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LMU-Ausgründung attocube systems erhält Deutschen Gründerpreis 2008

München, 18.06.2008

Attocube systems, eine Firmenausgründung der LMU, wurde in Berlin mit dem Deutschen Gründerpreis 2008 in der Kategorie Aufsteiger ausgezeichnet. Der Preis wird Gründern verliehen, deren Unternehmen ein außerordentliches Wachstum erreicht und das Potenzial zur Marktführerschaft hat. attocube systems erhält den Preis für einen von ihr entwickelten Stellmotor, der hochpräzise Positionierungen im Nanobereich ermöglicht. Die von Dr. Dirk Haft und Professor Khaled Karrai gegründete Firma attocube systems stammt aus dem Umfeld des Center for NanoScience CeNS, das seit 1998 die Aktivitäten im Bereich der Nanotechnologie an der LMU bündelt. attocube systems sorgte schon bei der Firmengründung 2001 für Aufsehen. Damals gewann das LMU-Spin off den Münchner Business Plan Wettbewerb und wurde anschließend vom FLÜGGE-Programm des Bayerischen Wissenschaftsministeriums an der LMU gefördert. 2006 erhielt die Firma zudem den mit 50.000 Euro dotierten Bayerischen Innovationspreis.

Der Deutsche Gründerpreis ist die bedeutendste Auszeichnung für Unternehmer in Deutschland. Attocube systems erhält als Gewinner der Kategorie Aufsteiger ein individuelles, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Coaching durch die Unternehmensberatung Porsche Consulting. Zudem übernehmen Kuratoriumsmitglieder des Deutschen Gründerpreises über einen Zeitraum von zwei Jahren Patenschaften für alle Nominierten und Preisträger. Patin für attocube systems ist Annette Roeckl. Ja nach Bedarf stellen die Paten erfolgsnotwendiges Know-how in allen betriebswirtschaftlichen Bereichen wie Finanzierung, Organisation, Marketing, Personal und Recht zur Verfügung. Außerdem erhalten die Gewinner ein eintägiges Medientraining sowie Zugang zum Alumni-Netzwerk.

Der von attocube systems entwickelte Stellmotor ermöglicht Bewegungen im atomaren Bereich und in physikalischen Grenzbereichen wie etwa im absoluten Vakuum, bei starken Magnetfeldern und bei Tiefsttemperaturen von bis zu -273 Grad Celsius. Der Motor setzt minimalste Stromstöße in Bewegungen um und verschiebt damit Objektträger im Nanometerbereich. So können Moleküle oder Atome im Nanobereich exakt platziert werden. Das ist bis heute mit keiner existierenden Technologie in solcher Genauigkeit und Stabilität zu erreichen gewesen.

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse