Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Neuberufen

München, 17.07.2006

Prof. Dr.  Jan Christoph Meister, Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften

Zum Sommersemester 2006 hat Jan Christoph Meister, Jahrgang 1955, eine Professur für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Computerphilologie an der LMU angetreten. Von 1974 bis 1981 studierte Meister Germanistik, Geschichte, Anglistik und Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg und promovierte dort 1986. Danach war er bis 1995 als Lecturer, Senior Lecturer und Associate Professor an der University of the Witwatersrand im südafrikanischen Johannesburg tätig. 2001 erfolgte seine Habilitation in Neuerer Deutscher Literatur mit einem Habilitationsstipendium der DFG an der Universität Hamburg. Seit 1999 ist er Mitglied der Hamburger „Forschergruppe Narratologie“. Meisters Forschungsschwerpunkte liegen in der Neueren Deutschen Literatur und schwerpunktmäßig in den Bereichen Narratologie sowie Humanities Computing/ Computerphilologie. Sein aktuelles von der DFG gefördertes Forschungsprojekt „Story Generator Algorithmen“ untersucht die Möglichkeiten zur Simulation menschlicher Erzählkompetenz mit Computern und evaluiert Erzählalgorithmen mit Hilfe eines narratologischen Kriterienrasters. Auch in der Lehre gilt Meisters Interesse der Möglichkeit, traditionelle philologische Inhalte und Themen mit neuen Methodologien, Technologien und Medien zu verknüpfen. Disziplinäre und methodische Grenzüberschreitungen und Begegnungen möchte er auch in Zusammenarbeit mit hiesigen Kolleginnen und Kollegen erproben – im Sinne eines Dialogs, der den Geisteswissenschaften wie deren Gesprächspartnern unter dem Stichwort „Digital Humanities“ neue interdisziplinäre Perspektiven und den Studierenden zukunftsorientierte Qualifikationsmöglichkeiten eröffnet.

 

Prof. Dr. Ulf Kleineberg, Fakultät für Physik

Ulf Kleineberg, Jahrgang 1962, ist seit April 2006 Professor für Experimentalphysik an der LMU. Er studierte in Bielefeld Physik, wo er 1994 auch promovierte. Anschließend arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an Projekten zu EUV-Röntgenoptiken, STM-Nanolithographie sowie zur Photoelektronenmikroskopie mit Synchrotronstrahlung. In den Jahren 1998/1999 folgte ein Forschungsaufenthalt in Kalifornien am Center for X-Ray Optics des Lawrence Berkeley National Laboratory. Anfang 2001 habilitierte er sich an der Universität Bielefeld in Experimentalphysik. 2005 folgte er dem Ruf an die LMU. Seine zukünftigen Forschungsschwerpunkte sieht er in der Anwendung neuartiger, kohärenter ultrakurzer Röntgenpulse für Experimente zur zeitaufgelösten Spektroskopie und Mikroskopie, die zur Aufklärung ultraschneller Elektronenbewegungen in Atomen, Molekülen sowie auf Festkörperoberflächen in Raum und Zeit beitragen. Kleineberg arbeitet dabei eng mit außeruniversitären Forschungsinstituten wie dem Max-Planck-Institut für Quantenoptik, dem Berliner Elektronenspeicherring BESSY oder der Advanced Light Source zusammen. Im Bereich der Lehre gilt sein Interesse der frühzeitigen Einbindung von Studierenden in aktuelle Forschungsprojekte.

 

Prof. Dr.  Daniel Hans-Joachim Edelhoff, Medizinische Fakultät

Daniel Hans-Joachim Edelhoff, 1959 in Essen geboren, hat zum Mai 2006 eine Professur für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde angetreten. Nach einer Ausbildung und Tätigkeit als Zahntechniker studierte er von 1986 bis 1991 Zahnmedizin an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Nach seiner Approbation als Zahnarzt 1992 arbeitete er an der Klinik für Zahnärztliche Prothetik der RWTH, wo er 1994 auch promovierte. Von 1999 bis 2001 war er zu einem DFG-Forschungsaufenthalt am Dental Clinical Research Center der Oregon Health and Sciences University im US-amerikanischen Portland. Danach arbeitete er als Oberarzt an der Klinik für Zahnärztliche Prothetik der RWTH, wo er sich 2003 habilitierte. Edelhoffs zukünftige Forschungsprojekte umfassen die Entwicklung neuer Werkstoffe und Herstellungsmethoden für den Zahnersatz (CAD/CAMTechnologie, Rapid prototyping), den Aufbau endodontisch behandelter Zähne mit In-vitro und In-vivo-Evaluierung neu entwickelter Aufbaumaterialien. Er beschäftigt sich zudem mit Stiftsystemen, computergestützter Planung von Implantat getragenem Zahnersatz, computergestützter Auswertung von Zahnpräparationen in der Studentenausbildung sowie der klinischen Evaluierung neuer Restaurationsmethoden und -materialien im Rahmen prospektiv angelegter Langzeitstudien.

 

Prof. Dr. Achim Hartschuh, Fakultät für Chemie und Pharmazie

Seit April 2006 ist Achim Hartschuh Professor am Department Chemie und Biochemie. Er studierte von 1991 bis 1996 Physik in Tübingen und Stuttgart, wo er 2001 auch promovierte. Anschließend arbeitete er als Postdoc am Institute of Optics an der University of Rochester im US-Bundesstaat New York. 2002 bis 2005 übernahm Hartschuh eine Juniorprofessur für Physikalische Chemie an der Universität Siegen und anschließend eine am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Tübingen, wo er jeweils über Nahfeld- und Nano-Optik sowie über Einzelmolekülspektroskopie forschte. Schwerpunkt seiner Forschung ist die Entwicklung und Anwendung neuer Methoden der optischen Mikroskopie zur Charakterisierung einzelner (Bio-) Moleküle und Quantenstrukturen auf der Nanometerskala. Momentan ist es seiner Gruppe als weltweit einziger möglich, Photolumineszenz und Ramanstreuung einzelner Kohlenstoffnanoröhren mit einer Ortsauflösung von etwa zehn Nanometern simultan zu beobachten.UFE36In der Lehre vertritt Hartschuh die Inhalte der Physikalischen Chemie mit Vorlesungen zu den Themen Hochauflösende Nano-Optik, Mikroskopiemethoden für die Nanotechnologie sowie moderne Methoden der Laserspektroskopie, wobei die experimentellen Möglichkeiten vielfältige Anknüpfungspunkte für gruppen- und fachübergreifende Kooperationen im Münchener Forschungsumfeld eröffnen.

 

Prof. Dr. Makoto Hayashi, Fakultät für Biologie

Makoto Hayashi hat zum Januar 2006 eine Professur am Institut für Genetik der LMU angetreten. Der 1966 in Tokio geborene Wissenschaftler studierte von 1986 bis 1991 Biologie an der Universität von Tokio, wo er 1991 einen „Bachelor of Science“ im Bereich Pflanzenbiologie erhielt. Er setzte sein Studium in Tokio fort und bekam für den Zeitraum 1993 bis 1996 ein Stipendium der Japan Society for the Promotion of Science für japanische Nachwuchswissenschaftler. 1996 promovierte er und arbeitete danach ein Jahr lang als Forscher am japanischen Institute of Physical and Chemical Research (RIKEN). Dem folgte von 1997 bis 2005 eine Stelle als Assistant Professor und Gruppenleiter im Department für Biotechnologie an der Graduiertenschule für Ingenieurwissenschaft der Universität Osaka. 2005 wurde er mit dem „Botanical Society of Japan Award for Young Scientists“ ausgezeichnet. Das Hauptaugenmerk seiner Arbeit liegt auf der molekularen Genetik und Zellbiologie der Wurzelknotensymbiose. Er untersucht den Signalweg, mit dem Pflanzen Rhizobien erkennen und in ihre Zellen integrieren. Rhizobien sind Bakterien, die atmosphärischen Stickstoff binden. Durch die Symbiose mit diesen in ihren Wurzelknoten, ist es Pflanzen möglich, diesen atmosphärischen Stickstoff als Nahrung zu nutzen. Bisher aber bilden nur Hülsenfruchtpflanzen solche Symbiosen. Für andere Pflanzen werden nach wie vor chemische Stickstoff- Düngemittel mit fossilen Kraftstoffen hergestellt, ein Verfahren, das in den USA schon fünf Prozent des jährlichen Erdgasverbrauchs beansprucht.

 

Prof. Dr. Dr. H.C. Thomas Ruzicka, Medizinische Fakultät

Professor Thomas Ruzicka hat zum 1. Mai 2006 als Nachfolger von Professor Gerd Plewig die Leitung der Klinik für Dermatologie und Allergologie der LMU übernommen. Der 1952 in Prag geborene Ruzicka, der nach seiner Übersiedelung in die Bundesrepublik am Münchener Gisela-Gymnasium Abitur machte, hat bereits von 1982 bis 1993 an der Klinik gearbeitet und sich hier habilitiert. Danach wurde er an die Hautklinik der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf berufen, wo er bis 2006 als Direktor tätig war.

Seine Forschungsschwerpunkte lagen bisher vor allem in der Erforschung der Entstehung entzündlicher Hautkrankheiten wie der Neurodermitis und der Schuppenflechte sowie des schwarzen und weißen Hautkrebses und allergischer Erkrankungen. Dabei konnte er besondere Erfolge mit der Einführung neuer Therapieverfahren verzeichnen. Er leitete einen Sonderforschungsbereich der DFG, der sich mit Fragen der Umweltmedizin, speziell den Allergien und den Folgen der Ultraviolettstrahlung, beschäftigte. In der klinischen Dermatologie gilt er international als einer der führenden Experten auf allen Gebieten des Faches. Zukünftig möchte Ruzicka die molekulare Grundlagenforschung stärken. Sein Ziel ist die Einrichtung eines Sonderforschungsbereiches für die Entstehungsweise von Hautentzündungen sowie die Gründung eines Stiftungslehrstuhls und eines Instituts für experimentelle Dermatologie. Der Hautkrebs ist ein weiterer Forschungsschwerpunkt. Im klinischen Bereich sind der Ausbau einer Ambulanz für chronische Hautwunden sowie der Aufbau eines Bayerischen Psoriasiszentrums und einer Neurodermitis-Sprechstunde geplant. Außerdem soll die ästhetische Dermatologie ausgebaut werden.

 

Prof Dr. Felix Beuschlein, Medizinische Fukultät

Zum Juni 2006 hat Felix Beuschlein, 1969 in Aschaffenburg geboren, eine Professur an der LMU angetreten und leitet hier die Abteilung „Endokrinologische Forschung“ an der Medizinischen Klinik Innenstadt. Von 1990 bis 1996 studierte er Humanmedizin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, wo er 1997 promovierte. 1998 erhielt er seine Approbation als Arzt und 2004 die Anerkennung als Internist. Ein Jahr später habilitierte er sich an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Von 2000 bis 2002 war er mit einem DFG-Forschungsstipendium als Visiting Research Fellow bei der Division of Endocrinology & Metabolism der University of Michigan in den USA. Ab 2005 war er Funktionsoberarzt und kommissarischer Leiter des Schwerpunktes Endokrinologie und Diabetologie an der Medizinischen Universitätsklinik Freiburg. Bei der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) ist er seit 2006 Sprecher der Sektion „Nebenniere, Hypertonie und Steroide“. Beuschlein arbeitet in der klinisch-orientierten Forschung an der Therapieoptimierung von Patienten mit Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen und Osteoporose. Er engagiert sich für die Europäische Vernetzung von klinischer und grundlagenorientierter Forschung an der Nebenniere (ENS@T). Seine Schwerpunkte in der Grundlagenforschung umfassen die Tumorgenese der Nebenniere, die stressbedingte Regulation der Hypothalamus- Hypophysen-Nebennierenachse, die Adulte Adrenale Stammzellforschung sowie Mausmodelle von Nebennierenerkrankungen

 

 

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse