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MünchnerUni Magazin

„Mathe für Nicht-Freaks“

München, 01.02.2016

In der Titelgeschichte des neuen MünchnerUni Magazins dreht sich alles um das Fach Mathematik: Zum Beispiel darum, wie LMU-Studenten "Nicht-Freaks" Mathe näherbringen.

Cover von "Mathe für Nicht-Freaks" auf www.serlo.org (Grafik: Haak&Nakat)

Aeneas RekkasAeneas Rekkas, Master-Student der Informatik an der LMU, hat eine der größten kostenfreien Mathematiklernseiten für Schüler in Deutschland, www.serlo.org, mitbegründet. Dabei sei er selbst gar kein Mathe-Ass. „In der Schule habe ich mich durchgeschlagen, musste viel im Internet nachschauen“, erzählt der 26-Jährige. „Ich recherchierte in Foren, denn nirgends gab es gute Erklärungen oder Aufgaben. Alternativ gab es Schulbücher, die zum Teil schon 15 Jahre alt waren.“ Erst das Bachelor-Studium der Medieninformatik habe ihm die Mathematik näher gebracht. „Weil ich auf einmal verstanden habe, wofür man sie einsetzen kann.“ Als sein Freund Simon Köhl mit der Idee auf ihn zukam, verständliche Lernseiten für Schüler zu entwerfen, war Rekkas sofort dabei. Unterstützt von Lehre@LMU, erarbeitete Rekkas das technische Konzept, implementierte es - und erhielt dafür den LMU Forscherpreis für exzellente Studierende. Heute arbeitet die Hochschulgruppe Serlo mit 50 Ehrenamtlichen, die meisten von ihnen Mathematik-Studierende. Die Seite mit mehr als 11.000 Lerninhalten hat im Monat schonmal 380.000 Besucher. Derzeit kommt ein Bereich „Deutsch als Fremdsprache“ dazu, den die EU mit Blick auf die Flüchtlingskrise fördert. Aeneas Rekkas’ Tipp zum Mathelernen? „Überlegen, wofür man etwas braucht. Wenn ich als Schüler weiß, dass eine Ableitung die Steigung einer Funktion ist und damit Meteorologen das Wetter vorhersagen, wird es interessant.“

Stephan KullaStephan Kulla, Mathematik-Student,  hat die kostenfreie Lehrbuchreihe „Mathe für Nicht-Freaks“ initiiert, die sich an Studienanfänger richtet. „Ich liebe die Mathematik und beschäftige mich gerne mit ihr. Als ich in den ersten Semestern Kommilitonen Nachhilfe gab, hatte ich den Eindruck, dass Standardlehrbücher eher ,für Mathe-Freaks’ geschrieben waren.“ Das wollte Kulla besser machen - mit einem Wikibook. Seit 2008 haben über 300 Autoren Artikel beigesteuert, viele davon LMU-Studierende. „Jeder neue Begriff, jede Definition, jeder Satz wird darin erklärt. Wir achten darauf, dass nichts ,vom Himmel fällt’, sondern stets nachvollziehbar bleibt. Deshalb sind unsere Artikel auch länger und detaillierter als die in den Standardlehrbüchern.“ Neben Formeln und Texten nutze man auch Grafiken, Animationen - und seit Neuestem Lehrvideos, bei deren Produktion der Bereich eUniversity der LMU tatkräftig unterstützt. Das Feedback: Bislang fast 3 Millionen Seitenaufrufe, davon 900.000 im letzten Jahr. Mit Unterstützung der Fachschaft für Mathematik, Physik und Informatik der LMU gewann das Lehrbuchprojekt jüngst den Wettbewerb „Die Hochschule, die Zukunft und Du!“ des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft. Stephan Kulla ist außerdem Produzent des von eUniversity geförderten Studenten-Podcasts „The Wicked Mu“ an der LMU, in dem es Interviews mit Mathematik-Dozenten gibt oder Clips, in denen Studierende ihre Abschlussarbeiten vorstellen. Das Wikibook ist mittlerweile mit serlo.org verbunden. Interessierte Autoren können sich unter http://kulla.me/de/kontakt melden.

 

mum_titel_170Das neue MünchnerUni Magazin erscheint am Mittwoch. In der Titelgeschichte der MUM dreht sich alles um das Fach Mathematik: Wie Schüler mit Freude besser Mathe lernen und wie LMU-Studenten "Nicht-Freaks" Mathe näherbringen. Weitere Themen sind:

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