Ludwig-Maximilians-Universität München
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Symposium fragt nach Anfängen in der Geschichte

München, 02.01.2008

Vom 9. bis 11. Januar 2008 findet an der LMU das internationale Symposium „Übertragene Anfänge. Imperiale Figurationen um 1800“ statt. Veranstalter ist die DFG-Forschergruppe „Anfänge (in) der Moderne“.

Die Tagung soll dem Phänomen nachgehen, dass Geschichte auch dann, wenn sie glaubt, einen absoluten Anfang zu setzen, Übertragung oder Wiederholung von etwas ist, das bereits stattgefunden hat. Während in romanischen Ländern (geistes-)geschichtliche Neuanfänge meist Anknüpfungspunkte im römischen Imperium finden, tritt in der deutschen Literatur und Philosophie neben die römische Traditionslinie das Projekt der Wiederholung eines verschüttet geglaubten, „wahren“ griechischen Ursprungs. Die Frage, welche Antike zurückkehrt und ob diese Rückkehr, die an einem Punkt absoluten Anfangs stattfinden soll, als Katastrophe oder als Erfüllung gelesen werden sollte, ist für die Zeitspanne zwischen 1750 und 1850 in Europa von zentraler Bedeutung. Im Spannungsfeld von Aufklärung, Revolution, Kaisertum und Restauration greifen die kulturellen Debatten um 1800 verstärkt auf philosophische, literarische, künstlerische und religiöse Konzeptionen von Republik und Reich zurück.

Das internationale Symposium untersucht die mannigfachen Formen und Funktionen der übertragenen Reichsidee, die sich vom Reich der Zwecke und Reich der Freiheit über das Reich Gottes auf Erden zum Reich des Schönen erstrecken. Gleichzeitig wird nach der Bereicherung gefragt, die das neue Reich durch den Rückgriff auf ein anfängliches Reich in der griechischen und römischen Antike erfährt.

Veranstaltungsort ist die Carl Friedrich von Siemens Stiftung, Südliches Schlossrondell 23, 80638 München. Eine Anmeldung per E-Mail über unten stehenden Kontakt ist erforderlich. Vortragende sind unter anderem Heinz Wismann (Paris), Michèle Lowrie (New York), Bernhard Teuber (München), Klaus Benesch (München), Cordula Lemke (München), Angela Esterhammer (London, Ontario/Zürich), Andrea Esser (Marburg), Violetta Waibel (Wien), Günter Zöller (München), Clemens Pornschlegel (München), Helmut Pfeiffer (Berlin).

Ansprechpartner:
Dr. Eckhard Schumacher
Koordinator der Forschergruppe „Anfänge (in) der Moderne“
Tel.: 089 / 2180-3819
E-Mail: eckhard.schumacher@germanistik.uni-muenchen.de

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