Ludwig-Maximilians-Universität München
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"Postcolonial Studies: Inventur und Invention"

Workshop wagt neuen Blick auf Forschung zu kultureller Kolonisation

München, 05.12.2006

Seit einigen Jahren befinden sich wissenschaftliche Richtungen wie die Kulturtransfer-, Migrations- und Reiseliteraturforschung sowie die Geschichte der internationalen Beziehungen im Aufwind. Davon profitiert auch die Erforschung des europäischen Kolonialismus und Imperialismus, die an der Schnittstelle von Literaturwissenschaften, Kunstgeschichte und Ethnologie angesiedelt ist. Diese unter dem Sammelbegriff „Postcolonial Studies“ zusammengefasste Forschungsrichtung steht im Mittelpunkt eines Workshops am 16. Dezember 2006 im Internationalen Begegnungszentrum in der Amalienstraße 38. Der interdisziplinäre Workshop wird von der DFG-Forschergruppe „Anfänge (in) der Moderne“ veranstaltet.

Unter dem Titel „Postcolonial Studies: Inventur und Invention“ gehen Forscherinnen und Forscher unterschiedlicher Fächer der Frage nach, welche Aussichten die Postcolonial Studies für historische und kulturelle Felder bieten, die noch nicht im Vordergrund des Forschungsinteresses standen. Die Aufmerksamkeit richtet sich bislang zumeist auf die Kulturen ehemals kolonialer Länder, um deren Selbstwahrnehmung im Zusammenhang widerstreitender Vorgaben und Vorbilder zu erforschen, so eine Annahme der Veranstalter. Der Workshop will dazu einladen, diesen Forschungshorizont zu erweitern und eine „Inventur“ bestehender Konzepte vorzunehmen. Diskutiert wird unter anderem darüber, wie und in welcher Hinsicht von „postcolonial Europe“ gesprochen werden kann, was es bedeuten würde, Amerika in transnationaler Perspektive in den Blick zu nehmen und wie eine postkoloniale Altertumsforschung oder Skandinavistik aussehen könnte.

Weitere Informationen unter www.forschergruppe-anfaenge.lmu.de.

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos. Es wird um Anmeldung gebeten unter cordula.lemke@anglistik.uni-muenchen.de.

 

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