Ludwig-Maximilians-Universität München
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Die Geburt der Planeten

Radioteleskope der Superlative zeigen die Geburtsstätte der Planeten als psychedelische Muster aus konzentrischen Kreisen in fettem Rot und Orange. In Wirklichkeit sind solche protoplanetaren Scheiben flache Wolken aus Gas und Staub um einen jungen Stern. Professor Barbara Ercolano von der Universitätssternwarte der LMU untersucht, was sie zur Planetenküche macht. Wie entstehen dort zunächst kleinste Materieklumpen, die später unter Umständen zu Himmelskörpern heranwachsen? Allein in unserer Galaxie, so schätzt Barbara Ercolano, gebe es Milliarden von Planeten. Sie untersucht, unter welchen Bedingungen sich sogar erdähnliche Planeten bilden könnten. Ein wichtiges Phänomen, das die Expertin für Computational Astrophysics dabei erforscht, ist die sogenannte Photoevaporation: Sehr energiereiche Röntgenstrahlung, die der Mutterstern aussendet, brennt regelrecht Löcher in die protoplanetaren Scheibe, sie verdampft Gasteilchen in der Wolke. Einerseits bieten die Löcher jungen Planeten einen Schutzraum, der verhindert, dass sie von der Muttersonne angezogen und gefressen werden. Andererseits ist dies aber auch einer der Mechanismen, die die Auflösung einer Planetenküche einläuten. Das konnte Barbara Ercolano aktuell am Beispiel von TW Hydrae nachweisen, einem Stern, umgeben von einer protoplanetaren Scheibe, der nur 175 Lichtjahre von der Erde entfernt ist.

 

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