Ludwig-Maximilians-Universität München
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München, 17.10.2006

Prof. Dr. Ludger Wößmann
Volkswirtschaftliche Fakultät

Ludger Wößmann, geboren 1973, hat zum Sommersemester 2006 eine gemeinsam von LMU und dem ifo Institut für Wirtschaftsforschung ausgeschriebene W3-Professur für Volkswirtschaftslehre insbesondere Bildungsökonomie an der Volkswirtschaftlichen Fakultät der LMU angetreten.
Professor Wößmann studierte von 1993 bis 1998 Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Marburg und Kent in Canterbury, Großbritannien. Von 1998 bis 1999 absolvierte er das Advanced Studies Program in International Economic Policy Research am Institut für Weltwirtschaft in Kiel, wo er anschließend eine Stelle als wissenschaftlicher Angestellter antrat. An der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der dortigen Universität promovierte Wößmann 2001 mit einer Arbeit zu „Schooling and the Quality of Human Capital“.
Im Mai 2006 habilitierte er sich in Volkswirtschaftslehre an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität München.
Seit 2003 ist er am ifo Institut für Wirtschaftsforschung in München beschäftigt, wo er nun den Bereich „Humankapital und Innovation“ leitet.
Sein Schwerpunkt in Forschung und Lehre an der LMU sowie am ifo Institut ist vor allem der Bereich Bildungsökonomik und hier insbesondere Untersuchungen und Analysen von Effizienz und Chancengleichheit schulischer Bildungsprozesse anhand mikroökonometrischer Anwendungen mit internationalen Schülerleistungstests wie PISA, IGLU und TIMSS.
Wößmann verbrachte Forschungsaufenthalte unter anderem in Harvard, Stanford, Cornell und am National Bureau of Economic Research. Er ist Koordinator des von der Europäischen Kommission geförderten Europäischen Expertennetzwerkes Bildungsökonomik und wurde unter anderem mit dem Bruce H. Choppin Memorial Award der International Association for the Evaluation of Educational Achievement, dem Young Economist Award der European Economic Association und dem EIB Prize der European Investment Bank ausgezeichnet. Wößmann ist Mitglied des Editorial Board des Economics of Education Review, des „Aktionsrats Bildung“ sowie des Bildungsökonomischen Ausschusses des Vereins für Socialpolitik. Er ist Research Affiliate am Program on Education Policy and Governance an der Harvard University.

 

Prof. Dr. Karsten Suhre
Fakultät für Biologie

Karsten Suhre, Jahrgang 1964, hat zum September 2006 eine gemeinsam von LMU und dem GSF Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit ausgeschriebene Professur für Bioinformatik angetreten. Suhre studierte Physik an der Universität Osnabrück und promovierte 1994 an der Universität von Toulouse im Bereich Meteorologie und Chemie der Atmosphäre. Von 1994 bis 1999 forschte Suhre als "Charge de Recherche" CNRS am französischen „Centre National de la Recherche Scientifique“ (CNRS) in Toulouse im Bereich Geowissenschaften. Im Jahre 2000 unterbrach er für zwei Jahre er seine universitäre Laufbahn um sich im Projektmanagement der Automobilentwicklung bei der Wilhelm Karmann GmbH zu widmen. 2002 wechselte er in die Bioinformatik, wo er sich 2004 im Gebiet der vergleichenden Genomik und der strukturalen Bioinformatik an der Universität Marseille II habilitierte. Bis 2006 forschte Suhre dann als "Directeur de Recherche" im Bereich der Lebenswissenschaften am CNRS. Sein Forschungsinteresse im Bereich der Bioinformatik lag bislang auf der Genomanalyse von Prokaryonten und großen DNA-Viren, und der Röntgenstrukturanalyse von Proteinen eben dieser Organismen.  Seine Forschung verfolgt multidisziplinäre Ansätze mit enger Bindung an experimentell arbeitende Gruppen. Als für ihn neuen Schwerpunkt an der LMU wird Suhre sich vor allem dem Bereich der Systembiologie und der Metabolomics zuwenden.

 

Prof. Dr. Johannes Moser
Fakultät für Kulturwissenschaften

Johannes Moser, geboren 1958, hat seit 1. August 2006 den Lehrstuhl für Volkskunde/Europäische Ethnologie an der LMU inne. Von 1979 bis 1987 studierte Moser zunächst Rechtswissenschaften und danach Volkskunde und Europäische Ethnologie an der Universität Graz. Ab 1988 bis 1992 forschte Moser im Büro für Sozialforschung in Graz über Arbeitsbedingungen und Arbeitslosigkeit in verschiedenen Regionen Österreichs.
Nach einer Tätigkeit als Lektor am Institut für Volkskunde promovierte Moser 1993 mit einer Arbeiter über die kulturelle Bedeutung von Arbeit und Arbeitslosigkeit. Danach war er bis 1999 Hochschulassistent am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Universität Frankfurt am Main.
Nach freischaffender wissenschaftlicher Tätigkeit und verschiedenen Lehraufträgen an den Universitäten Zürich, Basel und Frankfurt a. M. sowie einer Gastprofessur an der Universität Graz habilitierte sich Moser 2002 in Frankfurt mit einer Arbeit zur Ethnografie des Wandels in einer steirischen Bergbaugemeinde. Im Anschluss folgte eine Tätigkeit als Bereichsleiter Volkskunde am Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden. In den Jahren 2002 und 2003 war er Lehrbeauftragter an der Universität Leipzig und anschließend an den Universitäten Frankfurt a. M. und der Humboldt-Universität, Berlin. Noch bis 2008 leitet Moser das von der DFG bewilligte Projekt: „Ländlicher Alltag auf dem Weg in die Moderne. Sächsische und oberlausitzische Agrargesellschaften zwischen Rétablissement und 1. Weltkrieg (1763-1914)“.  Weitere Forschungs- und Verbundprojekte etwa zur Stadtanthropologie sind in Planung.
Bei der Lehre an der LMU wird die Vermittlung der theoretischen Grundlagen des Faches Volkskunde/Europäische Ethnologie ebenso im Zentrum stehen wie die Implementierung des so genannten „Projektstudiums“ oder „Forschenden Lernens“.

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse