Ludwig-Maximilians-Universität München
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"in fremdn Land"

LMU-Bibliothek zeigt jiddische und hebräische Drucke aus dem Nachkriegsdeutschland

München, 03.04.2007

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg hielten sich 150.000 vorwiegend aus Osteuropa stammende Juden in Deutschland auf – die so genannten Displaced Persons. Sie bauten hier ein blühendes gesellschaftliches und kulturelles Leben auf, das sehr gut durch die Presse- und Literaturprodukte dieser Zeit dokumentiert ist. Die Ausstellung „in fremdn land. Jiddische und hebräische Drucke aus dem Nachkriegsdeutschland“ der Universitätsbibliothek (UB) an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München bietet vom 16. April bis zum 15. Juni 2007 anhand von jiddischen und hebräischen Zeitungen und Büchern einen Einblick in dieses wenig bekannte Kapitel der jüngeren jüdischen und deutschen Geschichte.

Zur Eröffnung der Ausstellung, die von Frau Tamar Lewinsky M.A. und Dr. Ittai Tamari von der Abteilung „Jüdische Geschichte und Kultur“ des Historischen Seminars der LMU gestaltet wurde, spricht der frühere israelische Botschafter Österreichs Yssachar Ben-Yaakov über seine Zeit als Kanzler des israelischen Konsulats in München zwischen 1948 und 1952. Der bayerischen Hauptstadt kommt als Ausstellungsort eine besondere Bedeutung zu: Die einstmalige nationalsozialistische „Hauptstadt der Bewegung“ galt nach dem Krieg gleichsam als Zentrum der Displaced Persons. Während der Jahre 1945 bis 1951 war die Stadt Durchgangsstation für Zehntausende Juden auf ihrem Weg in die Emigration.

Der Vortrag von Yssachar Ben-Yaakov findet am 17. April 2007, 19 Uhr, in Raum 001 des Historicums der LMU, Schellingstraße 12, statt. Die auf 13 Vitrinen verteilte Ausstellung jiddischer und hebräischer Drucke ist in der Ausleihhalle der UB im Erdgeschoss, Geschwister-Scholl-Platz 1, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags, 9 bis 22 Uhr.

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