Ludwig-Maximilians-Universität München
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München, 12.02.2007

Prof. Dr. Klaus Förstemann
Fakultät für Chemie und Pharmazie
Klaus Förstemann, Jahrgang 1972, ist seit September 2006 Tenure-Track-Professor (W2) für organismische Biochemie an der Fakultät für Chemie und Pharmazie sowie am Genzentrum der LMU. Professor Förstemann studierte von 1992 bis 1998 Biochemie an der Universität in Tübingen und absolvierte während dieser Zeit ein einjähriges Austauschstudium an der University of Washington, Seattle, USA. Von 1998 bis 2002 promovierte er am Swiss Institute for Experimental Cancer Research (ISREC) in Lausanne in der Schweiz. Thema seiner Dissertation war die „Funktion der RNA-Untereinheit der Telomerase aus der Bäckerhefe“. Mit Untersuchungen zur Sekundärstruktur dieser RNA-Untereinheit befasste sich Förstemann auch in der Folgezeit bis 2003, in der er als Post-Doc am ISREC tätig war.

Es folgte von 2003 bis 2006 ein zweiter Post-Doc-Aufenthalt an der University of Massachusetts in Worcester, USA, wo er an Biogenese von Mikro-RNAs in der Fruchtfliege Drosophila melanogaster forschte. Die Biogenese und Funktion von Mikro-RNAs in der Fruchtfliege stellt auch seinen Arbeitsschwerpunkt am Genzentrum der LMU dar. Professor Förstemanns Arbeitsgruppe versucht herauszufinden, wie die post-transkriptionelle Regulation durch Mikro-RNAs mit anderen zellulären Signalwegen vernetzt ist.

 

Prof. Dr. Beate Schuster
Fakultät für Psychologie und Pädagogik

Beate Schuster, Jahrgang 1962, hat zum November 2006 eine W2-Professur für Pädagogische Psychologie angetreten. Schuster studierte von 1981 bis 1987 Psychologie an der Universität Bielefeld. 1987 bis 1991 war sie Promotionsstipendiatin am Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung in München und absolvierte einen Forschungsaufenthalt an der New York University. Es folgten Tätigkeiten als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Kiel von 1991 bis 1992 sowie an der LMU von 1992 bis 2002.

Schuster habilitierte sich 1999 und übernahm anschließend bis 2000 eine Lehrstuhlvertretung an der LMU. Von 2002 bis 2006 hatte sie eine Professur für Psychologie an der Universität Eichstätt inne. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Gebiet des Mobbings und der sozialen Ausgrenzung. Neben Arbeiten zur Abgrenzung des Phänomens und deskriptiven Analysen etwa zu der Frage, wie Prävalenz erfasst werden sollte, umfasst das Forschungsspektrum Schusters insbesondere Arbeiten aus attributionstheoretischer und spieltheoretischer Perspektive zu Opfermerkmalen und Gruppenmechanismen. Ein eng damit verwandter zukünftiger Schwerpunkt der Forschung an der LMU widmet sich dem Thema „Verzeihen“.

Den Schwerpunkt in der Lehre legt Schuster auf den Bereich „Auffälligkeiten im Verhalten und Erleben“. Angehende Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulpsychologinnen und Schulpsychologen sollen in die Lage versetzt werden, Erziehungs- und Disziplinschwierigkeiten im Klassenzimmer vorzubeugen bzw. effektiv zu begegnen und mit Störungen seitens der Schülerinnen und Schüler, etwa soziale Ausgrenzung, Schulangst oder Lernstörungen angemessen umzugehen. Besonderes Gewicht wird auf die Vermittlung von sozialen Kompetenzen gelegt, die die Lehrkräfte sowohl zur Führung der Schulklasse als auch in der Elternarbeit benötigen bzw. ihrerseits den Schülerinnen und Schüler lehren können.

 

Prof. Dr. Hendrik Schulze-Koops
Medizinische Fakultät

Hendrik Schulze-Koops, geboren 1964, ist seit November vergangenen Jahres Professor für Innere Medizin und Rheumatologie und Leiter der Rheumaeinheit an der Medizinischen Poliklinik an der LMU. Schulze-Koops studierte von 1982 bis 1988 Humanmedizin an der Universität Hamburg. Während des Studiums verbrachte er acht Monate in den USA, u.a. an der University of California in San Francisco, der University of California in Los Angeles, und der Louisiana State University in Madison. 1990 wurde er an der Universität Hamburg promoviert.

Von 1989 bis 1990 war Schulze-Koops als Arzt im Praktikum an der Medizinischen Kern- und Poliklinik des Universitätskrankenhaus Eppendorf. Im Anschluss war er  von 1990 bis 1993 als Postdoktorandin den Klinischen Arbeitsgruppen für Rheumatologie und Immunologie der Max-Planck-Gesellschaft am Institut für Klinische Immunologie der Universität Erlangen-Nürnberg. Es folgte ein  dreieinhalbjähriger Forschungsaufenthalt in Dallas, Texas. 1997 wechselte er an die Medizinische Klinik III der Universität Erlangen-Nürnberg, wo er seine Ausbildung zum Internisten und Rheumatologen fortsetzte und gleichzeitig eine Klinische Forschergruppe aufbaute. Im Jahr 2000 hat sich Schulze-Koops mit einer Arbeit über „T-Zellen in der Pathogenese von Autoimmunerkrankungen des Menschen“ habilitiert.

Anschließend nahm er Aufgaben als Stationsarzt, Facharzt und schließlich als Oberarzt an der Universität Erlangen-Nürnberg wahr. Neben dem Internisten und Rheumatologen ist Schulze-Koops Fachimmunologe der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Schulze-Koops wurde unter anderem mit dem 1. Förderpreis der Dr. Walter und Luise Freundlich Stiftung für Arbeiten auf dem Gebiet der rheumatologischen Grundlagenforschung sowie mit dem Förderpreis der Stiftung Wolfgang Schulze/Deutsche Rheumaliga Berlin, ausgezeichnet.

 

Prof. Dr. Christian Leibold
Fakultät für Biologie

Christian Leibold, Jahrgang 1973, hat zum 1. Dezember 2006 eine W2-Professur für Computational Neurosciences an der LMU angetreten. Leibold studierte Physik an der Technischen Universität München (TUM) und wurde hier 2002 promoviert. Es folgten zwei Postdoktorate: von 2002 bis 2003 an der TUM bei Professor J. Leo van Hemmen, von 2003 bis 2006 am Institut für Theoretische Biologie der Humboldt-Universität Berlin und an der Charité in Berlin. Professor Leibold erforscht unter anderem die Mechanismen, die dem Abrufen von Gedächtnisspuren in einem neuronalen Netzwerk zugrunde liegen. Dafür nutzt er Daten, die aus intrazellulären Ableitungen gewonnen werden und die den Zeitverlauf der Aktivität einzelner Neurone widerspiegeln.  Neben den dynamischen Randbedingungen eines neuronalen Netzwerks beeinflusst auch die Komplexität der synaptischen Verbindungen, also der Kontaktstellen zwischen Neuronen, die Gedächtnisleistung des Netzwerks. Synapsen können sich, je nachdem in welchem so genannten Meta-Zustand sie sich befinden, mehr oder weniger leicht verändern.  Mittels mathematischer Modelrechnungen sollen in der Arbeitsgruppe funktionale Hypothesen zur Frage zu entwickelt werden, wie sich komplexe Übergänge zwischen den Meta-Zuständen der Synapsen auf die Gedächtnisleistung eines neuronalen Netzwerkes in einem verhaltensrelevanten Kontext auswirken können.  In einem  weiteren Forschungsprojekt zum Hörsystem soll untersucht werden, welche neuronalen Mechanismen der Trennung von Schallquellen, von denen in natürlicher Umgebung üblicherweise mehrere gleichzeitig vorhanden sind, zugrunde liegen.  Ziel dieses Projekts ist es, eine Theorie zu entwickeln, wie das Gehirn beliebige Kombinationen von Schallquellen trennen und lokalisieren kann.

 

HonorarprofessorProf. Dr. Monika JachmannJuristische FakultätMonika Jachmann, Richterin am Bundesfinanzhof, ist seit September 2006 Honorarprofessorin für öffentliches Recht, insbesondere Steuerrecht an der LMU.

Monika Jachmann, Jahrgang 1963, studierte von 1983 bis 1987 Rechtswissenschaften an der Universität Regensburg. 1990 legte sie ihr Zweites Juristisches Staatsexamen ab. Ein Jahr später wurde sie an der Universität Regensburg promoviert. Von November 1990 bis Juli 1993 war Monika Jachmann Regierungsrätin beim Bayerischen Staatsministerium der Finanzen.

Es folgte von 1994 bis 1995 eine Tätigkeit als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Regensburg. 1996 habilitierte sich Professor Jachmann mit einer Arbeit über „Die Fiktion im Öffentlichen Recht“ und erhielt die Venia legendi für Staats- und Verwaltungsrecht, Steuerrecht und Rechtsphilosophie.

Sie vertrat von April bis September 1996 den Lehrstuhl Knöpfle für Öffentliches Recht an der Universität Augsburg. Von Oktober 1996 bis 1997 lehrte sie Öffentliches Recht und Steuerrecht an der Universität Heidelberg; zeitgleich hatte sie einen Lehrauftrag für Steuerrecht an der Universität Augsburg.

Die Juristin wurde 1997 auf der Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Steuerrecht an der Friedrich-Schiller-Universität Jena berufen, wo sie bis 2001 forschte und lehrte. Danach ging sie als Geschäftsführende Direktorin an das Seminar für Finanz- und Steuerrecht an die Universität Hamburg. Seit 2005 ist Monika Jachmann Richterin am Bundesfinanzhof in München.

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse