Ludwig-Maximilians-Universität München
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Student aus Israel mit DAAD-Preis ausgezeichnet

München, 27.11.2008

Hussam Nassar aus Israel ist mit dem Preis des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) für überdurchschnittliche Leistungen im Studium und besonderes hochschulpolitisches Engagement ausgezeichnet worden. Der 24-jährige Palästinenser und israelische Staatsbürger studiert im 9. Fach- und im 5. Klinischen Semester Medizin an der LMU. Seit April 2007 führt er den experimentellen Teil seiner Dissertation am Institut für Klinische Chemie des Klinikums der Universität, Standort Großhadern, durch. Sein Betreuer, Professor Bernd Engelmann, hebt seine großartigen Studien- und Forschungsleistungen hervor und bescheinigt ihm ein hohes wissenschaftliches Niveau.

Der Fokus seines ebenfalls preiswürdigen sozialen Engagements liegt vor allem in Nassars Bestreben, Menschen mit ganz unterschiedlichen Interessen und Lebenshintergründen zusammenzubringen. Der 24-Jährige organisiert Veranstaltungen und hält gut besuchte Vorträge über die Situation im Nahen Osten. Sie sind deshalb so nachgefragt, weil er als christlicher Palästinenser gleichsam „zwischen den Stühlen sitzt“: Von muslimischen Palästinenesern wird er als Israeli angesehen, von der jüdisch-israelischen Mehrheit jedoch als Palästinenser wahrgenommen. Hussam Nassar sieht sich deswegen vor allem als Vermittler zwischen den unterschiedlichen Kulturen und Religionen. Zum anderen ist er in seinem Studierendenwohnheim als Stockwerkssprecher aktiv und sieht sich selbst als Ansprechpartner seiner Mitbewohner bei Konflikten und Anliegen. Seine Fähigkeiten, völlig unterschiedliche Menschen zusammenzubringen, nutzt er auch bei der Organisation von gemeinsamen sportlichen Events, vor allem bei Fußball- und Tischtennisturnieren.

Der Preis des DAAD für das wissenschaftliche und soziale Engagement ist mit 1.000 Euro dotiert und wird jährlich verliehen.

 

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