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LMU benennt Gebäude nach Chemie-Nobelpreisträger Gerhard Ertl

München, 16.12.2008

Das Gebäude der Physikalischen Chemie in der Butenandtstraße bekommt einen neuen Namen: Die LMU-Fakultät für Chemie und Pharmazie gibt dem sogenannten Haus E den Namen des Chemie-Nobelpreisträgers Gerhard Ertl. Professor Ertl hält auch den Festvortrag bei der heutigen Festveranstaltung zum Thema „Reaktionen an Oberflächen: Vom Atomaren zum Komplexen“. Im Anschluss wird die Gerhard Ertl gewidmete Skulptur „Katalyse“ von Leonard Lorenz enthüllt.

Professor Gerhard Ertl, Direktor des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft, erhielt 2007 den Nobelpreis für Chemie „für seine Untersuchungen chemischer Prozesse auf Festkörperoberflächen. Geboren wurde Ertl 1936 in Bad Cannstatt. 1955 begann er sein Physikstudium an der TU Stuttgart, das er 1961 als Diplom-Physiker abschloss. 1965 promovierte Ertl an der TU München, wo er 1967 habilitiert wurde. Nach einer ersten Professur in Hannover erhielt er 1973 einen Lehrstuhl für Physikalische Chemie an der LMU München. Mit seinen bahnbrechenden Arbeiten zur Untersuchung von Festkörperoberflächen legte er die Grundlagen für das moderne Verständnis katalytischer Reaktionen. Unter anderem gelang es ihm in seiner Münchner Zeit, den Mechanismus der Katalyse der Ammoniaksynthese aufzuklären. Hier begannen auch seine Arbeiten zu oszillierenden und chaotischen Oberflächenreaktionen, die er 1986 als Direktor am Fritz-Haber-Institut fortsetzte. Die von Ertl entwickelte Methodik findet Anwendung in der Forschung zu Abgaskatalysatoren und Brennstoffzellen.

Die Veranstaltung „Gerhard-Ertl-Gebäude“ beginnt um 16.15 Uhr und findet im Buchner-Hörsaal (Haus F), Butenandtstraße 5-13, 81377 München, statt.

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