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LMU-Honorarprofessorin Elena Conti erhält Leibniz-Preis

München, 07.12.2007

Professor Elena Conti vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried wurde gestern gemeinsam mit Dr. Elisa Izaurralde vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet. Conti leitet das Department „Strukturelle Zellbiologie“ am MPI für Biochemie. Sie ist zudem Honorarprofessorin an der Fakultät für Chemie und Pharmazie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und Mitglied des Exzellenzclusters „Center for Integrated Protein Science (CIPSM)“. Der Leibniz-Preis wird jährlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an maximal zehn herausragende Spitzenforscherinnen und –forscher vergeben. Die Wissenschaftler sollen relativ jung sein und sich in einer Phase wachsender Produktivität befinden. Der Leibniz-Preis ist die höchste wissenschaftliche Auszeichnung in Deutschland und mit jeweils bis zu 2,5 Millionen Euro dotiert. Das Geld soll die Preisträger vor allem von administrativen Aufgaben entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler erleichtern.

Die beiden Molekularbiologinnen Elena Conti und Elisa Izaurralde werden zusammen mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet. Denn sie haben gemeinsam grundlegend neue Erkenntnisse zum intrazellulären RNA-Transport und zum RNA-Metabolismus erzielt. RNA ist eine dem Erbmolekül DNA nahe verwandte Nukleinsäure. Elena Conti begann ihre Karriere als Röntgenstrukturanalytikerin und arbeitete einige Jahre eng zusammen mit der Biochemikerin Elisa Izaurralde am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg. Dabei verstärkten sich die beiden Forscherinnen in ihren Interessen und ergänzten sich in ihrer Forschungsarbeit: So untersuchte Elena Conti vor allem die strukturellen Aspekte des intrazellulären RNA-Transports, während sich Elisa Izaurralde auf die funktionalen Aspekte konzentrierte. Auf diese Weise identifizierten und charakterisierten sie eine Reihe von Faktoren wie die Nukleoporine oder die Proteine NXF1/p15 und Mtr2. Diese und weitere Gemeinschaftsarbeiten ermöglichten neue Einsichten in die hochkomplexe Regulation der Genexpression.

Ansprechpartner:
Professor Dr. Elena Conti
Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried
Tel.: 089 / 8578-3602
E-Mail: conti@biochem.mpg.de

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