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LMU-Informatiker-Team gewinnt internationalen Forschungspreis

München, 27.11.2008

Eine Gruppe von Informatikern der LMU ist für ihre Forschungsleistung im Bereich „Data Mining“ mit einem renommierten internationalen Preis ausgezeichnet worden. Die fünf Forscher von der Lehr- und Forschungseinheit für Datenbanksysteme, Elke Achtert, Christian Böhm, Jörn David, Peer Kröger und Arthur Zimek, haben im April in Atlanta (USA) den „Best Paper Honorable Mention Award“ des internationalen Data-Mining Kongresses der Society for Industrial and Applied Mathematics entgegengenommen. Ihr Beitrag „Robust Clustering in Arbitrarily Oriented Subspaces“ wurde von einem 140-köpfi gen Komitee aus über 300 Einreichungen ausgewählt. Der Preis wurde bislang achtmal verliehen und geht dieses Jahr erstmals nach Deutschland. Die an der LMU entwickelte Datenanalyse-Technik des sogenannten „Correlation Clustering“ („Gruppierung nach Abhängigkeit“) dient dazu, in großen Datenbanken Objekte zu gruppieren, deren Merkmale ein einheitliches Regulierungsverhalten aufweisen. Professor Christian Böhm erklärt, dies sei besonders hilfreich in modernen Anwendungen wie etwa der Systembiologie, wo es darum geht, Netzwerke von Genen oder Proteinen zu ermitteln, die sich gegenseitig regulieren: Steigt beispielsweise die Konzentration eines bestimmten Stoffes, etwa eines Stoffwechselproduktes, an, so zieht das die verstärkte Produktion eines anderen Stoffes nach sich. Viele Vorgänge in Organismen lassen sich auf diese Weise erklären. In einem aktuellen Kooperationsprojekt mit dem „Klinikum rechts der Isar“ der Technischen Universität München soll die neue Data Mining-Technik auch in der Hirnforschung mit modernen Bildgebungsverfahren eingesetzt werden.

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