Ludwig-Maximilians-Universität München
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Vortragsreihe zum Thema „Menschenrechte“ an der LMU

München, 16.12.2008

Am 10. Dezember 1948 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Seit 60 Jahren gedenken Menschenrechtsorganisationen seitdem international an diesem „Tag der Menschrechte“ dem Grundsatz: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“

Das Münchner Kompetenzzentrum Ethik (MKE) beschäftigt sich in seiner derzeitigen Vorlesungsreihe mit diesem Thema. Unter dem Motto „Universelle Menschenrechte und partikulare Moral“ halten Wissenschaftler verschiedener Universitäten Vorträge zu Themen wie dem Verständnis von Menschenrechten, deren Sinn und Schutz.

Am 18. Dezember 2008 beschäftigt sich Professor Julian Nida-Rümelin, Lehrstuhl für politische Theorie und Philosophie an der LMU, mit dem Thema „Universelle menschliche Würde und partikulare moralische Begründung“. Seine These ist, dass moralische Begründungen immer Begründungen gegenüber jemandem sind. Begründungen kommen nicht von außen, sie müssen an den gemeinsamen Überzeugungen der Dialogpartner anknüpfen. In diesem Sinne sind moralische Überzeugungen partikular, das heißt eingebettet in epistemische und kulturelle Kontexte. Die menschliche Würde und die mit dieser verbundenen Menschenrechte sind dagegen universell, sie haben einen unbeschränkten, an keinen epistemischen oder kulturellen Kontext gebundenen Geltungsanspruch. Der Vortrag wird erläutern wie diese Partikularität moralischer Gründe und die Universalität menschlicher Würde vereinbar sind.

Die Vortragsreihe findet zu den jeweiligen Terminen immer im Raum M210 im Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz1, statt. Beginn ist jeweils 19.15 Uhr. Die Vorlesungsreihe ist ein Gemeinschaftsprojekt des MKE, der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (JA) sowie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW).

Weitere Termine:

15. Januar 2009
Schutz der Menschenrechte durch bewaffnetes Eingreifen? Politisch-ethische Anmerkungen zur Debatte um eine „Responsibility to Protect“
Professor Thomas Hoppe (Helmut Schmidt-Universität Hamburg)

22. Januar 2009
Zwei Verständnisse von Menschenrechten
Professor Rainer Forst (Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt)

5. Februar 2009
Menschenrecht und Konstitution. Über eine Grundbedingung der Politik
Professor Volker Gerhardt (Humboldt-Universität Berlin)

 

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