Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Professor Hans-Peter Dürr neuer Münchener Ehrenbürger

München, 14.04.2008

Professor Hans-Peter Dürr, außerplanmäßiger Professor an der Fakultät für Physik der LMU, ist zum Ehrenbürger der Stadt München ernannt worden. Das beschloss die Vollversammlung des Münchener Stadtrats auf einen Vorschlag des Ältestenrats hin im Dezember. Professor Dürrwurde die Ehrung in Anerkennung seiner hohen Verdienste um die Stadt München zuteil.

Professor Dürr, Jahrgang 1929, studierte Physik in Stuttgart und promovierte 1956 in Berkeley; es folgten Gastprofessuren in Berkeley und Madras. 1962 habilitierte er sich an der LMU und wurde 1963 Wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Physik und Astrophysik. Seine wissenschaftlichen Forschungsschwerpunkte waren Kernphysik, Elementarteilchenphysik und Gravitation. Als enger wissenschaftlicher Mitarbeiter Werner Heisenbergs wurde er 1971 dessen Nachfolger als Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik und war von 1978 bis 1980 Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik und Astrophysik.

Neben seiner wissenschaftlichen Karriere engagierte Professor Dürr sich zunehmend für friedenspolitische und ökologische Fragen. Er war Gründer und Vorstand des „Global Challenges Network“, einer international arbeitenden Umweltorganisation mit Sitz in Starnberg und München, Mitbegründer und Vorstandsmitglied der „International Foundation for the Survival and Development of Humantity” in Moskau, Mitglied des Council der „Pugwash Conferences on Science and World Affairs” und unter anderem auch Mitglied des „Club of Rome“. Für dieses breite Engagement erhielt er 1987 den Alternativen Nobelpreis und partizipierte 1995 am Friedensnobelpreis der Pugwash Konferenzen.

Anfang der 80er-Jahre erarbeitete Professor Dürr zusammen mit seiner Studentengruppe SESAM ein sanftes Energiekonzept für die Stadt München und wurde 1983 Mitglied der neu geschaffenen städtischen Energiekommission.

Diese Leistungen trugen ihm in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen ein, darunter auch 1996 die Medaille „München leuchtet – Den Freunden Münchens” in Gold und 2004 das „Große Bundesverdienstkreuz“ ein.

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse