Ludwig-Maximilians-Universität München
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Trojanisches Pferd für Tumorzellen

Mikrovehikel schleusen potentiell toxische Ladung in Krebszellen

München, 27.07.2006

Ein ungenießbares Geschenk für Tumorzellen hat sich Almudena Muñoz Javier einfallen lassen. Die spanische Doktorandin forscht in der Gruppe von Dr. Wolfgang Parak am Lehrstuhl für Angewandte Physik - Biophysik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. In Zusammenarbeit mit Dr. Andre Skirtach und Dr. Gleb Sukhorukov vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam entwickelte sie nur wenige Mikrometer große Polymerkapseln, die in Krebszellen geschleust und dort mit einem Laserimpuls zerstört werden konnten.

Wie in der Fachzeitschrift „Angewandte Chemie“ berichtet, werden durch das Laserlicht Gold-Nanopartikel in der Wand der Kapsel so lange und stark erhitzt, bis sich die Wand der Kapsel öffnet. Auf diesem Weg wurde eine Substanz aus der Kapsel in der Zelle freigesetzt. Im Test wurde nur eine fluoreszierende Substanz verwendet, um verfolgen zu können, wie sich das Material in der Zelle ausbreitet. Der Ansatz könnte möglicherweise aber auch der erste Schritt sein zu einer sicherlich noch weit entfernten Anwendung, bei der toxische Stoffe in Tumorzellen – und nur in diese – eingebracht werden.

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