Ludwig-Maximilians-Universität München
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München, 30.08.2007

Prof. Dr. Sven Hammerschmidt
Medizinische Fakultät

Sven Hammerschmidt, Jahrgang 1966, ist seit April 2007 Professor für Zelluläre Mikrobiologie am Lehrstuhl Bakteriologie des Max von Pettenkofer-Instituts der LMU. Er studierte von 1987 bis 1993 Biologie an der Technischen Universität Braunschweig und verfasste seine Diplomarbeit an der Medizinischen Hochschule Hannover. Von 1993 bis 1995 promovierte er in Hannover und erlangte 1996 den Doktorgrad. Es folgten eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Angestellter bei der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung GmbH in Braunschweig (1996 bis 2003) sowie Forschungsaufenthalte an der Menzies School of Health Research in Darwin, Australien, in den Jahren 1998 und 1999. 1998 erhielt Sven Hammerschmidt den Robert-Koch-Preis für Postdoktoranden für Hygiene und Mikrobiologie. 2002 habilitierte er sich an der TU Braunschweig zum Thema „Erreger-Wirt-Interaktionen von Streptococcus pneumoniae: Identifizierung bakterieller Adhäsine für Komponenten des Serums und der extrazellulären Matrix und Bedeutung der Virulenz.“ Nach seinem Wirken als Nachwuchsgruppenleiter im Zentrum für Infektionsforschung an der Universität Würzburg, habilitierte er sich dort 2004 und erhielt die Lehrbefugnis für das Fachgebiet Mikrobiologie. Sven Hammerschmidts Forschungsgebiet ist die Pathogenese von Pneumokokken. Diese Bakterien kolonisieren als Normalflora die oberen Nasenrachenräume des Menschen und können lokale Entzündungen wie die Mittelohrentzündung verursachen, aber auch invasive Krankheiten wie Lungen- oder Hirnhautentzündung.

 

Prof. Dr. Markus Janka
Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften

Markus Janka, Jahrgang 1969, ist seit April 2007 Professor für Klassische Philologie/Fachdidaktik der Alten Sprachen an der LMU. Janka studierte von 1988 bis 1993 Klassische Philologie, Geschichte, Germanistik und Rechtswissenschaften in Regensburg und München. Nach der Ersten Staatsprüfung für das gymnasiale Lehramt 1993 arbeitete er von 1993 bis 1996 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Klassische Philologie der Universität Regensburg. 1997 promovierte er in Klassischer Philologie. Nach der Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt und einer weiteren Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent habilitierte sich Janka 2003. Anschließend folgten Professurvertretungen an verschiedenen deutschen  Universitäten und eine Gastprofessur an der Universität Salzburg. Zu Jankas wichtigsten Publikationen zählen, neben seiner Dissertation „Ovid, Ars Amatoria. Buch 2. Kommentar“ und der Habilitationsmonographie „Dialog der Tragiker. Liebe, Wahn und Erkenntnis in Sophokles’ Trachiniai und Euripides’ Hippolytos“, Sammelbände wie „Platon als Mythologe. Neue Interpretationen zu den Mythen in Platons Dialogen“ und Schulbücher wie „Ovid. Doctor Amoris.“ Er ist Mitglied des Didaktischen Ausschusses des Deutschen Altphilologenverbandes und Mitherausgeber der Zeitschrift „Gymnasium. Zeitschrift für Kultur der Antike und Humanistische Bildung.“ Wichtige Forschungsprojekte an der LMU sind etwa: Die interdisziplinäre Studie „Dionysos seit 1900: Antikes Drama auf den Bühnen und in anderen Medien des 20. und 21. Jahrhunderts“, eine Monographie zum Thema „Zwischen Kanon und Mobilität. Klassische Rhetorik in Griechenland und Rom“ sowie ein neues Handbuch der Griechischund Lateindidaktik.

 

Prof. Dr. Petra Wittig
Juristische Fakultät

Petra Wittig, geboren 1962, hat im Januar 2007 eine Professur für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der LMU angetreten. Von 1981 bis 1987 studierte sie Rechtswissenschaften an der LMU. Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen 1990 arbeitete sie zunächst – von 1990 bis 1992 – in der Wirtschaftskanzlei Droste, Killius, Triebel als Rechtsanwältin. 1992 wurde sie an der Universität Passau promoviert. Thema ihrer Dissertation war „Der rationale Verbrecher“. Von 1993 bis 2000 war Petra Wittig wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl von Professor Haffke in Passau. Hier habilitierte sie sich 2001 mit der Arbeit „Das tatbestandsmäßige Verhalten des Betrugs“. Ab 2002 war Petra Wittig in der Kanzlei „PricewaterhouseCoopers Veltins Rechtsanwaltsgesellschaft“ tätig, ab 2004 dann als Rechtsanwältin und Strafverteidigerin in der auf Wirtschaftsstrafrecht spezialisierten Kanzlei „Roxin Rechtsanwälte“. 2005 und 2006 folgten Vertretungen an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der LMU. In der Forschung beschäftigt sich Petra Wittig vor allem mit den Bezügen des Strafrechts zu den Grundlagenfächern und zu den Kriminalwissenschaften. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Bereich des Steuer- und Wirtschaftsstrafrechts.

 

Prof. Dr. Andreas Kornath
Fakultät für Chemie und Pharmazie

Andreas Kornath, geboren 1965, ist seit März 2007 Professor für Anorganische Chemie an der Fakultät für Chemie und Pharmazie der LMU. Kornath studierte an der Universität Dortmund. Er promovierte bei Rolf Minkwitz über Protonierungsreaktionen in Supersäuren. Nach einem Postdoktorat bei Joseph S. Thrasher in Tuscaloosa/USA entwickelte Andreas Kornath im Umfeld von Rolf Minkwitz die Vielkanal-Raman-Matrix-Spektroskopie. Hierfür wurde er mit dem Rudolf Chaudoire-Preis ausgezeichnet. Nach einem Forschungsaufenthalt bei Karl O. Christe an der University of Southern California in Los Angeles habilitierte er sich im Jahre 2000 mit einer Arbeit zur Strukturaufklärung ligandenfreier Metallcluster und Reaktivität nackter Anionen. Anschließend wirkte Andreas Kornath bis 2005 als Hochschuldozent an der Universität Dortmund. Auf diese Tätigkeit folgten Vertretungsprofessuren an der Universität Rostock sowie an der LMU. Andreas Kornaths Forschungsinteressen sind: Matrix-spektroskopische Detektion von hochreaktiven Molekülen und anorganische Fluorchemie.

 

Prof. Dr. Stephan Kröger
Medizinische Fakultät

Stephan Kröger, Jahrgang 1958 , ist seit April 2007 Professor für die „Physiologie der adulten Neurogenese“ am Institut für Physiologie der Medizinischen Fakultät der LMU. Von 1977 an studierte er Chemie und Biochemie an der Universität Tübingen, wo er 1984 die Diplomprüfung in Biochemie ablegte. Die Diplomarbeit schrieb er anschließend am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie Tübingen. Nach der Doktorarbeit am MPI zum Thema „Schichtenbildung im tectum opticum des Hühnchenembryos am Beispiel der Trennung von retino-tectaler und tecto-bulbärer Projektion“ promovierte Kröger im Fach Biologie, Hauptfach Zoologie, an der Universität Tübingen. Nach einem Postdoktorat am Department of Neurobiology, Stanford University School of Medicine, im Labor von Jack McMahan, war Kröger von 1992 bis 2000 wissenschaftlicher Assistent und Leiter einer Arbeitsgruppe am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt. 1998 habilitierte er sich am Fachbereich Biologie der TU Darmstadt mit der Lehrberechtigung für Zellbiologie und Neurobiologie. Es folgten eine Dozententätigkeit am Institut für Physiologische Chemie und Pathobiochemie an der medizinischen Fakultät der Universität Mainz und eine Professur für Molekulare Zellbiologie an der Fachhochschule Lausitz. Stephan Krögers Forschungsgebiete sind unter anderem die Funktion der extrazellulären Matrix im embryonalen und adulten Zentralnervensystem, speziell in der Retina, molekulare Grundlage der Synapsenbildung an der neuromuskulären Endplatte und im sich entwickelnden Zentralnervensystem sowie die Rolle von Agrin und vom Dystrophin-assoziierten Proteinkomplex im sich entwickelnden Gehirn, in der Retina und in der Skelettmuskulatur.

 

Prof. Dr. Philip Tinnefeld
Fakultät für Physik

Philip Tinnefeld, Jahrgang 1974, ist seit Juni 2007 Professor für Biophysik am Lehrstuhl für Angewandte Physik der LMU. Er studierte Chemie in Münster, Montpellier und Heidelberg. 2002 promovierte er am Physikalisch-Chemischen Institut der Universität Heidelberg unter der Anleitung von Professor Jürgen Wolfrum. 2001 wurde ihm der Schloessmann-Preis der Max-Planck-Gesellschaft für seine Ideen zur Entwicklung eines photonischen Leiters verliehen. Als Postdoktorand erforschte er an der University of California, Los Angeles, sowie an der Katholischen Universität Leuven Einzelmolekülfluoreszenztechniken zur dynamischen Untersuchung molekularer Wechselwirkungen. Nach seiner Habilitation in Physik an der Universität Bielefeld 2006 wurde er 2007 an die LMU berufen. Hier arbeitet er an der Entwicklung von Fluoreszenzmikroskopie mit erhöhter optischer Auflösung sowie an der Erweiterung von Einzelmolekültechniken, um komplexe molekulare Prozesse wie zum Beispiel in molekularen Maschinen beobachtbar zu machen. In der Lehre möchte er sich für den Ausbau des Schwerpunkts Biophysik sowie bei der interdisziplinären Verknüpfung der Physik mit den anderen Naturwissenschaften einbringen.

 

Prof. Dr. Christof Mauch
Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften

Christof Mauch, geboren 1960, hat zum Sommersemester 2007 den Lehrstuhl für Nordamerikanische Kultur-, Sozial- und Politikgeschichte und Transatlantische Beziehungen am Amerika-Institut der LMU übernommen. Mauch studierte Germanistik, Philosophie, Evangelische Theologie und Geschichte an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen sowie Humanities (Drama and Religious Studies) am King’s College und am Leo Baeck College London. 1990 wurde Mauch in Neuerer deutscher Literatur an der Universität Tübingen promoviert, während er zugleich Wissenschaftlicher Angestellter am Historischen Seminar war. 1993 ging Mauch zunächst als Postdoc des American Council of Learned Societies, später mit einem Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft in die USA, wo er als einer der ersten Forscher die vom US-Außenministerium und von der CIA freigegebenen Akten des ersten zentralen US-Geheimdienstes OSS einsehen konnte. Daraus entstanden mehrere Buchpublikationen, unter anderem über die Verbindungen des amerikanischen Geheimdienstes zum Widerstand gegen Hitler. Von 1996 bis 1997 war Christof Mauch Professorial Lecturer am History Department der American University sowie Leiter eines Oral History-Projekts an der Georgetown University. 1998 wurde Mauch an der Universität zu Köln im Fach Neuere Geschichte habilitiert, außerdem nahm er einen Ruf an das German Historical Institute Washington an, das größte außeruniversitäre Forschungsinstitut für Geschichte in den USA. Von 1999 bis 2007 leitete er das Institut als Direktor. Im Zentrum seiner derzeitigen Forschung steht die Umweltgeschichte. Nicht zuletzt freut sich Christof Mauch darauf, „nach vielen Jahren als Wissenschaftsmanager in Washington nun in München wieder Lehrer sein zu können“.

 

Prof. Dr. Anke Friedrich
Fakultät für Geowissenschaften

Anke Friedrich, 1966 geboren, wurde im März 2007 an den Lehrstuhl für Geologie im Department für Geo- und Umweltwissenschaften der LMU berufen. Friedrich studierte Geologie in Karlsruhe und an der University of Utah, Salt Lake City, wo sie mit Bachelor und Master of Science in Geologie 1990 und 1993 abschloss. Während des Studiums war sie zudem Teaching Assistant an der University of Utah und Teaching Fellow an der Harvard University. Von 1993 bis 1998 promovierte sie am Massachusetts Institute of Technology über schnell ablaufende Kollisionsprozesse entlang von tektonischen Plattengrenzen. Danach befasste sie sich als Postdoctoral Scholar am California Institute of Technology, Pasadena, mit aktiver Tektonik und der Einrichtung eines GPS-Netzwerkes in erdbebengefährdeten Regionen. 2002 kam sie an das Institut für Geowissenschaften der Universität Potsdam. Von 2004 bis 2007 wirkte sie als Professorin für Erdoberflächenprozesse an der Universität Hannover, seit 2005 als Adjunct Professor of Geology an der University of Utah und als Mitglied der Senatskommission für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben der DFG. An der LMU beschäftigt sich Friedrich mit Erdbebengeologie und Neotektonik. Schwerpunkte ihrer Arbeitsgruppe umfassen zudem Geochronologie, Geologische Fernerkundung, Strukturgeologie, Tektonische Geomorphologie und Tektonische Geodäsie. Mit ihrer Arbeitsgruppe erforscht Friedrich Deformationsmechanismen der Erdoberfläche in tektonisch aktiven Regionen und entwickelt neue Verfahren zur Quantifizierung und Integration der Deformationsmessungen. Ein weiterer Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Etablierung eines tektonischen Observatoriums in erdbebengefährdeten Regionen zusammen mit anderen Institutionen.

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