Ludwig-Maximilians-Universität München
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Nobelpreisträger Günter Blobel spricht am Genzentrum

München, 02.07.2007

Der Nobelpreisträger Günter Blobel hält am Dienstag, 10. Juli 2007, an der LMU einen Vortrag zum Thema „Traffic through the nuclear pore complex“. Der Biochemiker spricht auf Einladung des Internationalen Doktorandenkollegs “Protein Dynamics in Health and Disease” um 17 Uhr im Hörsaal des Genzentrums, Feodor-Lynen-Straße 25, 81377 München.

In seinem Vortrag geht Günter Blobel auf die Transportfähigkeit des Kernporenkomplexes ein. Jeder Zellkern ist von einer Doppelmembran umgeben. Innere und äußere Kernmembran stehen untereinander durch so genannte Kernporen in Verbindung. Diese Kernporen sind mit einem spezifisch strukturierten Material, dem Kernporenkomplex, ausgefüllt und stellen die einzige Verbindung zwischen Kerninneren und Cytoplasma dar. Das Labor von Günter Blobel erforscht seit langem die Struktur des Kernporenkomplexes und den Transport durch ihn hindurch. So konnten die Forscher beispielsweise zum ersten Mal Proteine des Kernporenkomplexes isolieren und untersuchen.

Günter Blobel ist 1936 im schlesischen Waltersdorf geboren. Nach dem Medizinstudium in Frankfurt am Main, München, Kiel, Freiburg und Tübingen wurde er 1967 mit einem Ph.D. an der University of Wisconsin promoviert. Anschließend wechselte er an die Rockefeller University New York, wo er seit 1992 Professor ist. 1999 erhielt er den „Nobelpreis für Physiologie oder Medizin“ für die Entdeckung, dass neu synthetisierte Proteine eine bestimmte Signalsequenz besitzen, die für Lokalisation und Transport der Proteine codieren. Einen Großteil des Preisgeldes brachte er in die Stiftung „Friends of Dresden“ ein, die sich für den Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden einsetzte.

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