Ludwig-Maximilians-Universität München
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Ambulanz des Haunerschen Kinderspitals ausgezeichnet

München, 15.07.2008

Für eine Familienschulung zum Umgang mit einer seltenen Nierenerkrankung ist eine Spezial ambulanz des Haunerschen Kinderspitals der LMU und der Kinderklinik Erlangen von dem Verein „Renniere e.V.“ ausgezeichnet worden. Die kindernephrologische Sprechstunde der Ambulanz betreut derzeit 50 Kinder mit dem so genannten „nephrotischen Syndrom“. Dabei handelt es sich um eine chronische Nierenerkrankung, bei der der Körper über Niere und Urin große Mengen an Eiweiß verliert. Die Folgen sind unter anderem Ödeme im Körper des Kindes, eine rasche Gewichtszunahme und eine Abnahme der Urinausscheidung. Als Folge können Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Thrombosen und Infektionen auftreten. In der Familienschulung werden Kinder und ihre Eltern über die Funktion der Nieren und über die Krankheit informiert. Aber auch die Gefühle bei der Gewichtszunahme, beim Wiederkehren der Erkrankung, beim Einnehmen der Medikamente sind Thema. Mithilfe der Stoffpuppe „Pipilotta“ lernen Kinder zudem Dinge auszusprechen, die sie sich sonst vielleicht nicht zu sagen trauen. Die Renniere ist ein ein getragener Verein, der nierenkranke Kinder unterstützen und ihnen das Leben mit der Blutwäsche so angenehm wie möglich machen will. Der mit 7.500 Euro dotierte Förderpreis wurde Ende April übergeben.

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