Ludwig-Maximilians-Universität München
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Mendel-Medaille für Professor Böck

München, 11.01.2008

Professor August Böck, Emeritus am Institut für Genetik der LMU, hat die Mendel-Medaille 2007 der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina erhalten. Die Ehrung fand während der Jahresversammlung der Leopoldina am 5. Oktober 2007 in Halle statt. Mit der Mendel-Medaille, gestiftet zu Ehren Gregor Mendels, werden Pionierleistungen auf dem Gebiet der allgemeinen und molekularen Biologie beziehungsweise der Genetik ausgezeichnet. August Böck erhielt sie für seine Arbeiten zur Biosynthese von Seleno- und Nickelproteinen im Darmbakterium Escherichia coli.

Der Biologe und Chemiker ist Mitglied der Leopoldina. Er entdeckte unter anderem, dass im genetischen Code das Codon UGA sequenzabhängig entweder als Stoppsignal oder als Signal für den Einbau der ungewöhnlichen Aminosäure Selencystein in Proteine gelesen wird. Das eingebaute Selenocystein verleiht den Proteinen besondere katalytische Fähigkeiten.

Professor Böck studierte Biologie und Chemie an der LMU München und wurde hier promoviert. Während eines Forschungsaufenthaltes in den USA wurde sein wissenschaftliches Interesse für die Genetik und Biochemie der bakteriellen Proteinbiosynthese geweckt. Diesem Gebiet widmete er sich weiter als Habilitand an der LMU, ab 1971 als Professor für Mikrobiologie an der Universität Regensburg und ab 1978 wieder an der LMU.

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