Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Neuberufen in 2016

Prof. Dr. Andreas Walter Flemmer

bislang Medizinische Fakultät der LMU, ab 15.12.2016 dort W2-Professor für Neonatologie.

Dr. Paquet Dominik

bislang Rockefeller University New York, USA, ab 01.12.2016 W2-Professor für Neurobiologie, Medizinische Fakultät der LMU.

Prof. Dr. Alexander Libman

Prof. Dr. Alexander Libman

bislang Stiftung für Wissenschaft und Politik Berlin, ab 15.11.2016 W2-Professor für Sozialwissenschaftliche Osteuropastudien, Sozialwissenschaftliche Fakultät der LMU.

Professor Libman, Jahrgang 1981, hat von 1998 bis 2003 in Moskau an der Finanzakademie bei der Regierung der Russischen Föderation Wirtschaftswissenschaften studiert, war Gastwissenschaftler an der Universität Marburg am Lehrstuhl für Finanzwissenschaften und wurde 2009 an der Universität Mannheim zum Dr. rer. pol. promoviert. Im selben Jahr übernahm er eine Juniorprofessur für Internationale Politische Ökonomie an der Frankfurt School of Finance & Management. Vor seinem Ruf auf die Professur für sozialwissenschaftliche Osteuropastudien an der LMU war Libman von 2014 bis 2016 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe Osteuropa und Eurasien bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. In seiner stark interdisziplinär ausgerichteten Forschung vereint Libman sowohl politik- und sozialwissenschaftliche als auch volkswirtschaftliche Expertise. In einem seiner thematischen Schwerpunkte untersucht Libman mit quantitativen statistischen Methoden, wie das historische Vermächtnis der Sowjet-Ära im heutigen Eurasien nachwirkt. So konnte Libman etwa zeigen, dass der Anteil der KPdSU-Mitglieder an der Bevölkerung in den 1970er- und 1980er-Jahren von Region zu Region Russlands nicht nur stark schwankte, sondern dass sich die Unterschiede auch heute noch in Wirtschaft und Politik widerspiegeln. Ein Ergebnis von Libmans Analyse ist unter anderem, dass der Grad der Korruption im öffentlichen Sektor mit der früheren regionalen Mitgliederstärke korreliert: Je mehr Mitglieder es in einer Region gab, desto ausgeprägter ist dort die Korruption heute. Daran anknüpfend untersucht Libman die gegenwärtigen politischen und sozialen Unterschiede in verschiedenen russischen Regionen und die politische Ökonomie der Autokratie – vor allem die Frage, wie Entscheidungen in nicht demokratischen Ländern getroffen werden. „In München gibt es hervorragende Anknüpfungspunkte für meine Forschung – etwa zu historischer Expertise im Rahmen der Graduate School for East and Southeast European Studies, mit den Wirtschaftswissenschaften, mit Professor Petra Stykow vom Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft oder auch hier im Institut für Soziologie“, freut sich Alexander Libman. Aber auch mit dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung in Regensburg gebe es zahlreiche Schnittstellen.

Prof. Dr. Robert Perneczky

bislang Imperial College London, UK, ab 01.11.2016 W2-Professor für Translationale Demenzforschung in der Psychiatrie, Medizinische Fakultät der LMU.

Prof. Dr. Andrea Koch

bislang Ruhr-Universität Bochum, ab 01.11.2016 W2-Professorin für Pneumologie - Inflammation und Obstruktion der Atemwege, Medizinische Fakultät der LMU.

Prof. Dr. Melanie Königshoff

bislang HELMHOLTZ-ZENTRUM, ab 01.11.2016 W2-Professorin für Plastizität von Epithelzellen der Lunge, Medizinische Fakultät der LMU.

Prof. Dr. Julia Valeska Luzia Mayerle

bislang Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, ab 01.11.2016 W3-Professorin für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie und Hepatologie, Medizinische Fakultät der LMU.

Prof. Dr. Salvatore Ortisi

Prof. Dr. Salvatore Ortisi

bislang Universität Osnabrück, ab 01.10.2016 W2-Professor für Provinzialrömische Archäologie, Fakultät für Kulturwissenschaften der LMU.

Salvatore Ortisi ist seit Oktober 2016 Professor für Provinzialrömische Archäologie an der LMU. Sein Forschungsinteresse gilt der Siedlungsarchäologie. Ortisi hat bereits viele feldarchäologische Projekte in verschiedenen Regionen des Römischen Reiches entwickelt, die auch auf großes Interesse bei der Bevölkerung vor Ort gestoßen sind – ein Aspekt seiner Arbeit, den er sehr schätzt, da es ihm die Möglichkeit eröffnet, seine Forschung einem breiteren Publikum zu vermitteln. Salvatore Ortisi wurde 1965 in Palling im Kreis Traunstein geboren. Seine Familie stammt aus Sizilien, das auch auf eine frühe griechische Geschichte zurückblickt. Seine Sommerurlaube verbrachte Ortisi als Kind in einem Ort in den Bergen Siziliens, wo es viele archäologische Funde gibt. „Der Volksmund wusste darüber viele Geschichten“, sagt Ortisi. So sei es wohl auch die Neugier darüber gewesen, was an solchen Orten einst passiert sein mag, die ihn zu seiner Studienwahl geführt habe. 1987 nahm er ein Studium der Provinzialrömischen Archäologie an der LMU auf. Nach seiner Promotion wechselte er für mehrere Jahre an die Universität zu Köln und übernahm 2015 an der Universität Osnabrück die Professur für die Archäologie der Römischen Provinzen. Salvatore Ortisi hat bereits viele Ausgrabungen geleitet, unter anderem im sogenannten Macellum von Ostia, im spätrömischen Grenzkastell Submuntorium bei Burghöfe in Bayern und in der römischen Siedlung (vicus) von Nettersheim in der Nordeifel, die 2009 entdeckt wurde. Aktuell hat er zudem die wissenschaftliche Leitung des „Kalkriese Museum und Park“ inne, wo der Ort der Varusschlacht vermutet wird, einer entscheidenden Schlacht zwischen Römern und Germanen vor etwas mehr als 2000 Jahren. Nach München hat Ortisi das „fast unschlagbare“ kollegiale Umfeld gezogen, das viele Kompetenzen bündele, sowie natürlich die Nähe zu Italien. Der Archäologe hat viele Ideen zu feldarchäologischen Projekten mitgebracht, in die er auch den wissenschaftlichen Nachwuchs einbinden will. So interessiert er sich unter anderem für den Limes, der im Römischen Reich zwischen Rhein und Donau auf einer Länge von 550 Kilometern zur Verteidigung angelegt wurde, insbesondere für den Abschnitt zwischen Mertingen bei Donauwörth und Passau sowie die Region zwischen Isar und Salzach, die einst den südlichen Rand der römischen Provinzen Raetien und Noricum bildete.

Prof. Dr. Christian Behrends

bislang Goethe-Universität Frankfurt a.M., ab 01.10.2016 W2-Professor für Systembiologie neurodegenerativer Erkrankungen, Medizinische Fakultät der LMU.

Prof. Dr. Burkhard Josef Berkmann

Prof. Dr. Burkhard Josef Berkmann

bislang Universität Luzern, CH, ab 01.10.2016 W3-Professor für Kirchenrecht, insbesondere Theologische Grundlegung des Kirchenrechts, allgemeine Normen und Verfassungsrecht sowie orientalisches Kirchenrecht, Katholisch-Theologische Fakultät der LMU.

Burkhard Berkmann ist seit 1. Oktober 2016 Inhaber des Lehrstuhls für Kirchenrecht, insbesondere für Theologische Grundlegung des Kirchenrechts, allgemeine Normen und Verfassungsrecht sowie für orientalisches Kirchenrecht am Klaus-Mörsdorf-Studium für Kanonistik der LMU. Seine Forschungsschwerpunkte sind die philosophisch-theologischen Grundlagen des Kirchenrechts sowie das Vergleichende Recht der Religionen. Berkmann, geboren 1976 in Bregenz, Österreich, legte seine Matura 1994 ab. Im Jahre 2004 machte er seinen Magister in Philosophie an der Universität Innsbruck, Österreich; 2006 promovierte er dort zum Doktor der Theologie und zum Doktor der Rechtswissenschaften. In seiner Studienzeit absolvierte Berkmann Auslandsaufenthalte am Centre Sèvres und am Institut Catholique in Paris sowie an der Pontificia Universitas Lateranensis in Rom. 2007 machte er sein Lizentiat in kanonischem Recht an der LMU, 2015 wurde er an der Universität Luzern, Schweiz, habilitiert. Zwischen 2007 und 2016 arbeitete Berkmann als Referent im Rechts- und Liegenschaftsreferat der Diözese St. Pölten, Österreich, und als Richter am dortigen bischöflichen Diözesangericht. Zwischenzeitlich war er Gastprofessor am Kanonistischen Institut der Universität Potsdam sowie Lehrbeauftragter und außerordentlicher Professor für Kirchenrecht an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten. Von 2015 bis 2016 war er zudem Privatdozent an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern. In München möchte Berkmann die starke kirchenrechtliche Tradition fortführen und gleichzeitig mit neuen Akzenten zu zukunftsträchtigen Themen versehen, etwa den von Papst Franziskus geplanten Umbau der römischen Kurie. An der LMU sind drei kirchenrechtliche Lehrstühle zum international angesehenen und von Studieninteressenten nachgefragten Klaus-Mörsdorf- Studium zusammengeschlossen, das Studenten des kanonischen Rechts unter anderem zu den Abschlüssen Lizentiat und Doktorat führt. Die Lehre solle forschungsbasiert und praxisorientiert sein, verspricht Berkmann. Dabei komme ihm die Erfahrung aus seiner bisherigen Lehr- und Forschungstätigkeit ebenso zugute wie seine Zeit an einem bischöflichen Diözesangericht.

Prof. Dr. Julia Herzberg

Prof. Dr. Julia Herzberg

bislang Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, ab 01.10.2016 W2-Professorin für Geschichte Ostmitteleuropas/Russlands in der Vormoderne, Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften der LMU.

Julia Herzberg ist seit Oktober 2016 Professorin für die Geschichte Ostmitteleuropas/Russlands in der Vormoderne. Die neu eingerichtete Professur schließt mit ihrem Fokus auf die Geschichte Russlands zwischen Mittelalter und Moderne eine Lücke in der deutschsprachigen Universitätslandschaft. Sie trägt dazu bei, den geografischen Fokus der allgemeinen Frühneuzeitforschung zu erweitern, indem sie die Geschichte Ostmitteleuropas und Russlands in der Vormoderne in die transökonomische und transkulturelle Geschichte Europas einbettet. Julia Herzberg studierte Deutsch, Geschichte und Russisch in Köln, Wolgograd und Moskau. An der Universität Bielefeld wurde sie mit einer Arbeit zur bäuerlichen Autobiografik zwischen Zarenreich und Sowjetunion promoviert. Sie war Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Rachel Carson Center for Environment and Society (RCC) der LMU und von Oktober 2013 an Akademische Rätin am Lehrstuhl für Neuere und Osteuropäische Geschichte der Universität Freiburg. In Ihrem Habilitationsprojekt Frost. Kälte als kulturelle Herausforderung in Russland hat sie untersucht, wie der Umgang mit Frost, Schnee und Eis seit jeher die Geschichte und Gesellschaft Russlands prägt. In ihrem neuen Forschungsprojekt arbeitet Julia Herzberg an einer Kulturgeschichte des Fastens, zu dem sich in Russland über die Jahrhunderte recht wechselhafte Traditionen ausbildeten. Überhaupt geht es der Historikerin um die Kontinuitäten und Brüche in der russischen Geschichte – und mit der spezifischen Ausrichtung der Professur auf die Vormoderne auch um die historischen Linien über die Epochenschwelle um 1800 hinweg. Sie interessiert, welche Bedeutung die epochalen Veränderungen in der Vormoderne für das heutige Verständnis Osteuropas in der modernen Welt besitzen. Dabei nehmen umweltgeschichtliche Fragestellungen eine wichtige Rolle ein, denn stets war und ist Russlands Geschichte geprägt von der Auseinandersetzung mit der Weite des Raumes und mit extremen Klimata. Herzberg möchte dabei allerdings auch mit alten Klischeevorstellungen aufräumen, etwa der, dass die Größe des Landes Grund für Rückständigkeit sei oder gar autokratische Regierungssysteme erforderlich mache.

Prof. Dr. Olivia M. Merkel

bislang Wayne State University, Michigan, USA, ab 01.10.2016 W2-Professorin für Drug Delivery, Fakultät für Chemie und Pharmazie der LMU.

Prof. Dr. Jochen Stefan Gensichen

bislang Friedrich-Schiller-Universität Jena, ab 01.10.2016 W3-Professor für Allgemeinmedizin, Medizinische Fakultät der LMU.

Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati

Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati

bislang Universität Zürich, CH, ab 01.10.2016 W3-Professorin für Missions- und Religionswissenschaft, Evangelisch-Theologische Fakultät der LMU.

„Die LMU bietet sehr gute Voraussetzungen für meine Arbeit, weil es hier viele Schnittstellen zu meinem Forschungsthema gibt“, sagt Professor Daria Pezzoli- Olgiati, die zum 1. Oktober vergangenen Jahres den Lehrstuhl für Religionswissenschaft und Religionsgeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der LMU übernommen hat. Die 1966 im Kanton Tessin, Schweiz, geborene Religionswissenschaftlerin untersucht vor allem die religiöse Symbolik und Religionen in kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten. „Mein Fokus liegt dabei vor allem auf dem Bereich Medien und Religion, der zahlreiche Anknüpfungspunkte etwa zur Theologie, den Kunst- und Medienwissenschaften oder der Philosophie aufweist.“ Dabei geht es unter anderem darum, die medialen Dimensionen in religiösen Diskursen herauszustellen. Fragen sind hier etwa, wie Medien in religiösen Praktiken verwendet werden und was sie innerhalb religiöser Traditionen leisten können. Sie untersucht aber unter anderem auch, welche Rolle religiöse Elemente etwa in der Kunst oder in Massenmedien haben. Ab 1985 studierte Pezzoli-Olgiati Theologie an den Universitäten Fribourg und Zürich in der Schweiz. 1996 wurde sie an der Universität Zürich im Fach Theologie promoviert, 2002 folgten die Habilitation im Fach Religionswissenschaft – ebenfalls an der Universität Zürich – sowie Forschungsaufenthalte in Rom, Oxford und dem italienischen Trient. Im Jahr 2004 erhielt sie eine Förderungsprofessur des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) in Zürich und war vor ihrem Ruf an die LMU von 2010 bis 2016 Leiterin des Zentrums für Religion, Wirtschaft und Politik (ZRW P) an der Universität Zürich. Das Zentrum ist ein Verbund der Universitäten Basel, Fribourg, Luzern und Zürich und befasst sich mit der inter- und transdisziplinären Untersuchung von Religion und ihren Wechselwirkungen mit Wirtschaft und Politik. Während ihrer Förderungsprofessur hat sie zudem die Forschungsgruppe „Medien und Religion“ (media-religion. org) initiiert, die die interdisziplinäre Expertise zum Thema bündelt und die Pezzoli-Olgiati in München mit starker Einbindung von Studierenden weiterführen möchte.

Prof. Dr. André Butz

bislang Karlsruhe Institute of Technology (KIT), ab 01.09.2016 W2-Professor für Fernerkundung der Atmosphäre, Fakultät für Physik der LMU.

Prof. Dr. Sebastian Ulrich Suerbaum

bislang Medizinische Hochschule Hannover, ab 01.09.2016 W3-Professor für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, Medizinische Fakultät der LMU.

Prof. Dr. Rupert Frank

bislang Caltech - California Institute of Technology, USA, ab 01.09.2016 W3-Professor für Angewandte Mathematik, Fakultät für Mathematik, Informatik und Statistik der LMU.

Prof. Dr. Oliver Trapp

bislang Universität Heidelberg, ab 01.09.2016 W3-Professor für Organische Chemie, Fakultät für Chemie und Pharmazie der LMU.

Prof. Dr. Kolja Schiltz

bislang Otto von Guericke Universität Magdeburg, ab 01.09.2016 W2-Professor für Forensische Psychiatrie, Medizinische Fakultät der LMU.

Prof. Dr. Eva Grill

bislang Medizinische Fakultät der LMU, ab 01.08.2016 dort W2-Professorin für Epidemiologie von Schwindel-, Gleichgewichts- und Okulomotorikstörungen.

Prof. Dr. Ruth Bielfeldt

bislang Harvard University, Cambridge, USA, ab 01.08.2016 W3-Professorin für Klassische Archäologie, Fakultät für Kulturwissenschaften der LMU.

Prof. Dr. Dirk Beyer

bislang Universität Passau, ab 01.08.2016 W3-Professor für Professur für Informatik mit Schwerpunkt Software und Computational Systems Engineering, Fakultät für Mathematik, Informatik und Statistik der LMU.

Prof. Dr. Johann Kranz

Prof. Dr. Johann Kranz

bislang Georg-August-Universität Göttingen, ab 01.07.2016 W2-Professor für Internet Business und Internet Services, Fakultät für Betriebswirtschaft der LMU.

Johann Kranz übernahm zum 1. Juli 2016 die W2-Professur für „Internet Business and Internet Services“. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen zum einen auf der Analyse der Auswirkungen und des Einsatzes digitaler Technologien auf industrielle Wertschöpfungslogiken und -strukturen. Zum anderen auf der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zur Steigerung der Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz in Wirtschaft und Gesellschaft.

Kranz ist Jahrgang 1980 und gebürtiger Münchener. Er studierte an der Universität Leipzig Wirtschaftsinformatik und schloss das Studium als Diplom- Wirtschaftsinformatiker mit Auszeichnung ab. Von 2007 bis 2011 war er am Institut von Professor Arnold Picot als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der LMU tätig. Während dieser Zeit verbrachte er einen mehrmonatigen Forschungsaufenthalt an der Columbia University, New York City, USA. An der LMU erwarb er den Master of Business Research (MBR) und promovierte mit „summa cum laude“ zum Dr. oec. publ. In seiner Dissertation, die mit den Dissertationspreisen der Alcatel-Lucent Stiftung und des LMU Management Alumni Vereins ausgezeichnet wurde, beschäftigte er sich mit der Konvergenz zwischen IKT und dem Energieversorgungssystem („Smart Grid“). Im Jahr 2012 nahm Professor Kranz einen Ruf auf die Juniorprofessur für Management-Informationssysteme und Methoden an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen an.

An der LMU wird sich Professor Kranz weiterhin mit dem Thema digitale Transformation auseinandersetzen, durch das sich wichtige Problem- und Fragestellungen für die Forschung an der Schnittstelle zwischen IKT, Management und Organisation ergeben. Besonders wird er sich mit dem Management der Digitalisierung, (Big) Data Analytics, digitalen Unternehmensstrategien und Start-Ups, vernetzten digitalen Infrastrukturen und neuen industriellen Wertschöpfungslogiken beschäftigen. Zudem wird er am DFG-geförderten Projekt „Encouraging Sustainable Pro-Environmental Behavior in Organizations Using Information Systems” arbeiten. In der Lehre wird er sich auf den neu geschaffenen Master-Studiengang Media, Management and Digital Technologies fokussieren.

Prof. Dr. Philipp Stockhammer

bislang Universität Heidelberg, ab 01.07.2016 W2-Professor für Prähistorische Archäologie mit besonderem Schwerpunkt in der Vorgeschichte des Ostmittelmeerraums, Fakultät für Kulturwissenschaften der LMU.

Prof. Dr. Lena Josefine Daumann

Prof. Dr. Lena Josefine Daumann

bislang University of California Berkeley, USA, ab 13.06.2016 W2-Professorin für Bioanorganische Chemie/Koordinationschemie, Fakultät für Chemie und Pharmazie der LMU.

Lena Daumann ist seit diesem Jahr W2-Professorin für Bioanorganische Chemie und Koordinationschemie an der Fakultät für Chemie und Pharmazie der LMU. Ihre Forschung beschäftigt sich mit der Rolle von Seltenen Erden in der Bioanorganischen Chemie. „Diese Elemente haben schon lange den Weg in Technologien unseres täglichen Lebens gefunden, jedoch ist ihre biologische Rolle erst seit wenigen Jahren bekannt und weitestgehend unerforscht“, erklärt sie.

Geboren wurde Daumann 1983 in Emmendingen. Ab 2003 studierte sie Chemie mit Nebenfach Umwelthygiene an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Von 2010 bis 2013 verfasste sie ihre Doktorarbeit an der University of Queensland in Australien mit dem Thema Spektroskopische und Mechanistische Studien dinuklearer Metalloenzyme und deren bioinspirierter Komplexe. Die Arbeit wurde mit dem Springer Theses Preis und dem Dean‘s Award for Research Higher Degree Excellence ausgezeichnet. Nach einem kurzen Aufenthalt in Deutschland folgte von 2013 bis 2015 ein von der Alexander von Humboldt Stiftung geförderter Postdoc-Aufenthalt an der University of California in Berkeley.

An der LMU arbeiten Professor Daumann und ihr Team daran, den Reaktionsmechanismus des 2014 entdeckten Seltene Erden-Methanoldehydrogenase- Enzyms, das aus einer methanotrophen Mikrobe isoliert wurde, aufzuklären und die biologischen und evolutionären Vorteile dieser Metalle zu verstehen. Ebenso interessieren sie sich für die Mechanismen, wie diese gar nicht so seltenen, aber wenig löslichen und daher schlecht bioverfügbaren Elemente von Mikroorganismen aufgenommen werden. Im Bereich der Lehre möchte sie den Studierenden die Aufgaben von typisch anorganischen Elementen wie zum Beispiel Eisen, Kupfer oder Zink in biologischen Prozessen näherbringen. Außerdem werden wichtige Anwendungen wie zum Beispiel künstliche Photosynthese und Stickstofffixierung oder Metallkomplexe in der Medizin diskutiert. „Des Weiteren“, ergänzt Daumann, „engagiere ich mich in der Lehrerausbildung und freue mich auch auf die Zusammenarbeit mit Schulen aus der Umgebung durch das Programm Science meets School.“

Prof. Dr. Chiara Franceschini

bislang University College London, UK, ab 01.06.2016 W2-Professorin für Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit mit einem Schwerpunkt auf religiösen Bildern in Europa, Fakultät für Geschichts und Kunstwissenschaften der LMU.

Prof. Dr. Ann-Katrin Kaufhold

bislang Humboldt-Universität Berlin, ab 01.06.2016 W2-Professorin für Staats- und Verwaltungsrecht, Juristische Fakultät der LMU.

Prof. Dr. Peter Graf zu Eulenburg

bislang Universitätsmedizin Mainz, ab 01.05.2016 W2-Professor für Multimodale Bildgebung sensomotorischer Systeme, Medizinische Fakultät der LMU.

Prof. Dr. Frank Saliger

bislang Eberhard Karls Universität Tübingen, ab 01.04.2016 W3-Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Rechtsphilosophie, Juristische Fakultät der LMU.

Frank Saliger ist seit April 2016 Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Rechtsphilosophie an der LMU. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main absolvierte er 1991 das Erste und 1994 das Zweite juristische Staatsexamen. Bis zum Jahre 2003 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie der Universität in Frankfurt am Main tätig. 1999 promovierte er mit der rechtsphilosophisch-strafrechtlichen Arbeit Radbruchsche Formel und Rechtsstaat. 2003 habilitierte er sich mit einer wirtschaftsstrafrechtlichen Untersuchung zum Thema Parteiengesetz und Strafrecht. Zur Strafbarkeit von Verstößen gegen das Parteiengesetz, insbesondere wegen Untreue gemäß § 266 StGB. In den Jahren 2003 und 2004 vertrat er strafrechtliche Lehrstühle an den Universitäten Bielefeld und Saarbrücken.

Von März 2005 bis März 2014 war Frank Saliger Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie an der Bucerius Law School in Hamburg. Rufe der Leibniz Universität Hannover sowie der Universität Mannheim lehnte er ab. Von April 2014 bis März 2016 leitete er einen Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Rechtsphilosophie an der Eberhard Karls Universität in Tübingen. Seit 2010 ist Frank Saliger Of Counsel bei Roxin Rechtsanwälte, seit 2014 ständiger Gast im Strafrechtsausschuss der Bundesrechtsanwaltskammer. Frank Saliger forscht schwerpunktmäßig im Besonderen Teil des Strafrechts sowie in den Bereichen Wirtschaftsstrafrecht, Medizinstrafrecht, Umweltstrafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie. Er ist unter anderem Mitherausgeber der Zeitschrift für Medizinstrafrecht (medstra), hält Vorträge im In- und Ausland und ist regelmäßig als Gutachter tätig.

Wichtige weitere Veröffentlichungen Saligers sind das Lehrbuch zum Umweltstrafrecht (2012); Kommentierungen zur Untreue (§ 266 StGB), zum Betrug (§ 263 StGB) und zum Allgemeinen Teil des Strafrechts; Selbstbestimmung bis zuletzt. Rechtsgutachten zum Verbot organisierter Sterbehilfe (2015); Einführung in die Rechtsphilosophie und Rechtstheorie der Gegenwart, 9. Auflage 2016 (als Mitherausgeber); Wirtschaftsstrafrecht – Kommentar mit Steuerstrafrecht und Verfahrensrecht, 2017 (als Mitherausgeber).

Professor Saligers Forschungsschwerpunkte an der LMU werden in den nächsten Jahren vor allem das Wirtschaftsstrafrecht sein mit dem Fokus auf Untreue, Betrug, Korruption und Vermögensabschöpfung, daneben das Medizinstrafrecht und das Strafprozessrecht. In der Lehre hat sich Frank Saliger zum Ziel gesetzt, die Studierenden mit einer lebendigen und anschaulichen Stoffvermittlung für das jeweilige Fach zu interessieren. Dabei sollen stets die Praxisbezüge der Materien mitberücksichtigt werden, zum Beispiel durch die Zusammenarbeit mit Praktikern, wie Strafverteidigern, Strafrichtern oder Staatsanwälten. Darüber hinaus möchte er die Studierenden in den Seminaren für das wissenschaftliche Denken im (Straf-)Recht begeistern. „Für die LMU habe ich mich entschieden, weil mir exzellente Forschungsbedingungen gewährt werden, München ist ein Hotspot des Wirtschaftsstrafrechts in der Praxis mit Beispielen wie Siemens, BayernLB, Ecclestone, Hoeneß, Deutsche Bank“, so Frank Saliger. Zudem schätzt er die angenehme Kollegenstruktur in seinem Bereich sowie die Lebensqualität von Stadt und Umland. Als begeisterter Chorsänger und Klavierspieler wünscht er sich insbesondere, das reichhaltige Musik- und Kulturangebot der Stadt München nutzen zu können.

Prof. Dr. Aleksandra Lipinska

Prof. Dr. Aleksandra Lipinska

bislang Technische Universität Berlin, ab 01.04.2016 W2-Professorin für Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit, Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften der LMU.

Aleksandra Lipińska trat zum 1. April 2016 die Professur für Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit am Institut für Kunstgeschichte am Department Kunstwissenschaften an der LMU an. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählt zum einen die frühneuzeitliche Kunst in den Niederlanden und in Ostmitteleuropa, die primär im Hinblick auf Kulturaustausch zwischen diesen Regionen und anderen Kunstzentren untersucht wird. Im Fokus stehen dabei Fragen zu Mobilität von Künstlern sowie Transfer von künstlerischen Konzepten und Fertigkeiten. Darüber hinaus bildet die Bedeutung von Materialien und Techniken in der Kunst den zweiten Schwerpunkt in ihrer Forschung und Lehre.

Lipińska ist Jahrgang 1973 und in Polen geboren. Sie studierte Kunstgeschichte und Niederländische Philologie an den Universitäten Breslau sowie Leuven und wurde in Breslau im Jahr 2003 mit einer Dissertation über die südniederländischen Alabasterskulpturen in Ostmitteleuropa promoviert. Von 2004 bis 2012 war sie an derselben Universität als Wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Von 2012 bis 2016 arbeitete Lipińska als Juniorprofessorin für Kunstgeschichte Ostmitteleuropas mit dem Schwerpunkt Regionen des gemeinsamen Kulturerbes am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der Technischen Universität Berlin.

Aktuell arbeitet Lipińska an einem Projekt über die Bedeutung der Bankiersfamilie Loitz (Fugger des Nordens genannt) im kulturellen Netzwerk Nord- und Osteuropas in der Frühen Neuzeit. In dem deutsch-polnischen Projekt werden die Methoden der digitalen Netzwerkanalyse Anwendung finden. Darüber hinaus beteiligt sich Lipińska an einem internationalen Projekt, das den protestantischen Kirchenbau in Europa untersucht. Ihr Schwerpunkt sind dabei die Niederlande. Zugleich steht die Wissenschaftlerin kurz vor der Einreichung ihrer Habilitationsschrift, die den Mechanismen der Entstehung von Materialbedeutung am Beispiel des Alabasters gewidmet ist.

Alle diese Forschungsbereiche fließen in die Lehre von Professor Lipińska ein. Dabei legt sie einen großen Wert auf Direktkontakt mit dem Kunstwerk, wofür sich Exkursionen und Museumsbesuche mit den Studierenden am besten eignen. Interesse für die weniger bekannte Kunst Ostmitteleuropas bei den Studierenden zu wecken, versteht sie als ihre besondere Aufgabe. Dies betrifft auch ihre Forschungsziele: Ein sichtbares Zentrum der Erforschung der Kunst Ostmitteleuropas an der LMU zu gründen, das den Austausch mit Kollegen dortiger Länder stimulieren würde, ist ihr langfristiges Ziel.

Prof. Dr. Nikolaos Koutsouleris

Prof. Dr. Nikolaos Koutsouleris

bislang Medizinische Fakultät der LMU, ab 01.04.2016 dort W2-Professor für Neurodiagnostische Verfahren in der Psychiatrie.

Nikolaos Koutsouleris ist seit 1. April 2016 Tenure- Track-Professor für neurodiagnostische Verfahren in der Psychiatrie an der Medizinischen Fakultät der LMU. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist Leiter der Station D1 am Campus Innenstadt, die sich demnächst auf die Behandlung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kooperation mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie spezialisieren wird. Außerdem ist er Koordinator des EU-FP7 Projekts „Personalised Prognostic Tools for Early Psychosis Management“ (PRONIA). Koutsouleris ist Jahrgang 1976 und in Athen, Griechenland, geboren. Nach seiner Schulausbildung studierte er mit einem Stipendium der Studienstiftung von 1996 bis 2003 an der LMU. 2005 wurde er in München im Feld der Neurophysiologie promoviert, 2013 habilitierte er sich an gleicher Stelle. 2011 führte ihn ein Forschungsaufenthalt im Bereich der biomedizinischen Bildanalyse an die University of Pennsylvania, USA. 2013 wurde Koutsouleris Leiter der Arbeitsgruppe Neurodiagnostische Verfahren und der Früherkennungsambulanz der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der LMU. 2014 erhielt er die Venia legendi im Fach Psychiatrie und Psychotherapie. Für seine Arbeit erhielt der Mediziner unter anderem 2010 den Neuroimaging-Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in Höhe von 12.500 Euro, 2011 ein sechsmonatiges Forschungsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Höhe von rund 15.000 Euro, im letzten Jahr den renommierten Hans-Jörg Weitbrecht-Preis für Klinische Neurowissenschaften (Bayer AG) in Höhe von 10.000 Euro und dieses Jahr den Max-Hamilton-Gedächtnispreis des Collegium Internationale Neuropsychopharmacologicum in Höhe von 10.000 Euro. Neben der erfolgreichen Einwerbung des PRONIA- Grants in Höhe von sechs Millionen Euro hat Koutsouleris seit 2004 insgesamt über sieben Millionen Euro an Forschungsmitteln eingeworben. An der LMU zielt Professor Koutsouleris Forschung auf die Extraktion von prädiktiven und diagnostischen Informationen aus verschiedenen neurobiologischen, neurokognitiven und klinischen Daten für eine verbesserte Früherkennung von affektiven und nicht-affektiven Psychosen. „Ich will Prognose- und Diagnosemodelle entwickeln, die ein effektives personalisiertes Management von Personen mit hohem Risiko in den verschiedenen Zentren und Einrichtungen der Gesundheitsversorgung ermöglichen“, erklärt er. Außerdem sollen die verschiedenen psychiatrischen Störungen besser analysiert und das Verständnis der diagnostischen Grenzen zwischen und innerhalb dieser Krankheitsbilder erleichtert werden.

Prof. Dr. Jochen Wolf

bislang Uppsala Universitet, Schweden, ab 01.04.2016 W3-Professor für Evolutionsbiologie, Fakultät für Biologie der LMU.

Prof. Dr. Clemens Fuest

bislang Universität Mannheim, ab 01.04.2016 W3-Professor für Volkswirtschaftslehre, Volkswirtschaftliche Fakultät der LMU.

Prof. Dr. Rasmus Linser

bislang Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie Göttingen, ab 01.04.2016 W2-Professor für NMR-Spektroskopie, Fakultät für Chemie und Pharmazie der LMU.

Rasmus Linser wurde dieses Frühjahr zum W2- Professor für NMR Spektroskopie am Department Chemie und Pharmazie der LMU ernannt. „Wir untersuchen die Eigenschaften von Proteinen hinsichtlich ihrer Struktur und Dynamik mithilfe der Kernmagnetresonanz-Spektroskopie“, erklärt er. Es geht dabei um solche Parameter in Lösung oder im Festkörper befindlicher Proteine, die für die biologische Funktion verantwortlich sind und mit anderen Methoden nur unzureichend charakterisiert werden können. Ein zusätzliches Augenmerk liegt auf dem Kontext der Erkennung von Interaktionspartnern von Proteinen.

Geboren wurde Linser 1980 in Walsrode. Nach seinem Chemiestudium an der Universität Göttingen und der Unversidad Autónoma de Madrid, Spanien, schrieb er ab 2006 seine Dissertation am Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP) und der Humboldt-Universität Berlin. Von 2010 bis 2011 war Linser Wissenschaftler und Dozent am Analytical Centre der School of Chemistry an der University of New South Wales (UNSW) in Sydney, Australien. Es folgten drei Jahre als Postdoc am Department for Biological Chemistry and Molecular Pharmacology der Harvard Medical School in Boston, USA. Bis zu seinem Wechsel an die Isar war Linser Emmy-Noether-Gruppenleiter im Department NMR-basierte Strukturbiologie am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen. Seit diesem Jahr ist er außerdem Mitglied im Cluster for Integrated Protein Science Munich (CIPSM).

Bei seiner Forschung an der LMU steht für Professor Linser bei allen Studien die Charakterisierung der Protonen im Vordergrund, für deren Detektion und Nutzbarmachung in der NMR-Spektroskopie im Festkörper er und seine Kollegen im Laufe der letzten Jahre erstmals eine Methodik entwickeln konnten. „Protonen spielen für all diese Prozesse eine tragende Rolle, und ihre Sichtbarmachung und Charakterisierung hat entsprechende Signifikanz“, erläutert er. In der Lehre hält er in München Vorlesungen im Bereich der NMR -Spektroskopie sowie organisch-chemische Vorlesungen.

Prof. Dr. Oliver Schallert

bislang Philipps-Universität Marburg, ab 01.04.2016 W1-Professor für Germanistische Linguistik, Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften der LMU.

Prof. Dr. Magnus Treiber

Prof. Dr. Magnus Treiber

bislang Universität Bayreuth, ab 01.04.2016 W2-Professor für Ethnologie, Fakultät für Kulturwissenschaften der LMU.

Magnus Treiber ist seit April dieses Jahres Professor am Institut für Ethnologie an der Fakultät für Kulturwissenschaften der LMU. Zu seinem Aufgabengebiet zählen ethnologische Migrationsforschung, Stadtethnologie und Existenzethnologie sowie Ethnologie und Soziale Arbeit, Ethnologische Theorie und Methode. Außerdem ist er Erasmus-Beauftragter. Treiber ist Jahrgang 1973 und in Leutkirch im Allgäu geboren. Ab 1994 studierte er Neuere deutsche Literatur, Ethnologie und Politische Wissenschaft an der LMU. Nach seiner Magisterarbeit Die Frau als Objekt – Darstellungen der Dirnenfigur in Texten der Frühen Moderne schrieb er ab 2000 an seiner Dissertation Der Traum vom guten Leben. Die eritreische warsay-Generation im Asmara der zweiten Nachkriegszeit. Bis 2007 war Treiber Lehrbeauftragter, dann Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ethnologie der LMU, ab 2009 am Lehrstuhl Ethnologie der Universität Bayreuth. Er arbeitete im Rahmen des Bayerischen Forschungsverbundes „Migration und Wissen“ (ForMig) zur Migration aus Eritrea und verbrachte das akademische Jahr 2014/2015 mit DAAD -Unterstützung an der Universität Addis Abeba, Äthiopien. Darüber hinaus war er als Koordinator wissenschaftlicher Projekte zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen am Felsberger Institut in Kassel und als Länderspezialist für die International Refugee Rights Initiative tätig. Im Januar 2016 habilitierte er sich an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth zum Thema: Mensch werden, Mensch bleiben. Informalität und Informalisierung in der Migration aus Eritrea. Zu Professor Treibers wichtigsten Veröffentlichungen in jüngster Zeit zählen Informality and Informalization among Eritrean Refugees: Why migration does not provide a lesson in democracy, The False Messiah – Evangelicalism, youths and politics in Eritrea und Ethnologie und Soziale Arbeit. Fremde Disziplinen, gemeinsame Fragen?. Außerdem ist der Ethnologe Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde (DGV), in der European Association of Social Anthropologists (EASA), im International Consortium for Research on Violence (ICRoV), Gutachter für verschiedene Zeitschriften und Vertrauensdozent der Hans- Böckler-Stiftung.

Prof. Dr. Susanne Strätling

Prof. Dr. Susanne Strätling

bislang Freie Universität Berlin, ab 01.04.2016 W2-Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (Komparatistik), Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften der LMU.

Susanne Strätling ist seit 1. April 2016 Professorin am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften der LMU. Sie erweitert das Spektrum der in der Münchener AVL vertretenen Literaturen und Kulturen in den osteuropäischen Raum hinein.

Strätling ist Jahrgang 1970. In den Neunzigerjahren studierte sie Slawistik und Germanistik in Münster, Volgograd, Prag und Berlin. Bis 2003 war Strätling Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin und ab 2002 DAAD-Stipendiatin in Moskau und St. Petersburg. 2003 wurde sie mit der Arbeit Allegorien der Imagination. Lesbarkeit und Sichtbarkeit im frühen russischen Barock zum Dr. phil. promoviert und mit dem Humboldt-Preis ausgezeichnet. Ab 2004 war Strätling Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und am Osteuropainstitut der Freien Universität Berlin, wo sie 2014 mit einer Studie über Die Hand am Werk. Poetik der Poiesis in der russischen Avantgarde habilitierte. 2006 bis 2007 verbrachte sie als Fedor-Lynen-Forschungsstipendiatin der Alexander von Humboldt Stiftung ein Jahr an der University of California, Berkeley.

An der LMU möchte Professor Strätling sich in den kommenden Jahren insbesondere auf die Begriffsgeschichte der Energie konzentrieren. Dieses Forschungsinteresse richtet sich auf ein terminologisches Problem: „Den Energiebegriff kennzeichnet eine ebenso produktive wie problematische Polysemantik“, erklärt sie. „Auf seinen Wanderbewegungen zwischen Wissenschaften, Techniken und Künsten hat er ein weit verzweigtes Geflecht an Metaphern ausgebildet und ist zu einem überaus wirkungsmächtigen kulturellen Kollektivsymbol geworden.“ Das Projekt ziele auf die begriffsgeschichtliche Aufarbeitung der Energie, ausgehend von ihren antiken Ursprüngen in Rhetorik, Metaphysik und Physik. Der zweite Schwerpunkt widmet sich dem Phänomen des Schreibens als Feldforschung. Er untersucht am Material ethnografischer und geowissenschaftlicher Schriftstellerexpeditionen Schreibexperimente an der Schnittstelle von Literatur und Wissenschaft.

Prof. Dr. Martin Wallraff

bislang Universität Basel, CH, ab 01.03.2016 W3-Professor für Kirchengeschichte I (Ältere Kirchengeschichte), Evangelisch-Theologische Fakultät der LMU.

Prof. Dr. Eileen Eckmeier

Prof. Dr. Eileen Eckmeier

bislang Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, ab 01.03.2016 W2-Professorin für Physische Geographie mit Schwerpunkt Bodengeographie, Fakultät für Geowissenschaften der LMU.

Eileen Eckmeier ist seit März 2016 W2-Professorin für Physische Geographie mit Schwerpunkt Bodengeographie am Department für Geographie der LMU. Besonders interessiert sie sich für die integrative Erforschung von Mensch-Umwelt- Beziehungen und die Boden- und Landschaftsentwicklung auf verschiedenen räumlichen und zeitlichen Skalen. Geboren wurde Eckmeier 1975 in Neuss. Nach ihrem Abitur am dortigen Nelly-Sachs-Gymnasium, studierte sie Geografie an der Universität zu Köln und erhielt 2002 ihr Diplom. 2007 wurde sie nach verschiedenen Forschungsaufenthalten in Australien an der Universität Zürich promoviert. Ihre Arbeit Detecting prehistoric fire-based farming using biogeochemical markers wurde von der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät für hervorragende Dissertationen geehrt. Bis 2009 war Eckmeier in Zürich Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geographischen Institut und der Abteilung für Ur- und Frühgeschichte des Historischen Seminars. Anschließend arbeitete sie ein Jahr als Postdoktorandin am Weizmann Institute of Science in Rehovot, Israel. Von 2010 bis 2013 folgte eine Anstellung als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz – Bodenwissenschaften an der Universität Bonn. Bis zu Eckmeiers Wechsel nach München war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Laborleiterin am Lehrstuhl Physische Geographie und Geoökologie am Geographischen Institut der RWTH Aachen. An der LMU wird für Professorin Eckmeier auch weiterhin der Einfluss des Menschen auf Böden im Mittelpunkt stehen – nicht nur mit Blick auf die Vergangenheit, sondern auch in Gegenwart und Zukunft. Die Themen Bodendegradation und Oberflächenprozesse in ariden und semiariden Räumen sollen in den nächsten Jahren neue Forschungsschwerpunkte werden. Ein laufendes Forschungsprojekt beschäftigt sich mit dem Einfluss der Winderosion auf Bodeneigenschaften in semiariden Steppengebieten. „Auch Themen zur prähistorischen Landnutzung und Umweltgeschichte bleiben relevant, weshalb ich beispielsweise als Kooperationspartnerin für geochemische Analysen an einem Projekt der Universität Basel zur prähistorischen Seeufersiedlung Zug-Riedmatt beteiligt bin“, erklärt Eckmeier. In der Lehre wird sie das Themenfeld der Bodengeografie mit einem Schwerpunkt auf der Boden- und Landschaftsentwicklung vertreten

Prof. Dr. Thomas Seidl

bislang RWTH Aachen, ab 01.03.2016 W3-Professor für Informatik mit dem Schwerpunkt Datenbanksysteme, Fakultät für Mathematik, Informatik und Statistik der LMU.

Prof. Dr. Maria-Elena Torres Padilla

bislang INSERM Strasbourg, ab 01.03.2016 W3-Professorin für Stammzellbiologie (Stiftungsprofessur), Fakultät für Biologie der LMU.

Maria Elena Torres-Padilla wurde mit Wirkung zum 1. März 2016 als Universitätsprofessorin für Stammzellenbiologie an der Fakultät für Biologie berufen. Gleichzeitig erfolgte die Beurlaubung zum Helmholtz Zentrum München, wo sie die Leitung des Instituts für Epigenetik und Stammzellen übernommen hatte.

Torres-Padilla ist Jahrgang 1975 und in Mexiko City geboren. Nach ihrem Studium an der National University of Mexico war sie 2001 Gastwissenschaftlerin an der University of California, USA, und 2002 Ph.D.-Studentin am Pariser Institut Pasteur, Frankreich. Anschließend arbeitete sie vier Jahre als Postdoc am Gurdon Institute der University of Cambridge, Großbritannien, und am Institut de Génétique et de Biologie Moléculaire et Cellulaire (IGBMC) in Straßburg, Frankreich. Im Mai 2008 habilitierte sich Torres-Padilla ebenfalls im Elsass an der Université de Strasbourg. Nicht zuletzt ist sie am IGBMC Forschungsgruppenleiterin und hatte in den letzten Jahren die Stelle der Koordinatorin für das Programm „Nuclear Dynamics and cell signalling“ inne. Professor Torres- Padilla veröffentlichte 53 Publikationen, davon 41 als Erst- oder korrespondierende Autorin. Sie ist seit 2015 Mitglied von EMBO, der renommierten Europäischen Organisation für Molekularbiologie, und ist seit 2012 als ERC-Laureatin durch den Europäischen Wissenschaftsrat ausgewählt worden.

An der LMU will Professor Torres-Padilla im Bereich der Forschung verstehen, wie die frühen Stadien der Embryonalentwicklung bei Säugetieren reguliert werden. Eines ihrer Hauptforschungsinteressen gilt der Totipotenz, das heißt der Fähigkeit früher embryonalen Zellen, sich in alle anderen Zelltypen zu entwickeln. Um dieses Phänomen zu beobachten, hat Torres-Padilla ein neues experimentelles Modell entwickelt, welches die Veränderungen im Kern einzelner Zellen unter „in vivo“-Konditionen untersucht. In der Lehre wird sich die Biologin auf die Bereiche Epigenetik und Stammzellen konzentrieren. Darüber hinaus sind molekulare Konzepte zur Chromatin-Biologie und Plastizität auf der organismischen Ebene weitere wichtige Schwerpunkte.

Prof. Dr. Michael Rödel

Prof. Dr. Michael Rödel

bislang Otto-Friedrich-Universität Bamberg sowie Regiomontanus-Gymnasium Hassfurt, ab 20.02.2016 W2-Professor für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften der LMU.

Michael Rödel ist seit diesem Jahr Professor für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der LMU. In der Vergangenheit hat er sich mit sprachlicher Variation und Sprachwandel beschäftigt. „Daran möchte ich in Forschung und Lehre gerne für den schulischen Unterrichtsalltag praktikable Ansätze anschließen“, erklärt er. Geboren wurde Rödel 1978 in Coburg. 1997 folgten Abitur, anschließend Zivildienst, Studium und 2006 die Promotion im Fach Germanistik mit dem Schwerpunkt Sprachwissenschaft. Für seine Dissertation wurde er mit dem Hans-Löwel-Preis ausgezeichnet. Von 2006 bis 2008 war er Referendar für das Lehramt an Gymnasien, nach dem Zweiten Staatsexamen von 2008 bis 2016 Studienrat am Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt. Währenddessen hatte er von 2010 bis 2015 eine 50-prozentige Teilabordnung an die Universität Bamberg im Fachteil Sprachwissenschaft. 2015 folgte die Habilitation in den Fachgebieten Germanistische Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik an der Universität Bamberg. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen gehören Interpretationsaufsätze schreiben. Ein Handbuch, Doppelte Perfektbildungen und die Organisation von Tempus im Deutschen, Die Invasion der „Nachhaltigkeit“. Eine linguistische Analyse eines politischen und ökonomischen Modeworts (In: Deutsche Sprache 41) und als Herausgeber Deutschunterricht am Gymnasium – Was kann die Sprachwissenschaft leisten?. Rödels Ziel an der LMU ist es nicht nur, in der Fachdidaktik Deutsch zu arbeiten, sondern Erkenntnisse und Ergebnisse aus Fachwissenschaft und Unterrichtspraxis möglichst eng daran zu binden. „Einen Schwerpunkt in Lehre und Forschung wird die Sprachdidaktik darstellen – einen Schlüssel zu diesem Schwerpunkt die Frage: ‚Welches sprachliche Wissen benötigen Schülerinnen und Schüler?‘“, erläutert er. Gerade weil auch heute noch vielen Menschen – und vor allem vielen Schülerinnen und Schülern – das Schreiben als reine Talentfrage gelte, sei es eine zentrale Säule seiner Arbeit, praktikable und sprachgestützte Konzepte zur Vermittlung von Schreibkompetenz zu entwickeln. „Es freut mich, dass ich an der LMU das noch recht neue Wagnis eingehen kann, die Position in ‚Teilzeit in Elternzeit‘ anzutreten“, ergänzt er. „Ich hoffe, dieses Modell auch in der Wissenschaft ansprechend gestalten zu können.“

Prof. Dr. Michael Waltenberger

Prof. Dr. Michael Waltenberger

bislang Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, ab 15.02.2016 W3-Professor für Germanistische Mediävistik, Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften der LMU.

Michael Waltenberger ist seit 15. Februar 2016 W3-Professor für Germanistische Mediävistik an der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften der LMU. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die vormoderne europäische Tierepik, die Poetik frühneuzeitlicher Erzählsammlungen, die moderne Mittelalterrezeption sowie die Historisierung ästhetischer und narratologischer Konzepte. Geboren wurde Waltenberger 1967 in München. Nach seinem Studium der neueren und älteren Germanistik sowie der Theaterwissenschaft wurde er 1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Deutsche Philologie der LMU. 1998 wurde er promoviert, 2010 habilitierte er sich für das Fachgebiet „Germanistische Mediävistik und Frühneuzeitforschung“. In der Zwischenzeit war Waltenberger in München Wissenschaftlicher Assistent und an der Universität zu Köln Leiter der Forschungsklasse „Textkonzepte“ am Institut für Deutsche Sprache und Literatur I. Es folgten Vertretungsprofessuren, eine W3-Professur für Deutsche Literatur des Mittelalters im europäischen Kontext an der Johann Wolfgang Goethe- Universität Frankfurt am Main und ab 2014 an gleicher Stelle die Tätigkeit als geschäftsführender Direktor des Instituts für deutsche Literatur und ihre Didaktik. An der LMU will sich Professor Waltenberger im Rahmen des Forschergruppen-Teilprojekts „Politische Anthropologie der Tierepik“ den bisher zu wenig beachteten literarischen Verhandlungen von Begründungen und Bedingungen der politischen Ordnung im gesamteuropäisch produktiven Feld des tierepischen Erzählens widmen. „Die in einschlägigen Texten durchgespielten Machtkonstellationen, das Rechtshandeln der Tierfiguren sowie die inszenierten Erprobungen von Herrschaftsansprüchen sind bisher meist lediglich als Reflexe auf je konkrete Konfliktlagen oder als Epiphänomene parodistischer Bezüge auf andere Genres behandelt worden“, erklärt der Literaturwissenschaftler.

Prof. Dr. Marily Theodoropoulou

bislang Max-Planck-Institut für Psychiatrie, ab 01.02.2016 W2-Professorin für Neuroendokrinologie, Medizinische Fakultät der LMU.

Prof. Dr. Selver Derya Uysal Ertan

bislang Institut für Höhere Studien Wien, A, ab 01.02.2016 W2-Professorin für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Ökonometrie, Volkswirtschaftliche Fakultät der LMU.

Derya Uysal ist seit Februar 2016 W2-Professorin für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Ökonometrie an der Volkswirtschaftlichen Fakultät der LMU. Sie forscht vorwiegend im Bereich der Mikroökonometrie – insbesondere zur theoretischen Evaluationsökonometrie und zur empirischen Programmevaluierung. „Im Mittelpunkt meiner bisherigen Forschung stand die Identifizierung und Schätzung von Kausaleffekten bei nichtexperimentellen Evaluationsdesigns“, erklärt sie. Uysal ist Jahrgang 1981. Ihr Bachelorstudium in Volkswirtschaft schloss sie 2004 an der Bogazici Universität in Istanbul, Türkei, ab. Danach absolvierte die heute 34-Jährige an der Universität Konstanz ihren Master, 2011 wurde sie promoviert. Anschließend arbeitete sie als Assistant Professor am Wiener Institut für Höhere Studien (IHS), Österreich. Während dieser Zeit lehrte und forschte Uysal an der Karl-Franzens-Universität in Graz und an der Universität Konstanz als Gastprofessorin sowie in den USA an der New York University als Visiting Scholar. Zu Professor Uysals Publikationen zählen unter anderem Estimating causal effects for multivalued treatments: a comparison of approaches, Doubly Robust Estimation of Causal Effects with Multivalued Treatments: An Application to the Returns to Schooling Journal of Applied Econometrics oder A simple and successful shrinkage method for weighting estimators of treatment effects. Für ihre Veröffentlichungen erhielt sie 2014 zwei Mal den Oskar Morgenstern Publication Award der IHS, einmal für „Highest Impact Field Journals” und einmal für „Best Empirical Paper”. In der Lehre bietet Professor Uysal Vorlesungen und Schwerpunktseminare an der volkswirtschaftlichen Fakultät auf verschiedenen Ebenen im Bereich Mikroökonometrie, Evaluationsökonometrie und angewandte Mikroökonometrie an.

Prof. Dr. Simone Schütz-Bosbach

Prof. Dr. Simone Schütz-Bosbach

bislang Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, ab 01.02.2016 W2-Professorin für Experimentelle Neuro-Kognitionspsychologie, Fakultät für Psychologie und Pädagogik der LMU.

Simone Schütz-Bosbach ist seit Februar 2016 W2-Professorin für Experimentelle Neurokognitionspsychologie an der LMU. Ihre bisherigen Forschungsaktivitäten fokussierten sich auf sensomotorische Aspekte kognitiver Neurowissenschaften. „Dazu untersuchte ich vorwiegend an neurologisch gesunden Probanden, vereinzelt aber auch an Patientenkollektiven, grundlagenorientierte Fragen nach dem Ursprung und den Entstehungsgrundlagen von Willenshandlungen und deren neuro-kognitiven Kontrollprozessen, Fragen der Wahrnehmung, Repräsentation und Abgrenzung des eigenen Körpers sowie Fragen nach grundsätzlichen Zusammenhängen zwischen Sensomotorik und Kognition“, erklärt sie. Geboren wurde Schütz-Bosbach 1974 in der Nähe von Köln. Ihr Studium der Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn schloss sie im Jahr 2000 ab und verfasste anschließend eine Dissertation am Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung in München. Mit dieser Arbeit, ausgezeichnet mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft, wurde sie 2004 an der LMU promoviert. Anschließend verbrachte sie 18 Monate als Research Fellow am Institute of Cognitive Neuroscience in London, Großbritannien. 2006 kehrte sie an das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig zurück, wo ihr 2007 die Leitung einer Max-Planck- Forschungsgruppe zum Thema „Körperrepräsentation und Selbstkonzept“ übertragen wurde. Von der Deutschen Forschungsgemeinschaft wurde sie 2013 mit einem Heisenberg-Stipendium ausgezeichnet. Von 2014 bis 2015 übernahm sie die Vertretungsprofessur für Allgemeine Psychologie I an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen- Nürnberg, wo sie sich auch habilitierte. An der LMU möchte Professor Schütz-Bosbach ihre bisherigen Arbeiten um interozeptiv-perzeptive, affektiv-motivationale sowie gedächtnisbezogene Aspekte erweitern und Fragen nach der Regulation von Verhalten und kognitiver Kontrolle untersuchen. Ziel dieser Forschung ist es, sich einem umfassenderen Verständnis des Beitrags körperlicher Prozesse zu zentralen Aspekten des Selbstkonzeptes anzunähern. Ihre bisherige Forschungs- und Lehrerfahrung basiert im Schwerpunkt auf der Integration von klassisch allgemein-psychologischer Forschung und kognitiv-neurowissenschaftlichen Ansätzen. „Diese Erfahrungen“, erläutert sie, „möchte ich unmittelbar in die Lehre einbringen und das bestehende Lehrangebot zur Allgemeinen Psychologie an der LMU entsprechend unterstützen und verstärken.“

Prof. Dr. Jörg Claussen

bislang Copenhagen Business School, DK, ab 01.02.2016 W2-Professor für Strategisches Organisationsdesign, Fakultät für Betriebswirtschaft der LMU.

Prof. Dr. William Orsi

bislang Woods Hole Oceanographic Institution, Massachusetts, USA, ab 01.01.2016 W2-Professor für Geomikrobiologie, Fakultät für Geowissenschaften der LMU.

William Orsi wurde zu Beginn des Jahres zum Professor für Geomikrologie am Department für Geo- und Umweltwissenschaften auf eine sechsjährige Tenure Track-Professur berufen. Zu seinen Forschungsinteressen zählen mikrobielle Ökophysiologie, Geomikrobiologie, Biogeochemie sowie marine, evolutionäre und ökologische Genomik. „Wir versuchen zu verstehen, wie die zahlreichen, vielfältigen und winzigen Mikroorganismen im Ozean den Kohlenstoffkreislauf steuern, und die Auswirkungen, die dies auf das Klima der Erde hat“, erklärt er. Dabei versucht sein Team nachzuvollziehen, was in der Vergangenheit passiert ist, um dadurch mögliche Entwicklungen in der Zukunft prognostizieren zu können. Vor seinem Wechsel nach München forschte Orsi am Center for Environmental Sciences (UMCES) an der Universität Maryland, USA.

Orsi ist Jahrgang 1984. Nach seinem mit Auszeichnung bestandenen Bachelor of Science 2006 an der Temple University in Philadelphia schrieb er bis 2011 an der Northeastern University in Boston seine Ph.D.-Thesis mit dem Titel Protistan Microbial Observatory in the Cariaco Basin: An Examination of Species Richness, Habitat Specialization, and Biogeography. Anschließend war er zwei Jahre Postdoc im Bereich der marinen Geomikrobiologie am Deep Ocean Exploration Institute (WHOI) in Massachusetts und bis zu seiner Berufung an die Isar Postdoc im Bereich mikrobieller Marineökologie am UMCES. Für sein Projekt Geospherebiosphere interactions at a cretaceous „Lost City“- type hydrothermal system at the Iberia Margin bekam er letztes Jahr vom WHOI und für sein Projekt Microbial activity in oxygenated subseafloor sediment vom Center for Dark Energy Biosphere Investigations jeweils einen Research Grant.

Die zukünftigen Arbeiten von Professor Orsi an der LMU werden sich weiterhin auf Themen rund um die marine Mikrobiologie konzentrieren. Zusätzlich soll aber eine Kombination von stabilen Isotopen und genomischen Techniken angewandt werden, um mikrobielle Biochemie und Kohlenstoffkreisprozesse genauer zu untersuchen. Seine Lehre wird sich auf Geomikrobiologie und Ozeanographie fokussieren.

Prof. Dr. Laura Busse

Prof. Dr. Laura Busse

bislang Eberhard Karls Universität Tübingen, ab 01.01.2016 W2-Professorin für Organismische Neurobiologie, Fakultät für Biologie der LMU.

Laura Busse wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2016 zur W2-Professorin für organismische Neurobiologie an der Fakultät für Biologie ernannt. „Mein Labor und ich werden uns an der LMU weiter mit der Modulation visueller Informationsverarbeitung durch Kontext und die Rolle von Feedback beschäftigen“, erklärt sie. Dabei verbindet sie elektrophysiologische Messungen von lokalen Nervenzellverbünden in der Maus mit kausalen Manipulationen von neuronalen Schaltkreisen mit Hilfe von genetischen Methoden, zum Beispiel der Optogenetik. Geboren wurde Busse im Jahr 1977. 2001 erhielt sie nach ihrem Studium der Neuro- und Verhaltenswissenschaften in Tübingen mit der Arbeit The ERP Omitted Stimulus Response to „No-Stim” events and its implications for fast-rate event-related fMRI designs ihren Master of Science (M.Sc.). 2006 wurde Busse an der Universität Göttingen mit einer Arbeit zu Effects of attention on sensory processing of visual motion zum Dr. rer. nat. promoviert. Von 2006 bis 2007 war sie Postdoctoral Fellow am German Primate Center in Göttingen und von 2007 bis 2008 am Smith-Kettlewell Eye Research Institute in San Francisco, USA. Anschließend folgte eine Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institute of Ophthalmology des University College in London, UK, und von 2010 als Junior Research Group Leader am Centre for Integrative Neuroscience der Universität Tübingen. An der LMU wird Professor Busse die Verantwortung für die Vorlesung „Fundamentals in Neuroscience” übernehmen und Veranstaltungen zur Informationsverarbeitung im visuellen System anbieten. „Ich freue mich schon besonders auf die Zusammenarbeit mit den anderen Gruppen im Department Biologie II , die auf dem Gebiet der sensorischen Systeme forschen, mit den Mitgliedern des Bernstein Center for Computational Neuroscience und des Departments für Psychologie sowie mit den Gruppen am MPI für Neurobiologie.“