Ludwig-Maximilians-Universität München
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München, 20.12.2006

Prof. Dr. Franz Alto Bauer
Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften

Franz Alto Bauer, Jahrgang 1965, hat im Juli 2006 eine W2-Professur am Institut für Byzantinistik, Byzantinische Kunstgeschichte und Neogräzistik der LMU angetreten. Bauer studierte von 1986 bis 1991 Spätantike Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte an der LMU. Er promovierte 1993 mit einem Doktorandenstipendium der Gerda Henkel Stiftung. 1994-1995 war er Stipendiat an der Bibliotheca Hertziana (Max-Planck-Institut) in Rom, von 1997 bis 2002 war er als Referent für Spätantike und Frühmittelalter an der Abteilung Rom des Deutschen Archäologischen Instituts tätig. 2001 habilitierte er sich an der Universität Basel und vertrat im Anschluss die Professur für Spätantike und Frühmittelalter an der LMU. 2002 war Franz Alto Bauer als Regular Fellow am Center for Byzantine Studies der Harvard University. Dem folgte 2003 ein Forschungsaufenthalt an der Abteilung Istanbul des Deutschen Archäologischen Instituts sowie im selben Jahr eine Vertretung des Lehrstuhls für Mittelalterliche Kunstgeschichte an der Universität Zürich. Bauer ist Träger der Richard-Krautheimer-Medaille und korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts.

In der Forschung beschäftigt sich Bauer mit der Wahrnehmung des städtischen Umfelds in Spätantike und Frühmittelalter, insbesondere mit der Inszenierung von Denkmälern, der Statuenausstattung, den städtischen Prozessionen, dem Pilgerwesen und der Konstruktion eines ‚christlichen’ Stadtbilds in Heiligenlegenden. Ein weiterer Schwerpunkt seiner derzeitigen Forschung ist die architektonische, und liturgische Inszenierung des Heiligen im mittelalterlichen Westen und im byzantinischen Osten.

Bauers Fokus in der Lehre liegt auf der Auseinandersetzung des Westens mit Byzanz, d.h. der Wahrnehmung von Byzanz als ebenso fremde wie faszinierende Kultur sowie der Frage nach den Gründen der allmählichen Entfremdung zwischen West und Ost. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Interdisziplinarität und Kultur vergleichenden Forschung sind in den kommenden Semestern gemeinsame Seminare und Exkursionen mit der Klassischen Archäologie, Alten Geschichte, Byzantinistik und Islamischen Kunstgeschichte geplant.

 

Prof. Dr. Martin Schütte
Fakultät für Psychologie und Pädagogik

Martin Schütte, Jahrgang 1942, wurde im Februar 2006 zum Honorarprofessor für Personalpsychologie an der LMU ernannt. Er studierte Rechtswissenschaften und Volkswirtschaftslehre an der LMU sowie den Universitäten Berlin und Hamburg. 1970 promovierte Schütte an der Universität Kiel und absolvierte ein Jahr später seine zweites juristisches Staatsexamen in München. Von 1971 bis 1998 arbeitete er in verschiedenen Funktionen der Hypobank und wurde schließlich Mitglied des Vorstandes. In dieser Position zeichnete er vor allem für Personal sowie regionale Filialbereiche verantwortlich. Bis 1999 war er Mitglied des Vorstandes der fusionierten Hypovereinsbank. Mit dem Eintritt in den Ruhestand 2001 übte Schütte verschiedene Aufgaben aus etwa als Aufsichtsrat von jungen Unternehmen oder als Gründungsvorstand des Human Capital Club e.V. München. Zudem ist er als Lehrbeauftrager in der Fakultät für Psychologie und Pädagogik sowie für Betriebswirtschaft an der LMU tätig. Seine Lehrveranstaltungen beschäftigen sich unter anderem mit Personalmanagement, Psychologie der Fusionen sowie Mitarbeiter- und Unternehmensführung. Er unterrichtet vor allem Studierende der Psychologie, der  Pädagogik sowie der Betriebswirtschaftlehre.

 

Prof. Dr. Ulrich Pfisterer
Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften

Ulrich Pfisterer, Jahrgang 1968, hat zum Oktober eine Professur für die Kunstgeschichte Italiens am Institut für Kunstgeschichte der LMU angetreten.

Von 1989 bis 1994 studierte Pfisterer Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Philosophie an den Universitäten Freiburg i. Br. und München. 1997 promovierte er an der Universität Göttingen. Seit 1999 war er zunächst Assistent, ab 2002 Juniorprofessor am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg, wo er sich 2006 auch habilitierte. Pfisterer erhielt zum Teil mehrjährige Stipendien unter anderem an der Bibliotheca Hertziana, Rom (Max-Planck-Institut), am Kunsthistorischen Institut in Florenz, an der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel sowie am Getty Research Center in Los Angeles. Der Kunsthistoriker wurde 2000 unter anderem mit dem Aby-M.-Warburg-Stipendium der Freien und Hansestadt Hamburg und 2003 Hanno-und-Ilse-Hahn-Preis der Bibliotheca Hertziana ausgezeichnet.

Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt Pfisterers liegt in der Ausdifferenzierung der Gattungen in den italienischen Bildkünsten in der Zeit von 1300 bis 1650. Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Harvard University forscht Pfisterer zudem über toskanische Grabmäler der Renaissance. Darüber hinaus erarbeitet er zusammen mit Forschern der Humboldt-Universität Berlin sowie des Kunsthistorischen Instituts in Florenz eine Ausstellung und eine Quellenedition zu Cennino Cennini und den Kunstdiskurs um 1400.

In der Lehre liegt sein Schwerpunkt auf Italien und auf den Verflechtungen von künstlerischer Praxis, Literatur und Kunsttheorie immer auch mit Blick auf den europäischen Kontext, auf Methoden- und forschungsgeschichtliche Fragen.

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse