Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

LMU-Projekt beim GO-Bio-Wettbewerb ausgezeichnet

München, 29.02.2008

Beim GO-Bio-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) war das Projekt „Chromobodies“ erfolgreich. Das Projekt unter der Leitung von Dr. Ulrich Rothbauer und Professor Heinrich Leonhardt vom Biozentrum der LMU ist eines von insgesamt sieben Projekten, die das BMBF in der zweiten Förderunde des Wettbewerbs mit insgesamt 20 Millionen Euro Fördergeldern unterstützt. GO-Bio fördert Spitzenforscher in den Biowissenschaften, die eine wissenschaftliche Idee zu einem marktfähigen Produkt weiterentwickeln und ein Unternehmen gründen wollen. Das Team um Rothbauer und Leonhardt kann sich über etwa 1,6 Millionen Euro freuen, die seit Januar 2008 für drei Jahre zur Verfügung stehen. Gelingt es den Forschern in dieser Zeit, ihre Idee bis zur Marktreife zu bringen, winkt ihnen eine weitere Förderung durch das BMBF. Das ausgezeichnete LMU-Projekt, das am Center for NanoScience (CeNS) angebunden ist, trägt den Titel „Chromobodies: Innovative biomedizinische Forschung und Diagnostik mit fluoreszierenden Nanobodies“. Es geht dabei um Antikörper, die wichtige Bestandteile des Immunsystems höherer Wirbeltiere sind. Aufgrund ihres variablen Aufbaus lassen sie sich ideal nutzen, um gezielt bestimmte Substanzen in Zellen oder Gewebe aufzuspüren. Für den Einsatz in lebenden Zellen sind herkömmliche Antikörper allerdings zu groß und instabil. Hier setzt das Projekt von Rothbauers Team an. Die Forscher wollen eine neuartige Technologie etablieren, die auf so genannten Chromobodies basiert. Diese Nanosonden bestehen aus Kamel-Antikörper-Fragmenten, die bis zu zehnmal kleiner als herkömmliche Antikörper sind. Durch Fusion mit fluoreszierenden Eiweißen sind sie stabil genug, um als Analysewerkzeug in lebenden Zellen eingesetzt zu werden. Ziel des Projektes ist es, die Chromobodies in einem noch zu gründenden Unternehmen für den Markt zu entwickeln. Die Förderung durch das BMBF ist hierzu ein wichtiger Meilenstein.

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse