Ludwig-Maximilians-Universität München
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Glieder des Papstleibes oder Nachfolger der Apostel?

Internationales Historiker-Netzwerk wird an der LMU eröffnet

München, 03.11.2006

Die Kardinäle sind die höchsten katholischen Würdenträger nach dem Papst. Über die Bedeutung des Kardinalats in den ersten Jahrhunderten seines Bestehens weiß man aber nur wenig. Ein wissenschaftliches Netzwerk soll jetzt die Forschung über die Kardinäle des Mittelalters voranbringen „Glieder des Papstleibes oder Nachfolger der Apostel? Die Kardinäle des Mittelalters“ lautet der Titel des Projekts, das über drei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Das wissenschaftliche Netzwerk, das von dem Historiker Dr. Jürgen Dendorfer von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und seinem Kollegen Dr. Ralf Lützelschwab von der Freien Universität Berlin geleitet wird, soll international den Austausch von jungen und etablierten Forschern zum mittelalterlichen Kardinalat stärken.

Im 11. Jahrhundert erlangten Teile des altrömischen Klerus an der Seite des sich erneuernden Papsttums weit über Rom hinaus Macht und Bedeutung. Seither standen sie als Kardinäle dem Papst beratend zur Seite und unterstützten ihn bei der Regierung der Kirche. Die Kardinäle, die sich mehr und mehr als Kollegium verstanden, entwickelten Ansprüche auf Teilhabe an der päpstlichen Herrschaft – fußend auf ihrem Recht der Papstwahl und Formen einvernehmlicher Entscheidung. Trotz seiner zentralen Stellung in der Geschichte des Papsttums und der Kirche lässt sich die Bedeutung dieser Institution in den ersten Jahrhunderten ihres Bestehens nur erahnen.

Feierlich eröffnet wird das Historiker-Netzwerk am 9. November 2006 um 19:30 Uhr im Historicum der LMU, Schellingstr. 12, Raum 001. Professor Werner Maleczek (Wien) wird einen öffentlichen Abendvortrag über „Die Brüder des Papstes. Kardinäle und Schriftgut der Kardinäle“ halten.

Ansprechpartner:

Dr. Jürgen Dendorfer
Historisches Seminar, Abteilung Mittelalterliche Geschichte
Tel.: 089 / 2180-5449
E-mail: j.dendorfer@mg.fak09.uni-muenchen.de

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