song control system of the zebra finch and the canary“ schrieb er von 1985 bis 1988 an der Universität Kaiserslautern und am California Institute of Technology, Pasadena. 1988 wurde er promoviert und erhielt den Promotions-Preis des Freundeskreises der Universität Kaiserslautern. Anschließend arbeitete er an verschiedenen Universitäten als Postdoktorand: Von 1988 bis 1989 am Institute of Animal Behaviour and Genetics in Cambridge, von 1989 bis 1990 im Department für Zoologie der University of Texas und von 1991 bis 1993 im Department für Organismic and Evolutionary Biology an der Harvard University. Anschließend arbeitete Gahr als selbständiger Nachwuchsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen, um 1998 den Lehrstuhl für „Development and Behavioural Neurobiology“ an der Vrije Universiteit Amsterdam zu übernehmen. 1996 habilitierte er sich im Fach Zoologie an der LMU. Das Thema seiner Arbeit: „Sexual differentiation of brain and behavior of songbirds: genetic and epigenetic mechanisms“. Im Jahr 2005 wurde Gahr zum Direktor am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen ernannt. Zudem ist er seit 2005 wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft. In der Forschung befasst sich Manfred Lorenz Gahr unter anderem mit der hormonellen Steuerung neuronaler Aktivität sowie der saisonbedingten Neurogenese in den Gesangszentren von Singvögeln.

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