Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Preise und Ehrungen

München, 28.02.2007

Vertigo-Forschungspreis für Professor Strupp
Professor Michael Strupp, Oberarzt an der Neurologischen Klinik Großhadern ist mit dem diesjährigen „Hennig Forschungspreis Vertigo 2006“ ausgezeichnet worden. Strupp erhält die Auszeichnung für seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Neurootologie und hier besonders für seine Arbeiten zur Pathogenese und Therapie der Neuritis vestibularis (Entzündung des Gleichgewichtsnervs), die unter anderem auch im New England Journal of Medicine publiziert worden sind. Der Forschungspreis ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde im Rahmen des 6. Hennig-Symposiums „Der Gleichgewichtssinn – Neues aus der Forschung und Klinik“ verliehen.
Im Oktober wurde Michael Strupp zudem zum korrespondierenden Mitglied der American Neurological Association ernannt.

 

Georg Nolte in UN-Völkerrechts-Kommission gewählt
Professor Georg Nolte ist im November 2006 zum Mitglied der Völkerrechtskommission der Vereinten Nationen gewählt worden. Nolte ist Leiter des Instituts für Internationales Recht an der LMU. Neben internationalen Lehrtätigkeiten hat besonders sein Engagement als Rechtsberater auf dem Gebiet des Verfassungs- und Völkerrechts in der „Europäischen Kommission für Demokratie durch Recht” des Europarats – die so genannte „Venedig-Kommission“ – internationale Anerkennung gefunden. Die Völkerrechtskommission ist seit ihrer Gründung 1948 das wichtigste Gremium für die Fortentwicklung und Kodifikation des Völkerrechts der Vereinten Nationen. Sie besteht aus 34 Mitgliedern, die der Kommission in ihrer persönlichen Eigenschaft angehören. Letztes deutsches Mitglied war der ehemalige LMU-Professor Bruno Simma, der im Februar 2003 zum Richter beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag gewählt wurde.

 

Europäisches Stipendium für LMU-Nachwuchsforscher
Dr. Phillip Krause, Nachwuchswissenschaftler an der Neurologischen Klinik und Poliklinik der Universität München ist mit einem Stipendium des Europäischen Forschungspreises EFIC Grünenthal Grant ausgezeichnet worden. Der Schmerzexperte erhält die Fördersumme von 15.000 Euro für seine herausragende klinische Erforschung eines komplexen, regional meist die Hand betreffenden, Schmerzsyndroms, das relativ häufig bei unproblematischen Verletzungen – etwa einem Handbruch –auftritt.Es geht mit ausgeprägten Schmerzen und einer Vielzahl anderer Beschwerden einher, die auf eine anhaltende Reaktion der entsprechenden Gehirnareale mit verändertem Aktivitätsmuster schließen lassen. Ziel des Projektes von Dr. Krause ist es, diese veränderten Muster näher zu untersuchen, wobei insbesondere auf die Wechselwirkung zwischen der betroffenen und der nicht betroffenen Seite innerhalb des Gehirns eingegangen werden soll.
Das Pharmaunternehmen Grünenthal GmbH vergibt seit 2004 jährlich Forschungsstipendien an Nachwuchswissenschaftler mit einer Gesamtsumme von 100.000 Euro. Unterstützung erhält das Familienunternehmen vom Dachverband der Europäischen Schmerzgesellschaften EFIC (European Federation of ISAP Chapters).

 

LMU-Chemiker Schnick erhält Wilhelm-Klemm-Preis
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) hat Professor Wolfgang Schnick, Lehrstuhl für Anorganische Festkörperchemie an der LMU, mit dem Wilhelm-Klemm-Preis der GDCh ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt die Gesellschaft die anwendungsorientierten Forschungsergebnisse von Schnick und seinem Forschungsteam auf dem Gebiet der Nitrido-Zeolithe sowie der Entdeckungund Optimierung neuer Leuchtstoffe. Der mit 7.500 Euro dotierte Wilhelm-Klemm-Preis wurde 1984 von der Degussa AG in Frankfurt am Main bei der GDCh gestiftet. Er erinnert an den Münsteraner Chemieprofessor Wilhelm Klemm (1896-1985), der auf dem Gebiet der anorganischen Chemie herausragend gearbeitet und diese auch international vorangetrieben hat. Mit dem Preis werden Chemikerinnen und Chemiker gewürdigt, die sich durch hervorragende Arbeiten Verdienste um die anorganische Chemie erworben haben. Besonders stolz ist Professor Schnick über diese Auszeichnung, da es sich bei Klemm um seinen, wie er sagt, „Doktor-Urgroßvater“ handelt: Schnicks Doktorvater Martin Jansen hat bei Professor Rudolf Hoppe promoviert, dieser hat seine Dissertation bei Klemm angefertigt.


Anästhesiologe der LMU erhält Angiologischen Preis

Dr. Philip M. Lang, Klinik für Anästhesiologie der Universität München, ist mit dem Angiologischen Preis der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) ausgezeichnet worden. Mit dem mit 10.000 Euro dotierten Preis werden klinisch-experimentelle Arbeiten auf dem Gebiet der Angiologie – ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit Gefäßerkrankungen befasst – ausgezeichnet. Philip Lang erhält den Preis für seine Arbeit „Sensory neuropathy and signs of central sensitization in patients with peripheral arterial disease“. Die Arbeit entstand in der Arbeitsgruppe „Schmerz“ an der Interdisziplinären Schmerzambulanz am Klinikum der Universität München, in Kooperation mit den Arbeitsgruppen von Professor Ulrich Hoffmann, Angiologie am Gefäßzentrum der Medizinischen Klinik Innenstadt sowie Professor Rolf-Detlef Treede, Institut für Physiologie, Universitätsklinik Mainz. In der Arbeit wird das Schmerzempfinden und die sensorische Funktion bei Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) untersucht.


Ehrendoktorwürde für Professor Otto

Professor Eckart Otto, Abteilung für Alttestamentliche Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der LMU ist mit der Ehrendoktorwürde der University of Pretoria, Südafrika, ausgezeichnet worden. Damit ehrt die Universität sein wissenschaftliches Werk in der Theologie als Alttestamentler sowie in der Soziologie. Otto seien nicht nur bahnbrechende Forschungen zur Literaturgeschichte der Hebräischen Bibel und zur Altorientalischen Rechtsgeschichte zu verdanken, sondern in der Soziologie auch zur Erforschung des Werkes von Max Weber.
Bereits im Jahr 2000 hat die Universität Pretoria den LMU-Wissenschaftler zum „Professor Honoré“ und Research Fellow ernannt, woraus mehrere gemeinsame Forschungsprojekte und Seminare für Doktoranden entstanden sind, die zu einem regelmäßigen Austausch zwischen München und Pretoria geführt haben. Auch in diesem Sommer wird wieder eine Forschergruppe aus Pretoria in München erwartet.
Seit 2002 ist Professor Otto Ehrenmitglied der Old Testament Society of Southern Africa, in der Hochschullehrer unter anderem aus Angola, Mosambik, Botswana, Namibia, Nigeria und Südafrika zusammengeschlossen sind. Er hat als Gastprofessor auch an der Universität Stellenbosch gelehrt. Professor Ottos Engagement im südlichen Afrika ist von der Erwartung geleitet, dass das Schicksal des afrikanischen Kontinents eine Schlüsselbedeutung auch für die Zukunft Europas hat.

 

LMU-Techniker für seine Forschung zum Judentum geehrt

Gerd Friedt, Elektrotechniker am Adolf-Butenandt-Institut für Physiologische Chemie der LMU, ist für seine Forschungen zur Geschichte des regionalen Judentums mit dem Rheinlandtaler des Landschaftsverbands Rheinland ausgezeichnet worden. Friedt habe den Menschen im Rheinland die jüdische Orts- und Regionalgeschichte überhaupt erst nahe gebracht, hieß es in der Laudatio. Friedt, Jahrgang 1945, wurde in Köln geboren und arbeitet seit 1980 als Elektrotechniker an der LMU. Mit der Forschung zum Judentum in seiner „alten“ Heimat befasst sich Friedt schon seit Mitte der 70er-Jahre. Bereits im Jahr 2001 wurde ihm für seine Forschungsleistungen das Bundesverdienstkreuz verliehen. Mit dem Rheinlandtaler ehrt der Landschaftsverband Rheinland Menschen, die sich in besonderer Weise um die kulturelle Entwicklung des Rheinlands verdient gemacht haben.

 

Forschungspreis für LMU-Veterinärinnen

Dr. Elke Heyn, Institut für Tierschutz, Verhaltenskunde und Tierhygiene sowie Dr. Susanne Zöls, Klinik für Schweine an der Tierärztlichen Fakultät der LMU sind im November vergangenen Jahres mit dem Schweisfurth-Forschungspreis für artgemäße Nutztierhaltung der Internationalen Gesellschaft für Nutztierhaltung (IGN) ausgezeichnet worden. Dr. Elke Heyn erhielt ein Preisgeld von 3.000 Euro für ihre Studien über „Tiergerechte Wasserversorgung von Pekingmastenten unter den Aspekten Tierverhalten, Tiergesundheit und Ökonomie“. In der Arbeit der Tiermedizinerin wurden verschiedene Tränkesysteme daraufhin untersucht, ob sie tiergerechtes Trinken und eine angemessene Körperpflege ermöglichen.
Für ihre veterinärmedizinische Dissertation „Möglichkeiten der Schmerzreduzierung bei der Kastration männlicher Saugferkel“ wurde Dr. Susanne Zöls ein Preisgeld von ebenfalls 3.000 Euro zugesprochen. Die Kastration von Ferkeln erfolgt aus Tierschutzgründen immer häufiger mit Betäubung. Die Arbeit untersucht die Wirkung eines der gängigen Lokalanästhetika und geht der Frage nach, ob es sinnvoll ist, den Tieren bereits vor der Kastration ein Schmerzmittel zu verabreichen.
Der mit insgesamt 9.000 Euro ausgelobte Forschungspreis für jeweils drei Themen der artgemäßen Nutztierhaltung ist der einzige seiner Art im deutschsprachigen Raum und richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die herausragende und anwendungsorientierte Arbeiten zur Förderung der artgerechten Nutztierhaltung veröffentlicht haben.


E.ON-Kulturpreis für LMU-Doktoranden

Hendrik Poeck, Doktorand im Bereich Klinische Pharmakologie an der LMU, hat für seine Doktorarbeit „Der Einfluss von plasmazytoiden dendritischen Zellen und immunstimulatorischer DNA auf B-Zellen des humanen Immunsystems“ einen von neun Kulturpreisen Bayern in der Kategorie „Universitäten“ der E.ON Bayern AG erhalten. Damit verbunden ist ein Preisgeld von 5.000 Euro. Gewürdigt werden Poecks umfassende Untersuchungen über das Zusammenspiel der verschiedenen Strukturen im menschlichen Immunsystem.
Seine Doktorarbeit analysiert die  erschiedenen zellulären Bestandteile und deren Zusammenspiel bei einer Immunantwort. Im Blickpunkt stand dabei die Frage, ob B-Zellen und PDCs (Pyruvat-Dehydrogenase-Komplexe) miteinander kooperieren. B-Zellen gehören zu den weißen Blutkörperchen und können bei Bedarf Antigene produzieren, um Krankheitserreger unschädlich zu machen. Bei PDC handelt es sich um eine Art Antigen. Mithilfe eines breiten Spektrums an immunologischen und molekularbiologischen Techniken gelang es Poeck, aufsehenerregende Erkenntnisse zu gewinnen.
Die aus seiner Arbeit gewonnenen Informationen konnten Arbeitsgruppen bereits mit Erfolg bei Patienten mit Hepatitis C anwenden. Poeck studierte Medizin an der LMU. Derzeit forscht er in der Abteilung für Klinische Pharmakologie an der LMU. Der Kulturpreis Bayern wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst zum zweiten Mal verliehen und ist mit insgesamt 154.000 Euro dotiert.


Brentano-Preis für Professor Bauer

Franz Alto Bauer, Professor für Frühchristliche und byzantinische Kunstgeschichte an der LMU, ist 2006 mit den Clemens Maria Brentano Preis des Deutsch-Italienischen Hochschulzentrums ausgezeichnet worden. Bauer erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Preis für seine archäologisch-kunsthistorischen Forschungen zur Stadt Rom im Frühmittelalter, insbesondere für sein Buch über die päpstliche Stiftungspolitik im 8. und frühen 9. Jahrhundert, das bereits 2004 erschienen ist. Die Preisverleihung fand am 15. November 2006 im Rahmen eines Staatsakts an der italienischen Botschaft in Berlin in Anwesenheit des Botschafters statt.
Der Clemens Maria Brentano Preis wurde 2004 vom Deutsch-Italienischen Hochschulzentrum ins Leben gerufen. Er wird jährlich an junge Deutsche verliehen, die mit ihren Recherchen einen wichtigen Beitrag zu den Italienstudien geleistet haben. Die Disziplinen wechseln jährlich und betreffen die Italianistik, die Philosophie, die Rechtswissenschaften, die Politikwissenschaften, die Geschichte und die Naturwissenschaften. Der Preis besteht aus einem Geldbetrag in Höhe von 5.000 Euro sowie einem Stipendium von ebenfalls 5.000 Euro für einen Forschungsaufenthalt in Italien – beides wird aus Mitteln des Deutsch-Italienischen Hochschulzentrums finanziert.


Einhard-Preis für Professor Weis

Professor Eberhard Weis, emeritierter Ordinarius für Neuere Geschichte an der LMU, ist mit dem Einhard-Preis der Seligenstädter Einhard-Stiftung ausgezeichnet worden. Weis erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Preis für seine zweibändige Biographie des bayerischen Staatsmannes Maximilian Graf von Montgelas (1759-1838), der als Architekt des modernen bayerischen Staates gilt.
„Im Unterschied zu Preußen bestehe der Staat Bayern als deutsches Bundesland weiter und damit auch der Grundriss der Montgelasschen Neugründung“, heißt es in der Begründung des Stiftungskuratoriums. Weis grundiere diese dramatischen ereignisgeschichtlichen Vorgänge mit einer breit angelegten sozial-, rechts- und verwaltungsgeschichtlichen Dimension, die das Werk zu einem Beitrag zum Verständnis unseres Kontinents mache. Der Einhard-Preis wird alle zwei Jahre als Anerkennungspreis für herausragende biographische Werke verliehen.  Erstmals wurde die Auszeichnung 1999 vergeben.


GDSU Preis 2007 für Dr. Heran-Dörr

Dr. Eva Heran-Dörr, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik, Professor Joachim Kahlert, erhält den mit 1.000 Euro dotierten Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Gesellschaft für die Didaktik des Sachunterrichts (GDSU).
Mit dem diesjährigen Preis zeichnet die GDSU Dr. Heran-Dörrs Dissertationsarbeit zum Thema „Entwicklung und Evaluation einer Lehrerfortbildung zur Förderung der physikdidaktischen Kompetenz von Sachunterrichtslehrkräften – Eine explorative Studie“ aus. Ihre Forschungsarbeit erfolgte im Rahmen eines Kooperationsprojekts der Lehrstühle Grundschulpädagogik und Physikdidaktik der LMU. Heran-Dörr hat eine Internetplattform für  Sachunterrichtslehrkräfte sowie eine damit verbundene Lehrerfortbildungsmaßnahme entwickelt und erprobt. Wesentliches Ziel dieser Fortbildungsmaßnahme ist es, Lehrerinnen und  Lehrer dabei zu unterstützen, die Vorstellungen von Kindern über Naturphänomene im Unterricht aufzugreifen und sie zu gesichertem grundlegenden Wissen weiterzuentwickeln.
Dr. Heran-Dörr ist Lehrerin und Schulpsychologin und arbeitet seit 2002 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Schul- und Bildungsforschung. Der GDSU-Preis wird für eine besonders herausragende Arbeit in der Didaktik des Sachunterrichts verliehen.

 

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse